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Elgato Turbo.264 HD

15.05.2009 | 18:12 Uhr |

Der USB-Stick Turbo.264 von Elgato soll MPEG-4 Encoding drastisch beschleunigen. Wir testen den USB-Stick in der Praxis.

Der Turbo.264-Stick passt in eine Streichholz-Schachtel und gibt sich mit jedem USB-Port zufrieden. Einzig die Software setzt einen Intel-Mac voraus.
VergrĂ¶ĂŸern Der Turbo.264-Stick passt in eine Streichholz-Schachtel und gibt sich mit jedem USB-Port zufrieden. Einzig die Software setzt einen Intel-Mac voraus.

Er kann nicht viel, aber was er kann, das kann er richtig gut: Die Umwandlung von Videomaterial aus Quellen wie Quicktime, AVI, MKV und sogar VOBs in das beliebte H.264 Format fĂŒr iPod/iPhone, Apple TV und das Internet. Die Hardware an sich ist gerade einmal sieben mal drei Zentimeter groß (inklusive Stecker) und passt in jeden USB-Port. Voraussetzung ist lediglich ein Intel-Mac, da die Software zur Steuerung des GerĂ€tes keine Power-PC-Prozessoren mehr unterstĂŒtzt.

Die Software macht den Unterschied

Eine einfache aber elegant gestaltete Komprimierungs-Software treibt die Hardware an. Der Anwender zieht den zu verarbeitenden Film in das Hauptfenster, wÀhlt eine beliebige Komprimierungs-Einstellung aus (oder legt diese selber individuell fest), klickt auf den Startknopf und schaut zu, in welch rasender Geschwindigkeit das Material zusammengedampft wird.

Der zu komprimierende Film wird einfach in das Programm-Fenster gezogen, wo man die Einstellung für das Encoding auswählen oder selber festlegen kann.
VergrĂ¶ĂŸern Der zu komprimierende Film wird einfach in das Programm-Fenster gezogen, wo man die Einstellung fĂŒr das Encoding auswĂ€hlen oder selber festlegen kann.

In unserem Test erreicht der Beschleuniger je nach Format und Rechnerausstattung eine zwei- bis achtfache Beschleunigung gegenĂŒber einem Standard-Quicktime-Export.

Neben der mitgelieferten Turbo.264-Software kann man das GerĂ€t auch aus anderen Video-Applikationen heraus nutzen. So steht der Encoder zum Beispiel beim Quicktime-Export aus Final Cut Pro zur VerfĂŒgung, oder fĂŒr die Stapelverarbeitung im Compressor. Als Voreinstellung findet man neben den bekannten Handheld-Formaten auch unterschiedliche HD-Formate sowie optimale Settings fĂŒr You Tube, mit denen man Filme sofort hochladen kann.

Während des Komprimierungsvorgangs zeigt Turbo.264 den aktuellen Frame, die Restzeit sowie die momentane Geschwindigkeit in Bildern pro Sekunde an.
VergrĂ¶ĂŸern WĂ€hrend des Komprimierungsvorgangs zeigt Turbo.264 den aktuellen Frame, die Restzeit sowie die momentane Geschwindigkeit in Bildern pro Sekunde an.

Die Turbo-Software bietet dem Anwender außerdem die Möglichkeit, Videomaterial direkt aus einer angeschlossenen AVCHD-Kamera zu importieren und dabei gleich umzuwandeln, oder ĂŒberflĂŒssiges Material aus einem Videoclip herauszuschneiden, zum Beispiel verwackelte Szenen aus dem Rohmaterial oder Werbung aus einem aufgezeichneten Fernsehfilm.

Turbo.264 bedient sich hierbei dem bekannten Eye-TV-Prinzip, indem man einfach einen Bereich innerhalb des Videos aufzieht.

Empfehlung

Wesentlich einfacher und besser hĂ€tte man diese Art von Produkt kaum gestalten können. Die Hardware ist klein und anspruchslos, die Software hat ein ansprechendes Design, ist auch fĂŒr den Video-Laien verstĂ€ndlich, und selbst der Profi wird durch die UnterstĂŒtzung von Final Cut Pro und dem Compressor beglĂŒckt. Der Beschleunigungs-Faktor hĂ€ngt allerdings sehr von der Art der Arbeit und der Ausstattung des Mac ab. Der Kauf lohnt sich aber in fast allen FĂ€llen, da der Preis von 150 Euro vertrĂ€glich ist. Andreas Zerr

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