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15 Jahre iPhone: Das Original im Test von 2007

30.06.2022 | 11:10 Uhr |

Ab dem 9. November wird das Apple iPhone auch in Deutschland erhältlich sein - exklusiv über T-Mobile. Lohnt sich das Warten? Die Antwort erfahren Sie bei uns, wir haben das Apple iPhone ausführlich getestet.

Gestern vor fünfzehn Jahren kam das erste iPhone in den Einzelhandel, vorerst in den USA. Wir haben kurz danach das Smartphone gekauft und getestet. Hier ist unser Test vom 20. September 2007. 

Nein, es gab keine hässlichen Szenen. Niemand prügelte sich um die besten Plätze, es gab keine Wutausbrüche wegen mangelnder Verfügbarkeit und auch das amerikanische Telefonnetz brach nicht zusammen. Insgesamt dürfte man den Verkaufsstart des iPhone schon deshalb als Erfolg vermelden.

Tage vorher hatte das noch ganz anders ausgesehen. Wohl noch nie war in den USA ein Stück Elektronik mit solch einer fast hysterischen Euphorie erwartet worden wie das iPhone von Apple. Sonys Playstation und die Xbox-Spielekonsole von Microsoft, für die willige Käufer schon nachts zuvor anstanden, wurden von den sich Tage zuvor bildenden Schlangen völlig in den Schatten gestellt. Keine große Online-Site, keine TV-Station, keine Zeitung, die am Tag X nicht über das iPhone berichtet hätte. Für Apple errechneten Marketing-Experten einen Werbeeffekt im Wert von einer halben Milliarde Dollar – allein durch den Hype, den Apple über ein halbes Jahr für das iPhone ausgelöst hat.

Übersicht: Alle News, Tests und Ratgeber rund um das Apple iPhone

Wir wollten natürlich wissen, wie es hier mit dem iPhone steht und haben uns ein Gerät aus den USA schicken lassen. Es war schon dort aktiviert, anders lässt es sich hierzulande nicht verwenden. Eine Sozialversicherungsnummer und eine US-Kreditkarte sind nämlich Voraussetzung – wer beides nicht hat, kann mit seinem Gerät nicht einmal Musik hören. Ausgestattet mit einer US-Telefonnummer verhält sich das iPhone im deutschen Netz aber ganz normal. Und abgesehen davon, dass der Rufaufbau wohl wegen des Roamings eine halbe Ewigkeit braucht, kann man mit dem iPhone auch hier ganz normal telefonieren. Weniger Glück hatten wir mit mobilen Datenverbindungen. Das EDGE-Netz mag unser iPhone nicht wirklich und steht meist nicht zur Verfügung. Immerhin ist es dafür unproblematisch, sich in ein WLAN-Netz einzuwählen. Verschlüsselungsart und Kennwort vorausgesetzt, surft und mailt man über WLAN am iPhone leidlich schnell. Und wenn das iPhone ein bekanntes WLAN findet, wählt es sich immer automatisch dort ein, auch wenn EDGE zur Verfügung steht. Wirklich sinnvoll ist es dennoch nicht, das iPhone jetzt schon hier zu verwenden. US-Nummer und Roaming-Gebühren lassen es ratsam erscheinen, noch bis Ende des Jahres abzuwarten – auch wenn es schwerfällt, wie unser Test auf den folgenden Seiten zeigt.

Telefon-Funktion

„Was ist das Wichtigste an einem Mobiltelefon? Dass man telefonieren kann!“ Steve Jobs simple Wahrheit, ausgesprochen bei der ersten Vorstellung des iPhone, soll gleich zweierlei zeigen: Mit vielen Telefonen ist es tatsächlich gar nicht so einfach, zu telefonieren, und Apple hat die Funktion beim iPhone in den Vordergrund gestellt. Um jemanden anzurufen, benötigt man tatsächlich nur drei Tippser mit dem Finger: Telefon-Button („Phone“), Adressbuch und den Namen des Anzurufenden auswählen – mehr ist nicht zu tun.

