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Video Buster

16.04.2009 | 10:45 Uhr | Stephan Wiesend

Video Buster

Der manchem unter dem fr├╝heren Namen Amango bekannte Video-Verleih Video Buster verleiht Medien in seinen Filialen und per Postweg. Er hat aber auch Download-Videos im Angebot. 929 Titel bietet der Anbieter, man kann die Filme als Stream oder Download herunterladen. Leider sind viele per Post bestellbare neuen Videos nicht als Download verf├╝gbar. Bei den Download-Videos handelt es sich meist um etwas ├Ąltere Filme. Eine Settop-Box von Medion ist f├╝r 150 Euro verf├╝gbar, die allerdings nur das Streaming von Videos unterst├╝tzt. W├Ąhlt man Streaming, bei dem man sofort mit dem Ansehen des Films beginnen kann, bietet der Film eine Datenrate von 2 Mbit, was durchschnittliche Qualit├Ąt erlaubt. W├Ąhlt man die Download-Variante, verspricht Video Buster eine Bitrate von 4 Mbit. Das sollte in etwa DVD-Qualit├Ąt garantieren. Der Preis variiert zwischen 2 und 7 Euro.

Noch ├╝berschaubarer Markt

Besonders hohe Ums├Ątze scheinen die Download-Dienste nicht zu erzielen. Bei einem Marktanteil von 39 Prozent machte der Markf├╝hrer Videoload 2008 gerade einmal neun Millionen Euro Jahresumsatz. Der laut Zahlen der GFK zweitgr├Â├čte Marktteilnehmer ist Maxdome mit 35 Prozent Marktanteil. Der gesamte VoD-Umsatz sollte etwa bei 25 Millionen Euro liegen. Dagegen setzte der komplette Markt f├╝r "Bildtontr├Ąger", dazu geh├Âren vor allem DVDs und Blu-rays, 1291 Millionen Euro um, der Videoverleihmarkt erzielte davon 264 Millionen Euro.

F├╝r Internetanbieter, vor allem die Telekom, scheint VoD aber ein interessantes Zusatzangebot zu sein, das beim Verkauf von so genannten Triple-Play-Paketen hilft. Bei diesen Paketen bieten T-Online, Alice, Arcor oder Kabelnetzbetreiber Internet, Telefon und Fernsehen in einem Paket. Als Erg├Ąnzung zu diesem, zu festen Zeiten laufenden, TV-Programm, gibt es von fast jedem Anbieter ein VoD-Angebot. Dabei wird neben Telefon und Internet auch Fernsehen ├╝ber den Anschluss ├╝bertragen. Statt RTL oder ARD ├╝ber DVB-T oder Satellit zu empfangen, empf├Ąngt man die Sender ├╝ber den Internetanschluss. Zus├Ątzlich zu einem Modem erh├Ąlt der Nutzer einen Medien-Receiver, der an einen Fernseher angeschlossen wird. T-Online erm├Âglicht seinen Kunden den Zugriff auf die Videoload-Videodaten, Arcor auf die eigene Videothek. Bisher nur kleine Angebote bietet Konkurreten wie Alice oder Kabel Deutschland.

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