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iPad Pro 2020 mit 6 GB RAM

19.03.2020 | 10:00 Uhr |

Ganz plötzlich hat Apple auf seiner Webseite ein neues iPad Pro prĂ€sentiert. Mit dem neuen Tablet will Apple nun endgĂŒltig unter Beweis stellen, dass man heutzutage zum Arbeiten nicht mehr auf einen Laptop angewiesen ist. Neue Kamera, neues Display, neuer Prozessor – doch das ist nicht genug. Eine weitere Neuerung betrifft die RAM-Ausstattung.

Ganz heimlich, still und leise hat Apple heute seine iPad-Produktpalette um ein neues iPad Pro erweitert – und das hat es echt in sich. Das VorgĂ€ngermodell war bereits extrem leistungsstark, doch mit dem aktuellen iPad Pro will Apple anscheinend nun beweisen, was es in Sachen Tablet so kann. Laut Apple handelt es sich beim neuen iPad Pro um "eine magische FlĂ€che aus Glas", darĂŒber hinaus sei es so schnell, "dass die meisten PC-Laptops nicht mitkommen". Was Apple genau damit meint, klĂ€ren wir in diesem Artikel.

6 GB RAM in allem Modellen

Das VorgĂ€ngermodell aus dem Jahr 2018 wurde standardmĂ€ĂŸig mit 4 GB ausgestattet, einzige Ausnahme war das Modell mit 1 TB Speicherplatz und 6 GB RAM. Wie sich nun herausstellt, werden alle neue iPad Pro Modelle serienmĂ€ĂŸig mit 6GB RAM ausgeliefert. Mehr Arbeitsspeicher in Kombination mit dem neuen A12Z-Prozessor ermöglichen es dem iPad Pro, somit noch anspruchsvollere Aufgaben zu bewĂ€ltigen. Dabei ist der Prozessor im Wesentlichen der Gleiche wie im iPad Pro 2018. Nur war es damals aus technischen GrĂŒnden nicht möglich, alle acht Kerne der CPU zu nutzen, sondern nur sieben. Die Produktionstechnik hat aber nun entsprechende Fortschritte gemacht, so dass auch der achte Kern aktiv ist. In der Performance gibt es aber kaum einen Unterschied, wie uns auch der Gravis-Experte Christian Kauz im Interview verrĂ€t:

Altes Design, neue Kamera mit NASA-Technologie

Rein optisch hat sich beim neuen iPad Pro nicht viel getan, lediglich auf der RĂŒckseite befindet sich nun ein neues Kamerasystem. DarĂŒber hinaus bleibt Apple seiner bisherigen iPad-Strategie treu und verkauft das neue iPad Pro genau wie sein VorgĂ€ngermodell lediglich in den Farben Space Grey und Silber. 

Die Vorderseite ist mit dem VorgÀngermodell optisch identisch, dank des neuen Kamerasystems kann man jedoch das aktuelle Pro-Modell vom alten unterscheiden. Denn nun stattet Apple die neuen iPad-Pro-Modelle mit einer Kamera aus, die wie bereits vom iPhone 11 und iPhone 11 Pro kennen: Die Kameras befinden sich in einer quadratischen Ausbuchtung. Neu ist die 10-MP-Ultraweitwinkelkamera, ansonsten ist auch die bereits bekannte 12-MP-Weitwinkelkamera mit an Bord, mit denen man wie gewohnt Videoaufnahmen in 4K machen kann.

Das neue iPad Pro kommt mit einer Dual-Kamera und einem neuen Sensor.
VergrĂ¶ĂŸern Das neue iPad Pro kommt mit einer Dual-Kamera und einem neuen Sensor.
© Apple

Ebenfalls neu ist der LiDAR Scanner. Dieser bestimmt Distanzen, indem gemessen wird, wie lange es dauert, bis Licht ein Objekt erreicht und wieder zurĂŒckkommt. "Diese Technologie ist so fortschrittlich, dass die NASA sie bei der nĂ€chsten Marsmission nutzen wird", erklĂ€rt Apple. "Und wir haben sie jetzt so ĂŒberarbeitet, dass sie ins dĂŒnne und leichte iPad Pro passt."

