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Zugriffszeit

01.10.2008 | 12:39 Uhr |

Zugriffszeit

Die Zeitspanne, die zwischen Absenden beispielsweise eines Lesebefehls bis zum Eintreffen der Daten vergeht, nennt man Zugriffszeit. Bei magnetischen Festplatten liegt sie in der Regel zwischen sieben und 14 Millisekunden, je nachdem welche Entfernung der Schreib-Lesekopf bis zum Ziel zurücklegen muss.

Auch hier sind Flash-Laufwerke im Vorteil. Es gibt keine mechanisch zu bewegenden Komponenten, die Daten liegen also wesentlich schneller vor. Wir messen im Test Werte zwischen 0,1 und 0,5 Millisekunden. Das ist um Welten besser im Vergleich zu magnetischen Festplatten.

Wir messen Zugriffszeiten zwischen 0,1 und 0,5 Millisekunden. Das ist um Welten besser im Vergleich zu magnetischen Festplatten

Um die Festplatte im Macbook zu tauschen, muss man den Akku entnehmen und die Abdeckung der Speichermodule entfernen.
Vergrößern Um die Festplatte im Macbook zu tauschen, muss man den Akku entnehmen und die Abdeckung der Speichermodule entfernen.

Die Zugriffszeit ist ein Punkt, der sich besonders auf die "gefühlte" Geschwindigkeit eines Mac auswirkt. Mit einem Flash-Laufwerk ausgerüstet, öffnen sich Programme schneller, die Reaktion auf Mausbewegungen oder Klicks erfolgt meist ohne spürbare Verzögerung. Allerdings spielt hier auch der Cache eine große Rolle. Beim Photofast CR-9000, der ganz ohne Cache auskommen muss, bemerken wir immer wieder kurze "Hänger", während derer das Laufwerk Daten schreibt. Das passiert sehr häufig beim Booten des Systems aber auch beim Starten von Programmen, wie zum Beispiel Word 2008. Photofast ist sich des Problems bewusst und weist darauf hin, dass man schnelle SLC-SD-Karten benutzen soll, wenn man von dem CR-9000 booten will. Diese sind jedoch bei gleicher Kapazität wesentlich teurer.

Stromverbrauch und Lautheit

Theoretisch müssten Flash-Speicher weniger Strom verbrauchen als mag-netische Platten. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Bei den Herstellerangaben liegen die Platten in etwa gleichauf. Wir messen bei einigen Flash-Laufwerken jedoch bis zu 800 Milliampere bei intensiven Schreibzugriffen. Das ist deutlich mehr als bei magnetischen Laufwerken. Im Test erhalten wir die Bestätigung: die Akku-Laufzeit unseres Testrechners (ein Macbook) verringert sich um bis zu eine Stunde. Besonders die Platte von Intel geht hier mit dem Strom verschwenderisch um. Allerdings sorgt unser Testszenario für eine konstant hohe Belastung mit Zugriffen auf die Laufwerke. Da die Flash-Platten wesentlich schneller arbeiten, schaffen sie auch deutlich mehr Zugriffe pro Zeiteinheit. Im normalen Praxiseinsatz dürfte sich die Abweichung der Akku-Laufzeit daher relativieren. Viel Strom sparen kann man jedoch durch den Einsatz der aktuellen Flash-Laufwerke nicht.

Grundsätzlich sind 2,5-Zoll-Festplatten inzwischen sehr leise. Mit 0,2 bis 0,5 Sone liegen sie an der Grenze der menschlichen Hörschwelle. Flash-Laufwerke sind in dieser Disziplin allerdings noch besser, denn da sie keinerlei bewegte Komponenten enthalten, erzeugen sie überhaupt keine Geräusche.

Auch gegen Erschütterungen zeigen sich Flash-Festplatten robuster. Erschütterungen von 1000 bis 1500 G statt den typischen 300 G bis 400 G herkömmlicher 2,5-Zoll-Festplatten sind hier durchaus erlaubt. Etwas problematischer verhält sich der SD-Karten-Adapter von Photofast. Die Karten-Slots vertragen nur bis zu einem gewissen Grad Stöße und Vibrationen. Dennoch gibt der Hersteller 1500 G maximale Stoßfestigkeit an. Im Test treten keine Probleme auf. cm

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