2475140

Zenkit – Projektmanagement-Tool für große Teams

13.12.2019 | 08:32 Uhr | Halyna Kubiv

Wer schon an einem Projekt im Team gearbeitet hat, weiß um die Schwierigkeiten der Kommunikation.

Wer ein Projekt zusammen mit Kollegen, dazu noch rechtzeitig erledigen muss, weiß, dass die schnelle und gut organisierte Kommunikation fast  am Wichtigsten ist. Wo war doch meine Datei zur Seite 50 im Heft? Und wo liegen die Fotos, die wir für die nächste Woche brauchen? Und wozu braucht man sie überhaupt? Arbeiten noch ein paar Kollegen von extern, ist das Chaos vorprogrammiert.

Wir haben uns für ein kleines Planungsprojekt im Redaktionsteam das Tool Zenkit installiert und mehrere Wochen damit experimentiert. Wer Erfahrung mit Trello hat, einem weiteren guten Organisations-Tool, wird sich mit Zenkit schnell zurechtfinden.

Hier geht es zu Zenkit

Man arbeitet hier mit sogenannten Workspaces, das sind Sammlungen von einzelnen Aufgaben oder dazugehörenden To-Do-Listen, Phasen, die eine einzelne Aufgabe bis zur Erledigung durchlaufen muss sowie mit Team-Mitgliedern, die man per Mail einladen kann. In der Grundansicht ist die Kanban-Variante eingestellt, hier kann man schnell nachschauen, auf welchem Stadium sich die jeweilige Aufgabe befindet und wer sie bis wann erledigen kann. Die Nutzer können die einzelnen Aufgaben den Kollegen zuweisen, ganz praktisch, denn mit der Benachrichtigung öffnet sich die sämtliche Aufgaben-Karte. Hier sollen idealerweise alle notwendigen Infos vorhanden sein, die für diese Aufgabe notwendig sind: Neben dem Datum lässt sich eine zusätzliche To-Do-Liste definieren, das Tool bietet eine Möglichkeit, über zusätzliche Felder Links, Zahlen und mehr dort hinzufügen. Man muss so nicht in den unendlichen iMessage-Chats durchwühlen, wo denn der Kollege den Link zu der Team-Cloud mit den Pages-Dokumenten gepostet hat. Man kann eine einzelne Aufgabe abonnieren und so nachverfolgen, wie weit sie ist. Etwas schade finden wir, dass man nicht die kompletten Phasen im Projekt abonnieren konnte. So wäre es möglich, passende Aufgaben sich zu schnappen, ohne den Kollegen nochmals Bescheid zu geben.

Projekt in Zenkit
Vergrößern Projekt in Zenkit
© Zenkit

Neben der Basis-Ansicht Kanban, also nach Phasen, bietet Zenkit andere Sortier- und Darstellungsmöglichkeiten. Die nützlichste ist wohl sicherlich die Kalender-Ansicht, hier wird in einem Kalenderfenster dargestellt, wann welche Aufgabe erledigt werden muss. Ein Klick auf die Tabellendarstellung fasst die Projektdaten nach definierten Feldern zusammen, praktisch, wenn man den Zeitaufwand oder Kosten schnell berechnen will.

Kalender-Ansicht
Vergrößern Kalender-Ansicht
© Zenkit

Zenkit ist im Web im beliebigen Browser verfügbar, das Programm kann man sich aber als Stand-Alone-App auf dem Mac oder auf dem iPhone installieren, andere Plattformen sind ebenfalls unterstützt. Das Tool unterstützt einen Offline-Modus, man kann also seine Änderungen auch unterwegs eintragen, selbst wenn kein Netz zur Verfügung steht.

Wir hatten in unserem kurzen Test nicht alle Funktionen ausprobieren können, die sämtliche Liste steht im Unternehmensblog zur Verfügung . Bei kleineren Projekten bis zu drei Nutzer kann man das Tool kostenlos ausprobieren, bei der kostenlosen Version ist die Liste der verfügbaren Funktionen relativ kurz. Beim Plus-Abo für 9 Euro pro Nutzer und pro Monat kann man auf 6 GB Datenspeicher zugreifen, der Hersteller verspricht einen frühzeitigen Zugriff auf die neuen Funktionen. Den Umstieg macht der Entwickler ebenfalls leicht, man kann seine Projekt-Daten als CSV-Datei hochladen, oder alternativ von Trello, Asana und Wunderlist umsteigen. Apropos Wunderlist: Microsoft hat vor Kurzem bekannt gegeben, dass die App nach dem 6. Mai 2020 eingestellt wird. Perfektes Timing also für den Umstieg.

Macwelt Marktplatz

2475140