Demnach misst der speziell entwickelte LiDAR Scanner die Lichtlaufzeit, indem er das reflektierte Licht aus bis zu fĂŒnf Metern erkennt – und zwar drinnen und draußen. "Das funktioniert auf Photonen-Ebene und auf Nanosekunden genau, und eröffnet fantastische Möglichkeiten fĂŒr Augmented Reality und mehr", so Apple. Da Apple beim neuen iPad Pro auf die dritte Kamera, die Telekamera, verzichtet, findet der neue LiDAR Scanner an deren Stelle Platz. 

"Der LiDAR Scanner funktioniert mit den Pro Kameras, Bewegungs­sensoren und Frameworks in iPadOS, um Tiefe zu messen. Diese Kombination aus Hardware, Software und beispielloser Innovation macht das iPad Pro zum besten GerĂ€t fĂŒr Augmented Reality", schreibt Apple. So können beispielsweise AR Objekte vor und hinter realen Strukturen bewegt werden, auch die Bewegungserfassung und Verdeckung von Personen sind durch den Scanner deutlich prĂ€ziser. 

"Ein fortschrittlicheres mobiles Display? Viel GlĂŒck bei der Suche"

Mit diesem Display klopft sich Apple selbst auf die Schulter.
VergrĂ¶ĂŸern Mit diesem Display klopft sich Apple selbst auf die Schulter.
© Apple

Das Display vom neuen iPad Pro soll anscheinend besonders beeindruckend sein, immerhin behauptet Apple, dass sich in dem neuen Tablet das aktuell fortschrittlichste mobile Display aller Zeiten befindet. Das heißt: "beste Farbgenauigkeit der Branche", 120 Hz, 600 NITS, extrem geringe Spiegelung, True Tone und großer P3 Farbraum. 

"Kurz gesagt, diese Features machen es zum fortschrittlichsten mobilen Display der Welt", so Apple. 

Dank A12Z Bionic: iPad Pro schneller als ein PC? 

Genau das behauptet zumindest Apple: "Mit dem A12Z Bionic Chip ist das iPad Pro schneller als die meisten PC-Laptops, die es heute gibt." Clever von Apple, dass es mit dieser Formulierung etwas Spielraum lĂ€sst. Denn andern Falls könnte man sich schon fragen, warum man ĂŒberhaupt noch ein Macbook kaufen sollte. 

"Der 8‑Core Grafik­prozessor bringt noch mehr Performance und Realismus fĂŒr die Apps und Spiele, bei denen es am meisten darauf ankommt", verspricht Apple.

Laut Apple ist der A12Z Bionic besonders fĂŒr Pro Apps gemacht. Demnach liefert der 8‑Core Grafik­prozessor eine flĂŒssige Performance fĂŒr Dinge wie 4K Video­bearbeitung, 3D Design und Augmented Reality. Das WĂ€rme­management wurde ebenfalls verbessert und erhöht somit die Spitzen­performance. Allerdings war es bei den letzten Generationen des iPad Pro ĂŒblich, den neuesten A-Chip mit Anpassungen an das Tablet-Format zu erhalten. Das iPad Pro 2020 erhĂ€lt jedoch eine Abwandlung eines A12-Prozessors wie im iPhone XS, wobei der A13 mittlerweile ein halbes Jahr auf dem Markt ist.

