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Tedee: Kompaktes smartes Schloss für Homekit

07.07.2022 | 14:00 Uhr |

Die Tür öffnet sich automatisch bei Annäherung – nur eines der möglichen Szenarien für ein smartes Türschloss.

Das Tedee-Schloss unterscheidet sich schon auf den ersten Blick deutlich von seinen Mitbewerbern. Es ist winzig und von einem Türknauf kaum zu unterscheiden. Eine Integration in Homekit ist ebenso möglich wie die Bedienung aus der Ferne. Energie bezieht das Tedee-Schloss aus einem 3.000-mAh-Akku, der bei uns im Test hochgerechnet knapp sechs Monate gehalten hätte.

Tedee Smart Lock

Hersteller:

Tedee

Bewertung:

Das Tedee-Schloss ist für alle geeignet, die eine elegante und unauffällige Lösung suchen. Allenfalls die Notwendigkeit eines Accounts beim Hersteller stört

Preis:

299,- Euro (nur das Schloss)

Note:

4,5 Sterne

Vorteile:

Sehr kompakt und leise, integriert sich sehr gut in die Haustür, einfache Bedienung, professionelle Schlüsselverwaltung für Unternehmen möglich

Nachteile:

Montage auf einer Welle etwas aufwendiger, Nutzer brauchen einen Account bei Tedee

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Damit das Tedee-Schloss installiert werden kann, benötigt es eine spezielle Welle auf dem Schließzylinder, es wird also nicht auf einen normalen Schlüssel aufgesetzt. Entweder verwendet man einen speziellen Profilzylinder von Gerda oder einen Adapter. Mit dem Adapter und einem präparierten Schlüssel kann der vorhandene Schließzylinder bleiben. Das Tedee-Schloss wird nur zusammen mit einem USB-Ladekabel geliefert, Adapter und der Schließzylinder von Gerda sind Zubehör.

Weiteres Zubehör: Eine via Bluetooth mit dem Schloss und per WLAN mit dem Hausnetz verbundene Bridge, um das Tedee-Schloss auch aus der Ferne zu nutzen. Die Bridge protokolliert zudem Aktivitäten und verbessert die automatische Türöffnung mittels iBeacon. Ein letztes Zubehör ist das Keypad für die Montage an der Haustür. Es ermöglicht das Öffnen der Tür über einen Zahlencode. Drei AAA-Batterien dienen der Stromversorgung.

Praktischerweise bietet Tedee das Schloss gleich in Bundles an. Unter anderem das Tedee-Schloss zusammen mit der Bridge und dem Profilzylinder für 429,- Euro. Wer seinen vorhandenen Schließzylinder verwenden möchte und den Adapter benötigt, zahlt 399,- Euro. Das Tedee-Schloss kostet einzeln 299,- und die Bridge 109,- Euro. Alle Produkte gibt es wahlweise in Schwarz oder Weiß. Das Keypad ist für 99,- Euro zu haben.

Bedienung vor der Tür und aus der Ferne

App, Apple Watch, Keypad, Homekit, Widget und Siri-Shortcuts: Für das Öffnen und Abschließen der Tür stehen vielfältige Methoden bereit.

Zunächst mit der App versucht: Die Darstellung überzeugt, kein Schnickschnack, eine Abbildung des Tedee-Schlosses zeigt den Zustand des Schlosses an und zwei Tasten darunter Öffnen oder Schließen das Tedee-Schloss und damit die Haustür. Da die Bedienung bei vorhandener Bridge auch aus der Ferne erfolgt, sollte man vorsichtig sein. Die Tür wird nämlich bei „Öffnen“ ohne Rückfrage geöffnet.

Über die Home-App von iOS geht das natürlich auch, wenn man das Tedee-Schloss in Homekit integriert hat. Das dauert aber ein paar Sekunden länger. Schneller als mit der Tedee- oder Home-App ist man mit dem Widget, was aber aus Sicherheitsgründen nur bei entsperrtem iPhone geht.

Das Tedee-Schloss verwendet das TLS-1.3 Protokoll mit einer 256-Bit Verschlüsselung. Die Sicherheit hat das Institut für IT-Sicherheit AV-Test bestätigt. Sicherheit bedeutet aber auch, dass wir Zutrittsberechtigungen vergeben und das Protokollieren aller Aktivitäten. Zutrittsberechtigungen sollte man vergeben zwischen den Hausbesitzern, die alle Rechte haben und Gästen oder Servicekräften, die nur temporär einen Zugang benötigen. Arbeitet etwa die Reinigungskraft immer zur gleichen Zeit, so lässt sich genau diese Zeit definieren. Wird versucht, an einem anderen Tag und zu einer anderen Zeit in das Haus zu kommen, öffnet sich das Tedee-Schloss nicht und der Versuch wird protokolliert.

Dabei benötigt jede Person einen Account bei Tedee. Das macht die digitale Schlüsselvergabe an eine Reinigungskraft oder die Großeltern unter Umständen kompliziert. Hierfür gibt es das Keypad, mit dem man auch ohne App die Tür öffnen kann.

Smart mit Automation

Die Beste aller Automationen ist das automatische Öffnen der Tür bei Annäherung. Die Konfiguration in der App ist schnell erledigt, wichtig ist hier, dass man den Ordnungsdienst für die Tedee-App permanent zulässt. In unserem Test über mehre Wochen hat das immer zuverlässig funktioniert, auch dank der iBeacons bei Verwendung der Bridge.

Ist ein smartes Türschloss mal in Homekit integriert, lässt sich das auch gleich für Automationen nutzen. Ob das jetzt das automatische Einschalten des Lichts ist, oder dass beim Verlassen die Rollladen sich schließen. Eine wichtige Automation gelingt aber auch ohne Homekit, das automatische Verriegeln beim Verlassen. Dazu drückt man vor dem Schließen der Tür für rund eine Sekunde auf den Taster. Schließt man dann die Tür, sperrt das Tedee-Schloss diese zu.

Empfehlung

Wenn es einen Preis für das schönste smarte Haustürschloss gibt, dann gebührt das eindeutig dem Tedee-Schloss. Es sieht aus wie ein Türknauf und ist sehr unauffällig. Öffnen und Schließen funktioniert auch wie beim Türknauf – einfach drehen, und ist somit auch für die Personen bedienbar, die mit Smarthome nichts am Hut haben. Und auch funktional kann das Tedee-Schloss überzeugen. Der Motor ist sehr leise und die App ist auf Anhieb zu verstehen. Was auch hervorragend funktioniert, ist die Einbindung in Homekit.

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