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iPad-Zubehör für Kreative – Teil 3

14.01.2020 | 08:37 Uhr |

Mit dem richtigen Zubehör macht das iPad noch mehr Spaß. Ein Überblick über Adapter, Hüllen und mehr.

Anker PowerPort Atom III Slim

Kleiner ist besser?

Ist man viel unterwegs mit seinem iPad, stellt sich auch immer wieder die Frage nach platzsparendem Zubehör. Die neuen Netzteile mit dem Zusatz Atom von Anker bieten sich hier besonders an. Im letzten iPad Business Zubehör Artikel hatte ich das kleine USB-C Netzteil PowerPort Atom PD 1 vorgestellt, jetzt habe ich ein noch interessanteres Produkt von Anker im Test.

Das PowerPort Atom III bietet nicht nur einen USB-C Anschluss mit 45 Watt, sondern auch drei USB-A Anschlüsse mit zusammen 20 Watt. An USB-A werden maximal 2,4 A pro Anschluss zur Verfügung gestellt. Das reicht für ein iPad mit Lightning-Anschluss. Am USB-C liegen 5V/2,4A, 9V/3A, 15V/4A und 20V/2,25A an. Das gibt einer Vielzahl an Geräten die Möglichkeit Strom zu tanken. Beispielsweise nicht nur einem iPad Pro, sondern auch Digitalkameras, Akkus und sogar einem Macbook.

Eigentlich möchte mein Macbook Pro lieber ein 60W-Netzteil, doch der PowerPort Atom III hat im Test auch ausgereicht.

Das Kunststoffgehäuse macht einen sehr guten Eindruck, was aber nicht das besonders Auffällige ist. Es sind die sehr kompakten Abmessungen. Mit einer Höhe von nur 1,8 cm ist flacher und damit besser in einer Tasche zu verstauen, als die meisten Mitbewerber – oder auch das PowerPort Atom PD 1. Das in der Atom-Serie statt Silizium verwendete Galliumnitrid verspricht, die Effizienz zu steigern. Daher begeistern nicht die Abmessungen, sondern auch die sehr geringe Wärmeentwicklung. Ob beim Laden eines Macbook oder iPad Pro auch zusammen mit einem iPhone 8 – das Gehäuse wurde nie unangenehm warm.

Das PowerPort Atom III erledigt seine Aufgabe wie zu erwarten flott. Innerhalb einer Stunde wird ein iPad Pro 11 Zoll um 65 Prozentpunkte geladen. Einmal voll machen war in unter drei Stunden erledigt.

Die Abmessungen sind perfekt für den Fall, das in der Tasche nicht viel Platz ist. Und trotzdem ist es sehr universell einsetzbar. Zusammen mit dem PowerLine II, welches mit der maximalen USB-C Datenrate arbeitet, kann man das Kabel auch für SSD-Laufwerke nutzen.
Vergrößern Die Abmessungen sind perfekt für den Fall, das in der Tasche nicht viel Platz ist. Und trotzdem ist es sehr universell einsetzbar. Zusammen mit dem PowerLine II, welches mit der maximalen USB-C Datenrate arbeitet, kann man das Kabel auch für SSD-Laufwerke nutzen.
© Thomas Bergbold

Empfehlung

Mit einem Preis von 39,99 Euro ist das PowerPort Atom III nicht das günstigste Netzteil mit mehreren Anschlüssen. Seine Eigenschaften und seine sehr geringe Wärmeentwicklung machen es aber zu einem der spannendsten Netzteilentwicklungen des letzten Jahres.

Mitgeliefert wird ein sehr langes Netzkabel (150 cm), um ein passendes USB-C Ladekabel muss man sich selbst kümmern.

Ich habe es mit einem Anker Powerline II USB-C auf USB-C 3.1 Gen2 Kabel kombiniert, weil ich nicht nur ein Ladekabel für Power Delivery wollte, sondern auch eines für die schnelle USB-C-Datenübertragung. Damit lässt sich das Kabel auch wunderbar für SSD-Laufwerke einsetzen. Im Vergleich zu langsamen USB-C Ladekabeln mit USB-2.0-Geschwindigkeit, kosten das Powerline II mit 16,99 Euro aber auch mehr als doppelt so viel.

