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Test: Anker PowerExpand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock – der Minimalist

31.07.2021 | 10:30 Uhr |

Das PowerExpand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock von Anker ist ein kompaktes Dock für diejenigen, die am Arbeitsplatz nur Schnittstellen wie Thunderbolt 4 und USB-C benötigen.

Braucht man bei einem Dock immer Ethernet und HDMI? Eine Frage, die man als Macbook-Nutzer sicher mit "Nein" beantworten kann. Daher haben wir uns das neue Mini-Dock von Anker näher angesehen.

Hinter dem langen Namen Power Expand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock verbirgt sich ein kompaktes Dock mit drei Thunderbolt-4-Anschlüssen und einem USB-A-Anschluss für externe Geräte. Das können bis zu zwei Monitore oder Laufwerke sein. Ein Anschluss vorne ist für das Macbook, es werden sowohl Macbooks mit Intel, als auch M1-Chip unterstützt. Einschränkungen gibt es nur bei der Anzahl der Monitore, hier kann der M1-Mac derzeit nur einen externen Monitor unterstützen. Mit einem Intel-Macbook werden maximal zwei Bildschirme mit bis zu 4K@60Hz unterstützt.

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Insgesamt kann das Power Expand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock 85 W zur Verfügung stellen. Die Leistung wird auf alle Ports verteilt, der Thunderbolt-4-Port an der Vorderseite kann maximal 85 W, die auf der Rückseite maximal je 15 W. Das reicht für ein Macbook Pro mit zwei SSDs und einem Monitor normalerweise aus. An dem vorderen Ladeport kann man auch ein iPad Pro mit USB-C anschließen.

Die Thunderbolt-4-Ports unterstützen eine Datenübertragung mit bis zu 40 Gbps. Im Lieferumfang ist ein externes 100W-Netzteil, ein 120 cm langes Ladekabel, ein 70 cm kurzes Thunderbolt 4 Kabel und eine Bedienungsanleitung enthalten. Bei Anker gibt es wie üblich 18 Monate Herstellergarantie.

Auf der Rückseite befinden sich der Netzteilanschluss, der Ein/Aus-Taster und drei Thunderbolt 4 Anschlüsse für Monitor und Laufwerke.
Vergrößern Auf der Rückseite befinden sich der Netzteilanschluss, der Ein/Aus-Taster und drei Thunderbolt 4 Anschlüsse für Monitor und Laufwerke.
© Thomas Bergbold

In der Praxis

Mit seinen kompakten Abmessungen von Länge 124 mm, Breite 72 mm und Höhe 24 mm bei einem Gewicht von 250 g könnte man fast an ein mobiles Dock denken, wäre da nicht das größere Netzteil. Doch der Einsatz ist klar, als kompaktes unauffälliges Dock macht es auf dem Schreibtisch eine gute Figur.

Und hier muss es sich sowohl an einem Intel Macbook Pro 2020, einem M1 Macbook Air und einem iPad Pro beweisen. Ein iPad Pro? Ja, dank Thunderbolt 4 klappt auch der Anschluss eines iPad Pro.

Die erste Frage ist natürlich immer, wie schnell sind angeschlossene Laufwerke. Dazu haben wir das neue OWC Envoy Pro FX einmal am Macbook Pro 2020 und einmal am Power Expand mit Aja System Test Lite gemessen. Direkt am Macbook Pro erreicht das Envoy Pro FX sehr flotte 2015 MB/s beim Schreiben und 2384 MB/s beim Lesen. Am Power Expand ist der Lesewert nahezu identisch mit 2356 MB/s, nur der Schreibwert liegt mit 1414 MB/s deutlich darunter. Ein leichter Abfall der Datenrate für das Schreiben ist nicht ungewöhnlich und auch bei anderen Thunderbolt-Laufwerken an einem Thunderbolt-Dock zu messen.

Die Datenrate verändert sich auch nicht, wenn man mehr als nur ein externes Laufwerk anschließt oder gleichzeitig noch ein iPhone lädt. Der nächste Test erfolgt mit einer SSD von ADATA, der SE800 mit USB-C. Am Power Expand angeschlossen messen wir 809 MB/s beim Schreiben und 822 MB/s beim Lesen. Direkt am Macbook Pro angeschlossen steigen die Werte nur moderat auf 828 MB/beim Schreiben und 857 MB/ beim Lesen. Also bei reinen USB-C-Geräten ist der Unterschied sehr gering und bleibt im üblichen Rahmen.

Das Power Expand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock ist auch ein guter Partner für das iPad Pro.
Vergrößern Das Power Expand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock ist auch ein guter Partner für das iPad Pro.
© Thomas Bergbol

Der USB-A-Anschluss an der Vorderseite ist nicht nur für ältere USB-Sticks geeignet, sondern auch zum Laden eines iPhone. Ein iPhone 8 wird innerhalb einer Stunde um 30 Prozentpunkte geladen. Das ist langsamer als mit einem Schnelllader.

Wir haben im Test problemlos einen BenQ SW321C als Monitor sowohl am Macbook Pro, als auch am iPad Pro betreiben können. Ebenso konnte das iPad Pro auf am Power Expand angeschlossene USB-C-Laufwerke zugreifen.

Empfehlung

Man braucht nicht immer alle möglichen Anschlüsse an einem Dock. Ganz im Gegenteil, je mehr Anschlüsse, desto langsamer die einzelnen Thunderbolt-4-Ports, weil die Bandbreite mit allen Geräten geteilt werden muss. Aus diesem Grund macht die reduzierte Ausstattung Sinn. Auch der Verzicht auf HDMI ist in Anbetracht moderner Monitore mit USB-C-Anschluss sinnvoll.

Dass man bei einem M1 Mac nur einen Monitor anschließen kann, ist nicht dem Power Expand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock anzukreiden, sondern liegt in der Beschränkung durch Apple.

Das Power Expand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock ist genau das richtige Dock, für Macbook- und iPad-Pro-Nutzer, denen es in erster Linie um die Stromversorgung und dem Anschluss vieler Laufwerke geht. Hier kann das Power Expand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock glänzen.

Power Expand 5-in-1 Thunderbolt 4 Mini Dock

Hersteller:

Anker

Note:

4,5 Sterne

Preis:

199,- Euro

Vorteile:

kompaktes Gehäuse, Ein/Aus Schalter, auch für das iPad Pro geeignet

Nachteile:

kein Ständer für horizontales Stellen, nur ein USB-A, kurzes Thunderbolt Kabel

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