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Test: Primos – der Druckeradapter für das iPhone

11.11.2016 | 14:31 Uhr |

In der iOS-Ära wird zwar nicht mehr so viel gedruckt, wenn doch gewünscht, gibt es eine Alternative zum neuen AirPrint-Drucker.

Jedesmal, wenn die Patrone des Druckers leer ist, stellt sich die gleiche Frage: Neue Patrone oder neuer Drucker? Seitdem Endgeräte immer mobiler werden, bekommt die Frage einen weiteren Dreh: Neue Patrone oder Drucker mit WLAN, also AirPrint? Kommt immer häufiger vor, dass man von iPhone oder iPad gerne etwas drucken möchte – solange man überhaupt noch Papier benötigt – und sich dann mühselig das entsprechende Dokument auf den Desktop oder Laptop spielt, bevor damit man es auf den Drucker schicken kann.

Druck-Adpater für iPhone und ipPad

Die Alternative zum neuen Drucker mit AirPrint oder einem auf andere Weise netzwerkfähigen bietet SEH mit dem Printserver Primos an. Das Arbeitsprinzip der kleinen schwarzen Box ist schnell erklärt: Sie klinkt sich in das lokale Netz ein und stellt über einen USB-Port die Verbindung zum Drucker her. Damit übernimmt sie im Prinzip die Aufgabe, die man eigentlich von Time Capsule oder Airport Extreme erwarten würde. Doch die Funkrouter von Apple unterstützen die iOS-Technologie AirPrint ebenso wenig wie die meisten vom Internetprovider zur Verfügung gestellten Modemrouter oder gar die Fritzbox.

Verbindet man jedoch den Primus mit seinem Router, lässt er sich nun als Empfänger für AirPrint-Aufträge konfigurieren. Das gelingt uns relativ problemlos, von der Website des Herstellers laden wir die App zur Konfiguration des Printservers herunter und finden diesen ohne lange Suche in unserem Heimnetz.

Den Primos konfiguriert man über den Browser. Die Nutzung lässt sich per Passwort einschränken
Vergrößern Den Primos konfiguriert man über den Browser. Die Nutzung lässt sich per Passwort einschränken

Die Einrichtung der Printer-Queue ist ebenso schnell erledigt, die Treibersammlung wirklich umfangreich – wir hatten schon befürchtet, der alte USB-Drucker von HP ließe sich gar nicht mehr ansteuern.

Schnell eingerichtet, flott ausgedruckt

Sobald die Queue steht, lässt sich der an den Primos angeschlossene Tintenstrahler von iPhone und iPad aus als AirPrint-Drucker auswählen und die Seiten der Wahl darauf ausgeben. Bei jedem Druckvorgang mussten wir jedoch den Drucker neu wählen, bei einem unserer Tests war diesem auch nicht beizubringen, dass er nur eine bestimmte der sieben Seiten des Dokuments drucken soll, doch dieses Problem erwies sich als nicht reproduzierbar - beim nächsten Anlauf klappte das einwandfrei.

Vom iPhone aus auf dem alten Tintensprotzler aus der vorigen Dekade drucken: Das geht.
Vergrößern Vom iPhone aus auf dem alten Tintensprotzler aus der vorigen Dekade drucken: Das geht.

Mit der App lassen sich bis bis zu zehn Drucker im Heimnetz konfigurieren, auch lässt sich der Zugriff via iOS einschränken: Wer einen Druckauftrag für an den Primos angeschlossene Printer schickt, muss sich in diesem Fall authentifizieren. Die Anzahl der Nutzer ist indes unbegrenzt.

Lediglich einen Nachteil des Primos hatten wir in unserem persönlichen Setup festgestellt, denn unser Kabelsalat hat sich durch ihn ein wenig vergrößert. In der Nähe des Routers war kein Platz für den Drucker und den Server, weshalb wir ein Ethernetkabel vom Primos zum Router quer durch die halbe Wohnung legen mussten - Stolperfalle. Aber nur in solchen Fällen lohnt dann noch die Anschaffung eines AirPrint-Druckers beim nächsten Patronenwechsel, ansonsten ist der Primos eine unkomplizierte Lösung, um alte Drucker auch in der iPhone/iPad-Ära für zugegebenermaßen eher selten gewordene Ausdrucke zu nutzen.

Man sollte allerdings einen Platz in der Nähe des Routers haben. Nicht im Bild: Die Stolperfalle Ethernetkabel zwischen Primos und Speedport...
Vergrößern Man sollte allerdings einen Platz in der Nähe des Routers haben. Nicht im Bild: Die Stolperfalle Ethernetkabel zwischen Primos und Speedport...

Fazit

Zur neuen Tintenpatrone ist der Primos mit seinem Preis von 280 Euro natürlich keine echte Alternative, wer aber seinen USB-Drucker nicht unbedingt durch ein neues AirPrint-fähiges Gerät auszutauschen gedenkt und mit der alten Peripherie weitermachen will, bekommt in dem kleinen schwarzen Kasten eine adäquate Adapter-Lösung zu einem jedoch stolzen Preis.

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