Auch sonst verbergen sich hinter dem „Phone“-Button die wichtigsten Funktionen: Wer zuletzt angerufen hat (verpasste Anrufe in Rot), wichtige Kontakte, eine Zahlentastatur und die Voicemailbox, die sich allerdings von hier aus nicht aktivieren ließ. Anrufer, so sie bekannt sind, zeigt das iPhone mit Namen und Bild, während des Telefonats zeigt das iPhone-Display die wichtigsten Optionen zum Makeln. Auch die integrierte Freisprechfunktion lässt sich per Fingertipp einschalten. Verwendet man die mitgelieferten Ohrhörer, signalisieren diese einen Anrufer, ein Knopfdruck am Kabel genügt, und eventuell laufende Musik wird ausgeblendet und man kann sprechen. Ein erneuter Knopfdruck beendet das Gespräch und setzt die Musik an der Stelle fort, an der man sie gestoppt hat.

Widgets – Besser als am Mac

Die Widgets von Dashboard haben sich einen festen Platz im Herzen der Mac-Anwender erobert. Kein Wunder, dass nun auch Windows-PC-Besitzer mit Vista in deren Genuss kommen. Wie genial diese kleinen Extra-Programme aber wirklich sind, zeigt sich erst am iPhone: Ein Fingertipp auf das Wetter-Icon, und die Vorhersage für die nächsten sechs Tage erscheint auf dem Display. Aktienkurse ruft man ebenso leicht ab – welcher Handy-Benutzer kann das schon von seinem Gerät behaupten. Widgets sind am iPhone deshalb so brauchbar, da sie schnell gezielt Informationen abfragen, ohne dass man sich erst langwierig durchs Internet hangeln muss.

Noch ist die Liste der iPhone-Widgets begrenzt, es werden aber sicher mehr werden: Kino- und Fernsehprogramm, Währungsrechner und RSS-Reader sind logische Kandidaten, die es am Mac längst gibt, die dem iPhone derzeit aber noch fehlen. Die wichtigsten Schlagzeilen aus Politik, Sport und so weiter auf Knopfdruck – die Chance wird sich Apple sicher nicht entgehen lassen.

Adressbuch – Die Schaltzentrale

Es sollte für ein Telefon das Herzstück sein, der Teil, auf den die Entwickler den meisten Wert legen: Ein Telefon ohne ein vernünftiges Adressbuch ist eine Qual – und das iPhone bewährt sich hier bestens. Die Kontaktlisten sind frei sortierbar, keine Information, die man nicht einem Kontakt hinzufügen könnte. Das Scrollen durch die Kontaktliste ist ein Genuss, man flippt sich durch die Namen, dass man gar nicht mehr aufhören möchte.

Der Datenabgleich mit dem Mac funktioniert, kein Wunder, perfekt und natürlich werden alle Einträge als solche erkannt, sprich, ein Fingertipp auf die Webadresse öffnet Safari, die Mail-Adresse eine neue Mail und die Telefonnummer ruft an. Nur eine Kleinigkeit haben wir zu kritisieren. Während man aus fast jeder Funktion im iPhone nach Adressen suchen kann, ist das beim Adressbuch selbst nicht möglich. Das heißt, wenn man jemanden anrufen will, muss man entweder die Nummer wissen oder sich durch die Adressliste hangeln. Gut möglich, dass ein Update das Problem demnächst behebt.

Termine – Spartanischer Assistent

Wer einmal versucht hat, auf dem winzigen Bildschirm eines Mobiltelefons Termine zu verwalten, weiß, dass das keine schöne Aufgabe ist. Am iPhone gelingt dies auf Grund des großen Monitors zwar gut, der Kalender ist den Entwicklern aber arg spartanisch geraten. Blau in Grau kommt der Kalender daher, nicht einmal die unterschiedlich farbigen Kalender aus iCal werden unterstützt. Eine Wochenübersicht, bei dem großen Bildschirm durchaus machbar, fehlt ebenso.

Zwar ist der Kalender des iPhone besser zu verwenden als bei anderen Mobiltelefonen, als Highlight kann man ihn aber nicht bezeichnen. Dafür gibt es aber nette Extras: Wecker, Stoppuhr und Timer sind zwar keine Sensationen, aber schön gemacht und einfach zu bedienen. Und als Mitglied des internationalen Jetsets outet sich, wer die Weltuhr verwendet: Jede größere Metropole mit aktueller Uhrzeit, per Fingerflippen scrollbar und eindeutig trés chic!

