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Zuwachs – Mammut-iMac

19.10.2006 | 13:11 Uhr |

Zuwachs – Mammut-iMac

Leistungsvergleich iMac und Mac Mini
Vergrößern Leistungsvergleich iMac und Mac Mini

Ganz neu in der iMac-Reihe ist das 24-Zoll-Modell. Damit reagiert Apple offensichtlich auf die klaffende Lücke zwischen dem kleinsten Mac Pro und dem ehemals größten iMac mit 20 Zoll Display.

Der 24-Zoll-iMac ist ein echter Gigant. Im Vergleich dazu wirken das 20-Zoll und vor allem das 17-Zoll-Modell wie Spielzeug. Das Display arbeitet mit einer Auflösung von 1920 mal 1200 Punkte, das ist mehr als HDTV darstellen kann. Damit eignet sich der High-End-iMac besonders für den Einsatz im Video- oder Audioschnitt sowie für die klassischen Anwendungsgebiete in DTP, Layout und in der Bildverarbeitung.

Neben dem großen Monitor verfügt der 24-Zoll-iMac als einziger Vertreter der iMac-Baureihe über einen Firewire-800-Anschluss. Auch dies lässt darauf schließen, dass Apple vorwiegend professionell arbeitende Klientel als Kunden im Sinn hat. Auch der Grafikchip ist eine Klasse besser als bei den anderen iMac-Modellen. Apple setzt im 24-Zoll-Modell einen Geforce 7300 GT von Nvidia ein, der auf 128 Megabyte Video-RAM zugreift. Die anderen Modelle arbeiten wie gehabt mit dem Radeon X1600 von ATI, ebenfalls mit 128 Megabyte Video-RAM. Lediglich der preisgünstigste iMac muss mit der Chipsatz-Grafik GMA-950 auskommen.

Ab Werk arbeitet der Bolide mit einem Core 2 Duo, der mit 2,16 Gigahertz getaktet ist. Legt man 250 Euro drauf, bekommt man auch die derzeit schnellste Chipvariante mit 2,33 Gigahertz. Ebenfalls gegen Aufpreis kann man das iMac-Flaggschiff mit einem Geforce 7600 GT und 256 Megabyte Video-RAM bekommen. Damit wendet sich der Rechner an Hardcore-Spielernaturen oder an Profis, die viel mit Core-Image- und Core-Video-Anwendungen arbeiten.

iMacs im Macwelt-Benchmark

Im Macwelt-Testcenter interessiert uns vor allem der Geschwindigkeitszuwachs durch die neue Intel-CPU. Da trifft es sich gut, dass wir gerade im vergangen Monat den Edu-iMac getestet haben. Er unterscheidet sich nur durch den verwendeten Hauptprozessor von dem neuen 17-Zoll-Einsteiger-iMac. Die ersten Tests sind allerdings ernüchternd. Beim MP3-Kodieren in iTunes liefert der neue iMac nur knapp vier Prozent mehr Leistung. Beim MPEG-2-Kodieren in Toast sind es immerhin fast 20 Prozent. Auf die von Intel versprochenen 40 Prozent kommen wir nur in Garageband. Hier schafft der neue iMac 17 statt 12 Spuren.

Im Durchschnitt erreicht der Chip etwa zehn Prozent mehr Leistung. Man muss allerdings dazu sagen, dass der kleinste iMac mit einem etwas abgespeckten Core 2 Duo arbeitet. Im Gegensatz zu den großen Brüdern verfügt er nur über zwei, statt vier Megabyte Level-2-Cache.

Und so liegt die Rechenleistung des 24-Zoll-Modells deutlich über den Vorgänger- iMacs . Das neue Flaggschiff übertrifft unser Referenzsystem, einen iMac G5 mit 1,8 GHz Takt insgesamt um den Faktor 3,5 – ein deutlicher Abstand. Hier spielt allerdings auch der Grafikchip eine große Rolle. Der Nvidia-Prozessor, den Apple im 24-Zoll-iMac einsetzt, liefert eine ordentliche Leistung im 3D-Bereich. Die Framerate in Doom 3 erreicht fast den doppelten Wert im Vergleich zum vorherigen Flaggschiff, dem 20-Zoll-Modell. In Core-Image-Anwendungen, wie beispielsweise Imaginator sieht das jedoch anders aus. Hier ist der Grafikchip von ATI deutlich überlegen was sich positiv auf die Gesamtleistung auswirkt.

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