1013071

Nikon D90

14.02.2009 | 09:00 Uhr | Markus Schelhorn

Nun kann man mit einer DSLR-Kamera auch filmen. Die erste Vertreterin dieser Gattung ist die Nikon D90.

Man merkt der Nikon D90 gleich an, dass sie nicht f├╝r den Gelegenheitsfotografen sondern f├╝r anspruchsvollere Benutzer gebaut ist. So liegt die recht gro├če Kamera, die mit reichlich gummierten Fl├Ąchen ausgestattet ist, hervorragend in der Hand. Das Bedienkonzept ist gut durchdacht und so gelangt man schnell und direkt zu den wichtigsten Einstellm├Âglichkeiten, die man im Fotografenalltag braucht. Mit der rechten Hand l├Ąsst sich eine frei belegbare Taste aktivieren, ohne den Griff w├Ąhrend des Fotografierens aufgeben zu m├╝ssen. Ein nettes Detail ist auch ein extra Bracketing-Schalter an der Kameravorderseite, den man beim Fotografieren mit der linken Hand gut aktivieren kann. Indes sind nur Reihenbelichtungen von drei Bildern m├Âglich, f├╝r anspruchsvollere HDR-Fotografen w├Ąren f├╝nf Aufnahmen w├╝nschenswerter. Auf der Kameraoberseite befindet sich ein beleuchtbares Display, nahe dem Ausl├Âser sind Schalter f├╝r die schnelle Umschaltung von Belichtungsmessung, Autofokus und Serienbild beziehungsweise Selbstausl├Âser und Belichtungskorrektur. Der Wei├čabgleich l├Ąsst sich fein einstellen, auch Farbtemperaturen kann man direkt w├Ąhlen, zudem l├Ąsst sich der Wei├čpunkt schnell bestimmen.

Die Kamera ist sofort nach dem Einschalten Aufnahmebereit. Rund sieben Aufnahmen in Serie schafft die D90 bei 4,5 Bildern pro Sekunde, bevor sie wegen ├╝berlaufendem Speicher ins Stocken ger├Ąt. W├Ąhrend im Spiegelreflex-Modus der Autofokus sehr flott arbeitet, ist er im Liveview-Modus ausgesprochen langsam. Der Video-Modus l├Ąsst sich nur ├╝ber die Kamerar├╝ckseite aktivieren, die Filme gelingen recht gut und werden auf dem Mac fehlerfrei wiedergegeben. Alle Funktionen erkl├Ąrt das gut verst├Ąndliche und gedruckte Handbuch. Zudem liegt der Kamera eine praktische Schnell├╝bersicht bei, die man zu der Fotoausr├╝stung packen kann.

Die Bildqualit├Ąt messen wir nah dem DC-Tau-Verfahren. So ermitteln wir eine nur durchschnittliche Aufl├Âse-Ausbeute, f├╝r die nicht zuletzt das verwendete Kit-Objektiv (18-105 mm) verantwortlich ist. Es zeigt auch eine starke und damit sichtbare Randabdunklung, im Weitwinkel und im Telebereich sogar eine beziehungsweise 1,2 Blendenstufen. Die Dynamik der D90 ist f├╝r ihre Klasse durchschnitt, bis ISO 800 immerhin durchgehend 9,3 Blendenstufen und bis ISO 3200 auf 8,3 fallend. Ihre Vorg├Ąngerin D80 bietet dagegen bis ISO 200 eine bessere Dynamik. Besonders beim Bildrauschen schl├Ągt sich die D80 auch besser als die D90, besonders bei h├Âheren ISO-Stufen. Sehr gut und dezent ist die Scharfzeichnung, die auch eine gute Nachbearbeitung zul├Ąsst. Doch insgesamt sind das Unterschiede auf hohem Niveau, in der Praxis belichtet die Kamera korrekt und bietet einen schnellen Autofokus, solange man nicht den Lifeview-Modus verwenet.

Empfehlung:

Wer in die anspruchsvollere Fotografie einsteigen m├Âchte, findet mit der Nikon D90 eine gute Begleiterin. Die Video-Funktion ist dabei kein unn├╝tzes Gimmick sondern erlaubt gerade bei schlechten Lichtverh├Ąltnissen bessere Videoaufnahmen als mit herk├Âmmlichen Camcordern. mas

In HD-Auflösung (720p) kann die Nikon D90 Videos aufnehmen.
Vergr├Â├čern In HD-Aufl├Âsung (720p) kann die Nikon D90 Videos aufnehmen.
© Nikon

Macwelt Marktplatz

1013071