Mail – Fast vollwertiger Client

Mit einem vollwertigen Mail-Programm ist die Mail-Funktion am iPhone nicht zu vergleichen – sie ist aber um Welten besser als alles, was andere Mobiltelefone zu bieten haben. Das iPhone ruft praktisch jeden POP- oder IMAP-Account ab und zeigt nicht nur Text-, sondern auch HTML-Mails an. Fotos werden in Mails angezeigt und nicht, wie sonst üblich, als Anhänge. So hat man fast ein vollwertiges Mail-Programm, wenn auch auf einem sehr viel kleinerem Gerät. Immerhin lassen sich Mails in der Vergrößerung gut lesen und auch diverse Anhänge werden unterstützt.

Word- und Excel-Dateien zeigt das iPhone an, was in unserem Test hervorragend funktioniert. Weniger Glück haben wir mit großen PDF-Dateien, bei denen das iPhone lediglich die Bilder, nicht aber den ebenfalls enthaltenen Text wiedergibt. Zusätzlich stört noch, dass Mails auch bei einer schnellen Wifi-Verbindung nicht komplett vom Server geladen werden. Das führt dazu, dass man später, wenn man eine Mail lesen möchte, erneut eine Verbindung aufbauen muss. Steht dann kein Wifi zur Verfügung, muss das iPhone die langsamere EDGE-Verbindung nutzen, was lange dauern kann.

Internet – Die Welt in der Tasche

Mit dem Internet ist es am Handy noch viel schlimmer als mit Mails. Wer es je versucht hatte, ließ es schnell wieder bleiben. Mit dem iPhone könnte sich das ändern. Selbst eine volle Website wie die der Macwelt lässt sich dank des hochauflösenden Bildschirms in der Übersicht lesen, per Fingertippen vergrößert sich die Ansicht, wobei Safari gleich die Spaltenaufteilung einer Site berücksichtigt und den richtigen Ausschnitt anzeigt. So lässt sich schon ganz ordentlich im Internet surfen.

Doch das iPhone hat noch mehr zu bieten, was nicht einmal Apple verrät: Safari zeigt nicht nur PDFs an, auch Word- und Excel-Dateien zeigt der iPhone-Browser direkt im Fenster an. So gelingt es uns, im Intranet von IDG sämtliche relevanten Daten abzurufen – sicher ein gewichtiges Argument für Business-Anwender. Größter Nachteil ist das Fehlen von Flash – das Adobe-Format ist im Internet schon so verbreitet, dass Apple sich hier etwas überlegen muss.

Routenplaner – Take me Home

Ist das iPhone ein Navigationsgerät? Klare Antwort: Nein. Aber dank eines ausgeklügelten Google-Clients kann es mehr, als so manches „Navi“. Ein Beispiel: Per Google sucht man ein Restaurant (siehe unten) und kann sich mit wenigen Fingertipps den Weg zu seinem Ziel zeigen lassen. Der besondere Clou dabei ist, dass sich das iPhone bei der Adresssuche aller vorhandener Daten bedient. Gibt man als Beginn der Route einen Namen ein, sucht das iPhone erst im Adressbuch, danach im Internet.

Wir geben beispielsweise als Ziel „Starbucks“ ein, wählen das aus dem Stadtplan, das uns am nächsten erscheint, tippen anschließend auf das Routenplaner-Icon und geben unseren Namen als Startadresse ein. Nach wenigen Sekunden haben wir nicht nur die Route, sondern können diese auch noch aus der Vogelperspektive im Satellitenbild ansehen. Lediglich die Routenfahranweisung, die auf dem Bildschirm nur angezeigt wird, vermissen wir per Sprachausgabe. Damit wäre das iPhone schon fast ein echter „Navi“.

Musik – Das iPhone als iPod

„Der beste iPod, den wir je hatten“ – so bezeichnet Apple-Chef Steve Jobs das iPhone. Und tatsächlich, wer einmal mit dem iPhone seine Musiksammlung durchforstet hat, tut sich mit dem „herkömmlichen“ iPod, egal ob Shuffle, Nano oder Video, schwer. Das große Display ist eine Pracht, wenn es daran geht, Musiklisten durchzuscrollen oder Alben wie in iTunes per Coverflow durchzublättern. Wer sich je darüber beklagt hat, dass das iPhone die Haptik der CD vermissen lässt und die Musik im iPod „unpersönlich“ wird – im iPhone erlebt man die CD dank großflächiger Cover-Darstellungen neu.

