2014163

Fünf Spiegelreflex-Alternativen im Test - Details, Kaufempfehlung & Fazit

05.11.2014 | 13:27 Uhr | Verena Ottmann, Markus Schelhorn

1. Platz: Olympus OM-D E-M10

Olympus OM-D E-M10
Vergrößern Olympus OM-D E-M10
© Olympus

Die OM-D E-M10 bedient man über das berührungsempfindliche 3-Zoll-Diplay und zwei Drehräder auf der rechten Hälfte der Gehäuseoberseite. Das Display lässt sich nach vorne aufklappen und um fast 80 Grad nach oben drehen. Seine Auflösung ist mit 1 037 000 Bildpunkten überdurchschnittlich hoch. Mit 489 Gramm ist die E-M10 das bisher leichteste Modell der OM-D-Serie. Dennoch macht sie dank ihres Gehäuses aus einer Magnesiumlegierung einen hochwertigen Eindruck. Einzig das neue Motorzoomobjektiv M.Zuiko Digital 14-42mm 1:3,5-5,6 reagiert etwas schwerfällig beim Drehen des Zoomrings. Die Auflösung der Olympus OM-D E-M10 verläuft über den gesamten Brennweitenbereich nahezu konstant hoch. Im Schnitt ergibt das einen hohen Wirkungsgrad von 77,1 Prozent, was einer Auflösung von 9,1 Megapixel entspricht. Auch hinsichtlich ihres Rauschverhaltens kann die spiegellose Systemkamera überzeugen: Von ISO 200 bis ISO 6400 bleiben die Bildfehler vernachlässigbar. Nicht ganz so gut fällt jedoch die Ausgangsdynamik der E-M10 aus. Sie ist nur ausreichend. Dafür ist die Eingangsdynamik sehr hoch.

Olympus OM-D E-M10

2. Platz: Platz Sony A6000

Sony A6000
Vergrößern Sony A6000
© Sony

Die Sony A6000 besitzt ein 3-Zoll-Display, das sich um etwa 90 Grad nach oben kippen lässt. Ihre Auflösung beträgt 921 600 Pixel, ist also Standard. Kein Standard ist der elektronische Sucher mit einer Auflösung von 1 440 000 Bildpunkten. Der Video-Auslöser ist etwas ungünstig positioniert: Er lässt sich zwar mit dem Daumen bedienen, verlangt aber eine sehr unnatürliche Stellung der Finger. Positiv zu bewerten sind die frei belegbaren Tasten, über die man schnell Zugriff auf die wichtigsten Bildparameter bekommt. Apropos schnell: Der Hybrid-Autofokus der Sony A6000, der je nach Motiv und Lichtverhältnissen auf eine Phasen- oder Kontrastdetektion zurückgreift, lässt im Test keine Wünsche offen. Bis ISO 400 produziert die Sony A6000 nur sehr wenig Bildrauschen. Ab ISO 800 werden die Bildfehler stärker. Die Auflösung lässt zum Bildrand hin sehr stark nach. Die Eingangsdynamik ist dafür sehr hoch, die Ausgangsdynamik hoch. Dem mitgelieferten Kit-Objektiv weisen wir einen Randabfall von 0,7 bis 0,8 Blenden nach – zu viel. Außerdem verzeichnet es mit dem getesteten Kit-Objektiv im Weitwinkel zu stark.

