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Webbasiertes Design-Programm Gravit

30.09.2015 | 11:25 Uhr | Thomas Hartmann

Gravit ist laut Anbieter das erste Pixel-Design-Programm, das im Web-Browser ohne spezielle Lizenz verwendet werden kann.

Gravit ist ein webbasiertes Design-Programm, das sich im Browser starten lĂ€sst, ohne vorher eine Software installieren zu mĂŒssen. Das Produkt will laut Entwickler "professionelle Design-Anwendungen" ins Netz bringen, Nutzer sollen von ĂŒberall auf ihre Projekte zugreifen und sie bearbeiten können. Das Produkt richtet sich Gravit zufolge sowohl an Einsteiger, die Facebook- und Twitter-Cover designen und Bilder bearbeiten wollen, als auch an Profis, die damit vektorisierte Pixelgrafiken erstellen können. DarĂŒber hinaus soll Gravit die Zusammenarbeit von Designern mit Unternehmen wesentlich vereinfachen: Anstatt EntwĂŒrfe mehrfach hin- und herschicken zu mĂŒssen und dabei ÄnderungswĂŒnsche gegebenenfalls nicht nachvollziehen zu können, bietet das Programm die gemeinsame Verwaltung von Projekten an. In diesem Rahmen können beide Seiten auf die Designs zugreifen, sie bearbeiten wie auch kommentieren.

Mitte Mai ging Gravit als Invitation-only-Projekt online. Innerhalb von sechs Wochen folgten dem Anbieter zufolge ĂŒber 1000 Nutzer der Einladung und registrierten sich, um mit der Erstellung unterschiedlichster Designs beginnen zu können. Gravit ist kostenfrei und bietet 500 MB Speicherplatz. Allerdings sollen in Zukunft GebĂŒhren fĂŒr Premium-Features und zusĂ€tzlichen Speicherplatz anfallen.

Da es das Angebot vorlĂ€ufig und in dem genannten Rahmen kostenlos gibt, klingt das nach einer attraktiven Gestaltungsmöglichkeit fĂŒr eigene EntwĂŒrfe. Wir haben uns also einfach mal bei Gravit angemeldet und erste Erfahrungen gesammelt. TatsĂ€chlich macht Gravit mit seiner coolen, im inzwischen verbreiteten stylischen Schwarz oder Anthrazit gehaltenen BenutzeroberflĂ€che einen professionellen und ansprechenden Eindruck. Die Eingewöhnung ist aber nicht ganz so intuitiv wie erhofft. So lassen sich zwar leicht eigene Bilder hochladen. Doch wie man ein versehentlich ausgewĂ€hltes wieder löscht, erschließt sich erst nach verschiedenen TestlĂ€ufen, direkt funktioniert es jedenfalls nicht. Dazu muss man erst zurĂŒck in die Übersicht gehen, das könnte besser gelöst sein. Auch wie man Text behandelt, wenn man etwa seine GrĂ¶ĂŸe verĂ€ndern will, ist erst nach einigen Versuchen klar. Man wĂ€hlt zwar den entsprechenden Font wie in einer Textverarbeitung aus, aber dessen SchriftgrĂ¶ĂŸe verĂ€ndert man durch die Eingabe von Höhe und Breite in numerischen Einheiten. Ist das einmal erkannt, klappt es allerdings prima.

Gravit bringt zudem jede Menge einfach gestalteter Grafiken mit, von Pfeilen bis zu Objekten wie HĂ€usern und Computer, wahlweise in Schwarz-Weiß oder Farbe. Auch diverse Polygone und Werkzeuge gehören zum Funktionsumfang. Die meisten Bearbeitungsoptionen sind direkt rund um das Bearbeitungsfenster verfĂŒgbar, einige andere Funktionen erhĂ€lt man ĂŒber ein mehrgliedriges MenĂŒ.

Alles in allem erscheint uns Gravit als sehr vielversprechend, um einfache oder komplexere Grafiken zu erstellen. Wie gĂŒnstig sich das Programm auch fĂŒr Gelegenheitsnutzer gestaltet, kommt auf die endgĂŒltige Preisgestaltung an. Unklar ist zum Beispiel noch, was ”Premiumfunktionen” sein sollen und was ein Speicherplatz grĂ¶ĂŸer als 500 MB kosten wird. Einen Blick wert sollte das Angebot allen an grafischen Gestaltungen Interessierten durchaus sein, mehr als eine kostenlose Registrierung ist dafĂŒr derzeit nicht erforderlich. FĂŒr Profis interessant ist zudem die Ebenenverwaltung sowie der SVG-Export, der bei uns aber noch nicht so recht klappen wollte.

 

 

 

 

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