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Test Airport Express

19.07.2012 | 18:02 Uhr | Markus Schelhorn

Der kleine WLAN-Router Airport Express wurde von Apple gründlich überarbeitet. Wir testen, was die kleine Box leistet

Die erste Airport Express , die es schon seit 2008 unverändert gibt, steckt man direkt in die Steckdose. Das hat sich mit der Airport geändert, denn der kleine WLAN-Router findet nun in einem Gehäuse Platz, dass exakt dem des Apple TV gleicht. Einzige Unterschiede: Das Airport Express ist Weiß statt Schwarz und bietet andere Anschlüsse an seiner Rückseite. Hier findet man neben dem Stromanschluss zwei Ethernet-Ports (lediglich 10/100BaseT), die für verschiedene Anschlussarten sehr gut zu gebrauchen sind. Per USB lässt sich zudem ein Drucker anschließen, der allerdings auf diesem Weg nicht Airprint-fähig wird. Auch die Airport Extreme kann dies nicht, dafür bietet die Extreme-Version die Möglichkeit, eine USB-Festplatte anzuschließen und diese so zur NAS zu verwandeln, die auch Time Machine unterstützt.

Die Einrichtung

Apple gestaltet es so einfach wie möglich, den Router einzurichten. Das gelingt direkt mit Board-Mitteln sowohl am iPad über „Einstellungen > WLAN“ als auch am Mac mit dem Tool „Airport-Dienstprogramm“. Alle gängigen Einstell- und Sicherheitsoptionen sind verfügbar und auch wenn man das WLAN nicht wie bei anderen Routern direkt am Gerät aus- und einschalten kann, lässt sich auf Wunsch doch angeben, zu welcher Zeit man das WLAN aktivieren möchte. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, ein Gastzugang einzurichten. Dieser Zugang ist gegenüber dem normalen Zugang etwas eingeschränkt.

Leistung

Schon die erste Airport Express kann den schnelleren Standard 802.11n verwenden, der das 5-GHZ-Band nutzt. Die langsameren Standards 802.11b und –g funken auf dem 2,4 GHz-Band. Während man sich bei der ersten Airport Express für eines der Frequenzbänder entscheiden muss, kann die neue Airport Express beide simultan verwenden. Die Geschwindigkeit der neuen Airport Express hat deutlich zugelegt, reicht aber an die der Airport Extreme nicht heran. Bei der Reichweite hat sich nichts geändert, sie bleibt bei unserem Praxistest im Gebäude bei rund 25 Meter. Die Extreme-Version reicht rund zwei Meter weiter. Da die Antennen eingebaut sind und die Airport Express nur zwei verwendet, wird hier nicht das technisch mögliche ausgeschöpft.

Ergonomie

Die neue Airport Express verbraucht mit eingeschaltetem WLAN fünf Watt, sein Vorgänger mit 8,3 Watt und die Airport Extreme mit 7,8 Watt deutlich mehr. Somit liegt der Stromverbrauch der Airport Express 2012 auch im Vergleich zu den Routern anderer Hersteller am unteren Ende. Möchte man jedoch einen Internet-Zugang via DSL einrichten, muss man bedenken, dass das DSL-Modem zusätzlich rund fünf Watt verbraucht. Wer hier sparen möchte, sollte ein WLAN-Router mit eingebautem DSL-Modem kaufen, beispielsweise die Fritzbox 3370 oder das Linksys X3000.

Empfehlung

Die Apple Airport Express eignet sich sowohl für diejenigen, die einen möglichst einfach einzurichteten WLAN-Router als Basisstatin verwenden wollen und keine Zusatzfunktionen wie Festplattenunterstützung oder Mediaserver brauchen. Auch als Erweiterung des lokalen Netz (empfohlen mit Ethernet-Verbindung zur Basisstation) oder als Airplay-Client im Wohnzimmer eignet sich das Airport Express gut. Im direkten Leistungsvergleich mit gleichteuren WLAN-Routern muss sich die Airport Express geschlagen geben: Andere Router lassen sich zwar nicht so leicht einrichten, bieten aber eine bessere Reichweite, Übertragungsrate und Ausstattung.

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