Sony A6000

3. Platz: Panasonic Lumix DMC-G6

Panasonic Lumix DMC -G6
Vergrößern Panasonic Lumix DMC -G6
© Panasonic

Die Panasonic Lumix DMC-G6 besitzt ein HD-Touchdisplay, das sich aufklappen und drehen lässt. Außerdem bietet die Systemkamera ein eingebautes WLAN nach N-Standard und unterstützt NFC. Die Panasonic-Kamera gehört mit 551 Gramm zu den schwereren Systemkameras. Doch für das Gehäuse verwendet Panasonic einen billig anmutenden Kunststoff. Der Arbeitsgeschwindigkeit tut dies keinen Abbruch: Die Panasonic Lumix DMC-G6 löst superschnell aus und ist nach einer Aufnahme praktisch sofort wieder schussbereit. Die Auflösung lässt zum Bildrand hin jedoch stark nach. Dennoch erzielt die Systemkamera einen hohen mittleren Wirkungsgrad, der umgerechnet knapp sieben Megapixel entspricht. Hinsichtlich Bildrauschen zeigt sich das Panasonic-Modell von seiner besten Seite. Die Eingangsdynamik ist sehr hoch, die Ausgangsdynamik noch gut. Kritischer ist dagegen die Randabdunkelung zu bewerten. Das getestete Kit-Objektiv verliert zwischen 0,7 und 0,8 Blenden von der Mitte zum Bildrand. Darüber hinaus ermitteln wir bei kurzer Brennweite eine starke tonnenförmige Verzeichnung um -0,9 Prozent.

Panasonic Lumix DMC-G6

4. Platz: Fujifilm X-E2

Fujifilm X-E2
Vergrößern Fujifilm X-E2
© Fujifilm

Fujifilm bestückt die X-E2 mit einem OLED-Sucher, der mit 2,35 Megapixel auflöst. Der Autofokus nutzt die Phasendetektion zum Scharfstellen, dies kommt der Geschwindigkeit zugute. Das 3-Zoll-Display löst mit 1 040 000 Pixel auf. Aufklappen und/oder drehen kann man es jedoch nicht – bei einer Kamera dieser Preisklasse sollte das Standard sein. Dafür spendiert Fujifilm der E2 ein geniales Bedienkonzept mit zwei Drehrädern auf der Kameraoberseite, über die man die Belichtungszeit einstellen und die Belichtungskorrektur nutzen kann. Die Blende regelt man direkt über das Objektiv, sofern diese Funktion per Regler aktiviert ist. Die Auflösung der Fujifilm X-E2 verläuft etwas ungleichmäßig von der Bildmitte zum Rand. Dafür ist sie sehr hoch, sodass die Kamera einen hohen mittleren Wirkungsgrad erzielt, der umgerechnet einer Auflösung von 9,5 Megapixel entspricht. Ähnlich gut fällt der Dynamikumfang aus. Das Bildrauschen ist gut bis befriedigend: Vor allem bei ISO 200 und 400 hat die Kamera mit Bildfehlern zu kämpfen.

Fujifilm X-E2

5. Platz: Samsung NX30

Samsung NX30
Vergrößern Samsung NX30
© Samsung

Die Ausstattung der NX30 ist erstklassig. So lässt sich der elektronische Sucher um zwei Zentimeter aus dem Gehäuse ziehen und um 90 Grad nach oben kippen. Mit den bewährten i-Function-Objektiven (wie der Kit-Linse 18-55mm III OIS) lassen sich die Bildparameter sehr leicht über den Objektivring einstellen. Auch mit den Wählrädern am Gehäuse oder per Touchdisplay kann man die Einstellungen vornehmen. Das aufklapp- und drehbare 3-Zoll-Display in OLED-Technik bietet mit 1 036 000 Pixel eine hohe Auflösung. Die Systemkamera fällt dadurch etwas größer aus als es derzeit Trend ist und wiegt mit 636 Gramm auch mehr als der Durchschnitt. Dafür liegt die NX30 sehr gut in der Hand.

Die Samsung NX30 erzielt in unseren Auflösungsmessungen einen hohen mittleren Wirkungsgrad, der umgerechnet einer Auflösung von 8,3 Megapixel entspricht. Darüber hinaus verläuft die Auflösung sehr gleichmäßig über den gesamten Brennweitenbereich. Auch der Dynamikumfang gibt keinen Anlass zur Kritik. Die Eingangsdynamik ist sehr hoch, die Ausgangsdynamik hoch. Das bedeutet, dass die Samsung NX30 auch kontrastreiche Motive darstellt, ohne dass Details in den Lichtern und Schatten verlorengehen. Darüber hinaus produziert sie viele Helligkeitsstufen zwischen den hellen und den dunklen Bildbereichen. Die Kamera wird übrigens mit Adobe Photoshop Lightroom 5 ausgeliefert.

Samsung NX30

Kaufempfehlung & Fazit

© 2015

Macwelt Marktplatz

2014163