Ansonsten tut das iPhone alles, was man von einem iPod gewohnt ist. Lediglich eine Suchfunktion, inzwischen sogar am iPod Nano vorhanden, gibt es beim iPhone merkwürdigerweise nicht. Und natürlich bleibt das Thema Speicherplatz: Vier beziehungsweise acht Gigabyte reichen für 100 bis 200 CDs. Das ist viel für einen Nano, für ein Gerät in der Größe eines 80-GB-iPod ist es eher wenig. So ist das iPhone als Ersatz für einen iPod nicht wirklich sinnvoll – für Nano- oder Shuffle-Fans ist es zu groß, für die anderen verfügt es über zu wenig Speicherplatz. Die vielen anderen Funktionen werden die meisten darüber hinwegtrösten. Wer nur einen neuen iPod sucht, sollte sicher noch etwas warten.

Video – Kino für die Hosentasche

Will man wirklich Filme sehen auf einem Bildschirm, der in etwa so groß ist wie eine Zigarettenschachtel? Die den Rezensenten selbst überraschende Antwort: Ja! Denn tatsächlich zählt beim Betrachten von Bildern weniger die physische Größe des Bildschirms als die Zahl der Bildpunkte. Einen iPhone-Film hält man sich mehr oder weniger nah vor die Nase, und dank der hohen Auflösung kommt, mit Ohrhörern und möglichst bei abgedunkeltem Licht, tatsächlich so etwas wie Kino-Feeling auf, wenn man seinen ersten Streifen am iPhone ansieht. Voraussetzung ist, dass man seine Filme in iTunes im iPod-Format abspeichert beziehungsweise konvertiert, was bei selbst aufgenommenen TV-Filmen eine langwierige Geschichte ist. Ein limitierender Faktor ist der Speicherplatz, rund 600 MB gehen pro Stunde Video drauf. Für ein paar Filme oder TV-Serienfolgen ist das iPhone aber bestens geeignet – und für mehr wird man es auch kaum verwenden wollen.

Filme aus dem Netz – Youtube

Bislang ist der Hype noch nicht so recht bei uns angekommen – in den USA werden hier schon die Stars von morgen gemacht. Das Phänomen Youtube, der inzwischen von Google gekauften Webplattform für den Austausch von jeder Art von Videofilmchen, hat nicht nur seine Gründer reich gemacht. Welche Filme gerade auf Youtube besonders erfolgreich laufen, ist in den USA Gesprächsthema, das Austauschen von Links auf besonders skurrile Fundstücke Hobby von Millionen. Da mag auch Apple nicht zurückstehen und hat kurz vor Verkaufsstart des iPhone noch einen besonderen Deal verkündet: Youtube-Filme können auch auf einem iPhone angesehen werden. Das Besondere dabei: Da das iPhone kein Flash abspielt, Youtube aber in diesem Format seine Filme anbietet, wandelt das Videoportal alle zig Millionen Filme in H.264 um. Das geht zwar nicht von heute auf morgen, bis Ende des Jahres soll die Umwandlung aber abgeschlossen sein.

So ist die Auswahl, die man derzeit mit dem iPhone ansehen kann, noch etwas eingeschränkt, was aber bei der puren Masse gar nicht so sehr ins Gewicht fällt. Und was man ansehen kann, läuft sehr gut. Keine langen Wartezeiten, eine akzeptable Bildqualität ohne Aussetzer – immer vorausgesetzt, man geht per WLAN ins Netz. Denn wie beim Zugang zum Internet und beim Verschicken größerer Mail-Anhänge gilt auch hier, dass ein Zugang über das Telefonnetz zu langsam ist, um wirklich Spaß an der Sache zu haben. Vorausgesetzt, Apple wählt nicht doch noch einen UMTS-Zugang für den europäischen Markt. Dann wäre das Problem nicht mehr so akut.

Fotos – Genial einfach

Fotos sind am Handy nun wirklich nichts Besonderes. Was also tun, um es besser zu machen als die Konkurrenz? Zunächst einmal übernimmt Apple im iPhone die bewährten Sortierungen aus iPhoto – Alben werden voll unterstützt und Fotos nach diesen sortiert. Alben lassen sich in Listenansicht mit dem Finger scrollen, ein Tipp auf das Bild zeigt dieses in Großansicht. Nun fängt bei anderen Handys das Gefummel an, bis man ein Querformatbild auch im Querformat angezeigt bekommt. Nicht so beim iPhone. Man dreht es um 90 Grad, und das Bild dreht sich mit und füllt den Bildschirm aus – alles ohne einen Knopfdruck. Dabei ist es sogar egal, ob man das iPhone rechts oder links herumdreht, das Bild dreht sich in alle Richtungen mit. Zum nächsten Bild gelangt man, indem man das angezeigte mit dem Finger zur Seite „wischt“ – fast so, als würde man ein Bild verschieben. Man kann sich Bilder auch als Diashow vorführen lassen und zwischen verschiedenen Übergängen wählen.