Das iPad Pro kann jetzt schweben: Neue Case-Tastatur mit Trackpad

Apple hat nicht nur das iPad selbst ĂŒberarbeitet, sondern auch das Tastatur-Case, in welchem man das Tablet magnetisch sichert und somit jederzeit transportieren kann. Allerdings hat Apple hierbei gleich mehrere Neuerungen vorgenommen: 

Das Tippen auf dem neuen Magic Keyboard soll sich demnach so gut wie noch nie anfĂŒhlen. Apple hat eine fĂŒr das iPad Pro normalgroße Tastatur mit separaten festen Tasten und einem Scherenmechanismus mit 1 mm Tastenhub entwickelt. "Es hat ein Trackpad, um völlig neu mit iPadOS zu arbeiten, einen USB‑C Anschluss zum Pass-Through Laden und es schĂŒtzt Vorder‑ und RĂŒckseite. Mit einem neuen freischwebenden Design hĂ€lt das iPad Pro magnetisch und du kannst dir stufenlos den perfekten Betrachtungs­winkel einstellen."

Das neue iPad Pro kann dank Magic Keyboard nun "schweben"
VergrĂ¶ĂŸern Das neue iPad Pro kann dank Magic Keyboard nun "schweben"
© Apple

Über den USB-C-Anschluss lassen sich beispielsweise Zubehör, wie Kameras, Festplatten oder weitere Displays anschließen. Mit dem neuen Trackpad ist es unter iPadOS nun auch ĂŒber die Tastatur direkt möglich, mittels Cursor auf dem iPad zu arbeiten. Dieser "passt sich dem Kontext an und wird zu dem Tool, das du brauchst – je nach dem, auf was du zeigst, ob Tasten, App‑Symbole und Text", so Apple. "Er ist perfekt fĂŒr Aufgaben, fĂŒr die du etwas mehr PrĂ€zision brauchst, wie Tabellen erstellen oder Text bearbeiten. Und zusĂ€tzlich helfen dir die intuitiven Trackpad Gesten vieles mit iPadOS zu erledigen."

Das neue Magic Keyboard ist zwar cool, aber auch nicht gerade günstig.
VergrĂ¶ĂŸern Das neue Magic Keyboard ist zwar cool, aber auch nicht gerade gĂŒnstig.
© Apple

Wir sind gespannt, ob das neue Trackpad vielleicht eine attraktive Alternative zum Apple Pencil ist. 

Preis, Konfigurationen und Erscheinungsdatum

Das neue iPad Pro ist ab dem 25. MĂ€rz erhĂ€ltlich , das neue Magic Keyboard kommt laut Apple jedoch erst spĂ€ter auf den Markt. Das ist vielleicht aber auch ganz gut, denn somit haben Sie etwas Zeit, um auf das Zubehör zu sparen. Apple verlangt nĂ€mlich satte 339 Euro fĂŒr das Magic Keyboard fĂŒr das kleine iPad, wer die grĂ¶ĂŸere Variante haben möchte, zahlt rund 400 Euro.

Das iPad Pro erscheint mit einem 11-Zoll und 12,9-Zoll großen Display. Das kleinere Modell (nur mit Wi-Fi-Funktion) startet bei einem Preis von 879 Euro, das grĂ¶ĂŸere fĂ€ngt bei 1.099 Euro an. 

Apple liefert zudem das neue iPad Pro in neuen Speichervarianten: Die kleinste Option ist nun ein GerÀt mit 128 GB, die weiteren Staffelungen sind 256 GB, 512 GB und 1 TB. 

Bei dem teuersten iPad-Paket handelt es sich um das iPad Pro mit 12,9 Zoll, 1 TB Speicherplatz, Wi-Fi + Cellular (1.819 Euro) und dem neuen Keyboard fĂŒr insgesamt rund 2.219 Euro. Nur zum Vergleich: FĂŒr einen vergleichbaren Preis von rund 2.000 Euro bekommen Sie auch ein 13-Zoll großes MacBook Pro mit 2,4 GHz Quad-Core Prozessor, 256 GB Speicherplatz, Touch Bar und Touch ID und 8 GB RAM.

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