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iClock 5.0: Klassische Mac-Uhr neu aufgelegt

02.05.2019 | 15:55 Uhr | Thomas Hartmann

Mit iClock 5.0 kann man nicht nur Apples Uhrzeitanzeige ersetzen, sondern sehr viel mehr. Und jede Menge Zeit mit dem Tool verbringen.

Mit der Apple-Systemeinstellung hat man es leicht, denn hier lässt sich in wenigen Schritten unter ”Datum & Uhrzeit” nur wenig für die Anzeige des aktuellen Datums und der Uhrzeit in der Systemmenüleiste justieren. Hat man das einmal für sich eingerichtet, denkt man vermutlich nie wieder daran, sondern lässt es, wie es ist. Wir haben es schon immer praktisch gefunden, für manche Zwecke auch die Sekunden mitlaufen zu lassen, und auch die Anzeige des Datums. Fertig.

Bekannte Mac-Softwareschmiede seit den Neunzigern

Ganz anders das schon lange verfügbare Tool iClock von Plum Amazing , einer Softwareschmiede, die es bereits seit 1995 gibt und die bekannte Programme wie Copy Paste, iWatermark, yKey oder eben iClock zu bieten hat. Inzwischen hat man sich zusätzlich auf andere Plattformen vorgewagt, außer dem Mac auch Windows und iOS sowie Android. Doch die gewissermaßen guten alten Mac-Applikationen findet man immer noch auch für das aktuelle macOS.

iClock ist nun in der Version 5.0 erschienen. Und geizt keinesfalls mit Optionen und Einstellungsmöglichkeiten.

iClock: Mehr als nur Ersatzuhr

Angefangen natürlich bei der Anzeige von Uhr und Datum in der Systemmenüleiste anstelle der integrierten des Macs, doch wesentlich variantenreicher, als es die Apple-Systemeinstellung erlaubt. Hier gibt es mit iClock 5.0 etwa die Option, die Schrift selbstständig zu bestimmen, ebenso wie die Größe, Schattenwurf, ob etwas blinkt oder die ganze Systemmenüleiste sich bewegt. Auch die unterschiedlichsten Zeitzonen kann man direkt abrufen und weitere Städte hinzufügen. Wir können den Mondlauf anzeigen und einen ganzen Kalender bei Klick auf das aktuelle Datum einblenden lassen. Was freilich nicht geht, ist eine Anzeige wie "1. Mai 2019”, den Monatsnamen gibt das Tool leider nicht her. Dafür kann man seinen Apple- oder Google-Kalender nach Anmeldung integrieren und sich alle möglichen Feiertage von buddhistisch über christlich bis islamisch anzeigen lassen.

So hat man wirklich genug zu tun, um sich durch sämtliche Settings zu hangeln und diese notfalls auch mit der englischsprachigen Website-Hilfe zu verstehen. Man man Uhrzeiten für die verschiedensten Städte direkt auf den Bildschirm oder den Desktop zaubern, für die Anzeige gibt es wieder zahlreiche Optionen. Klänge aus dem System, vom Entwickler oder aus iMovie sind aktivierbar. Es gibt automatische Alarmhinweise für ausgesuchte Events, einen Countdown-Timer, und sogar das Erscheinungsbild fürs ganze System ”Hell” oder ”Dunkel” lässt sich nach entsprechender Genehmigung für iClock 5.0 direkt aus dem Tool heraus umschalten.

Nette Idee: Bildschirmpause mit Take 5

Damit man nicht allzu viel Zeit mit diesen oder anderen Aufgaben am Mac verbringt, sondern sich ab und zu eine Pause gönnt gibt es noch die Funktion Take 5. Hier lässt sich einstellen, wie oft das Fenster einen an eine Unterbrechung von Bildschirm erinnern soll und wie lange. Leider ist das berühmte Jazz-Stück "Take 5" nicht im Lieferumfang der Software, man kann aber jede beliebige MP3-Dateien auswählen und sie sich während der Pause vorspielen lassen. Was bei uns bisher leider aus ungeklärten Gründen aber nicht funktioniert.

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

iClock for Mac liegt jetzt in Version 5.0.2 vor und läuft ab macOS 10.11. Beim Entwickler selbst zahlt man dafür 16 Euro. Im Mac App Store gibt es das Tool für die erste Zeit kostenlos, danach startet ein Abo, das man monatlich oder jährlich bezahlen kann. Die Funktionalität ist bei beiden prinzipiell gleich, teilt Plum Amazing auf seiner Website mit.

Fazit und Empfehlung

Ein solches Tool findet man heute kaum noch – es hat eine fast liebenswürdige Umständlichkeit, weil es auf kleinem Platz unglaublich viele Optionen bietet. Heute ist Software oft schnell und einfach gebaut, was die Möglichkeit des Nutzers betrifft. Für iClock muss man sich erst einmal Zeit nehmen, um davon zu profitieren. Und 16 Euro ist für eine solche Art Programm, wie man sie früher als Shareware kannte, auch nicht billig, wenn man sie nur als einfachen Uhrenersatz in der Systemleiste nutzen will. Man sollte also Grund und Gelegenheit dafür haben, um iClock for Mac auch einsetzen zu wollen. Dann erhält man umfassende Optionen rund um Zeit und Datum und anderes mehr. Schade, dass es in unserer Version mit der Musik im Rahmen der Bildschirmpause Take 5 nicht klappte …

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