Anders als bei iPhoto zeigt das iPhone beim Scrollen durch eine Liste nicht das Datum der Bilder an, eine Funktion, die wir uns wünschen würden. Und das Kameramodul ist eher durchschnittlich, nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Andererseits wird sich auch niemand das iPhone wegen der eingebauten Kamera zulegen.

Google Earth – Alles finden

In einem von Apples iPhone-Werbefilmen wird es gezeigt – und es funktioniert tatsächlich perfekt. Die Suche nach einem „Starbucks“ in München zeigt uns auf der Karte gleich vier Lokalitäten. Ein Tipp auf eine der Nadeln zeigt die Lokalität, ein Tipp auf den blauen Pfeil zeigt weitere Informationen inklusive Telefonnummer und Internet-Adresse. Nun kann man entweder die Homepage ansurfen und sich dort näher informieren oder gleich die Nummer wählen. Die Technik funktioniert perfekt, lediglich die Verzeichnisse in Google lassen noch stark zu wünschen übrig. Nicht einmal der Mac-Händler Gravis ist so zu finden und auch das Restaurant-Verzeichnis ist noch recht dünn.

So muss, bis die Google-Maps-Suche gut funktioniert, vor allem noch Google die Hausaufgaben machen und mehr Adressen sammeln. Ist das einmal geschehen, hat man mit dem iPhone wirklich einen perfekten Begleiter, der nicht nur Restaurants und Läden findet, sondern einem auch gleich den Weg dorthin weist. Ein kleiner Wermutstropfen: Plug-ins, beispielsweise Verzeichnisse von Sehenswürdigkeiten, werden nicht unterstützt. Doch das wird sicher bald kommen.

Einstellungen – Immer schön einfach

Bei vielen Handys ist es die wichtigste Funktion: das Rücksetzen aller Einstellungen auf die Werkseinstellung. Die gibt es beim iPhone auch, jedoch sind die Einstellungsmöglichkeiten Apple-typisch spärlich, sodass man sich kaum verzetteln kann. Verschiedene Klingeltöne, Netzzugang, Mail-Accounts und diverse Programmeinstellungen der eher harmlosen Sorte führt das iPhone auf – sicher nicht genug, um es über die Einstellungen unbrauchbar zu machen. Einige Freundlichkeiten verbergen sich hier: Der Flugmodus schaltet alle Kommunikation ab, sodass man das iPhone auch im Flugzeug verwenden kann – oder wenn man ungestört Musik hören will.

Safari hat einen eingebauten Pop-up-Blocker, Mail-Accounts werden automatisch mit dem Mac synchronisiert, die Abfrage der PIN kann man deaktivieren, die Lautstärkebegrenzung des iPod lässt sich ausschalten (zumindest im US-Modell), bei der Diashow gibt es einen Zufallsmodus und manches mehr. Das Einzige, was uns wirklich stört, ist, dass man keine Songs als Klingel- oder sonstige Töne verwenden kann. Überhaupt ist man auf die angebotenen Töne beschränkt, was mehr als ärgerlich ist. Wir vermuten, dass Apple hier einem Konflikt mit Musikanbietern aus dem Weg geht – andere, Nokia etwa, sind da weiter.

Netzwerk und Roaming – EDGE oder Wi-Fi & Bildergalerie

Es ist das am meisten kritisierte „Feature“ des iPhone – und das zurecht. Der mobile Datenzugang über die veraltete EDGE-Technologie ist alles andere als schnell und komfortabel. Bei uns gelingen nur wenige Versuche, überhaupt eine EDGE-Verbindung aufzubauen, und wenn es klappt, ist diese furchtbar langsam. Die mobile Datenverbindung ist aber eines der Kernelemente des iPhone, auch wenn man Wi-Fi verwenden kann. Doch Wi-Fi gibt es nicht so häufig, und zu Hause oder im Büro hat man einen Mac oder PC.

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