PowerPort Atom III

Powerline II

Kanex iAdapt

Multiportadapter, die aus einem USB-C-Anschluss Anschlüsse für USB3.0 und HDMI machen, gibt es viele auf dem Markt. Kanex hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen, einen Multiportadapter, den man am Gehäuse des iPad Pro befestigen kann.

Der iAdapt ist aus Aluminium und passt genau auf eine Ecke des iPad Pro 11 Zoll (3. Generation) sowie dem Apple iPad Pro 12.9 Zoll (3. Generation). Damit man auch eine Hülle einsetzen kann, lässt sich die Höhe mit einem Einleger im iAdapt anpassen. Das kann zwar keine dicken Schutzhüllen ausgleichen, aber das Apple Smart Keyboard Folio und das Moshi Versa Cover lassen sich so noch verwenden.

An Anschlüssen hat Kanex alles wichtige untergebracht:

1. USB-C Power Delivery, damit man ein Netzteil mit maximal 60 W verwenden kann.

2. SD- und Micro-SD-Kartenslots, die Karten bis zu  2TB unterstützen.

3. 1x USB 3.0 für USB-Sticks, Tastatur und Mäuse.

4. HDMI für 2K Auflösung bei 60Hz an iPad Pro. Am Macbook sind es 4K Auflösung bei 30 Hz.

5. 3.5mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer.

Die vielen Anschlüsse sind sehr praktisch, wo findet sich beispielsweise noch ein Anschluss für einen Kopfhörer?

Sehr elegant passt der iAdapt an die Ecke eines iPad Pro und bietet alle wichtigen Anschlüsse für die tägliche Arbeit.
Vergrößern Sehr elegant passt der iAdapt an die Ecke eines iPad Pro und bietet alle wichtigen Anschlüsse für die tägliche Arbeit.
© Thomas Bergbold

Gerade beim stationären Einsatz merkt man auch wie wichtig der USB-C Power Delivery Anschluss ist. So kann man doch einfach das iPad Pro mit einem Netzteil verbinden und gleichzeitig noch USB-Sticks für die Datenablage nutzen.

Diese Vielfalt an Anschlüssen bringen aber auch Nachteile für den Anschluss von Monitoren mit sich. So steht wegen der begrenzten Bandbreite von USB-C nicht mehr 4K bei 30Hz an einem Macbook zur Verfügung.

Beim iAdapt hängen keine Kabel rum und auch der Schreibtisch bleibt frei. Dank USB-C PD Anschluss lässt sich direkt ein Netzteil Verbinden und sogar an einen Kopfhöreranschluss hat Kanex gedacht.
Vergrößern Beim iAdapt hängen keine Kabel rum und auch der Schreibtisch bleibt frei. Dank USB-C PD Anschluss lässt sich direkt ein Netzteil Verbinden und sogar an einen Kopfhöreranschluss hat Kanex gedacht.
© Thomas Bergbold

Empfehlung

Hat man eine passende Schutzhülle an seinem iPad Pro oder nutzt das iPad Pro ohne Schutzhülle, ist der iAdapt ein sehr eleganter Multiportadapter. Vor allem passt der Adapter perfekt und wackelfrei an das iPad-Pro-Gehäuse. Dicke Glasfolien zum Schutz des iPad Pro Displays haben da natürlich keinen Platz mehr.

An alle wichtigen Anschlüsse ist gedacht, da enttäuscht es eigentlich nur, dass die Speicherkartenslots nicht den schnellen UHS-II Standard unterstützen.

Was dem iAdapt fehlt, ist eine Transporttasche. Der Gehäuse ist zwar schön anzusehen aber auch kratzempfindlich. Vor allem die Kanten dürfte nach einem Jahr in einer Tasche nicht mehr so schön aussehen.

Durch einen magnetischen Einleger lässt sich die Höhe angleichen, damit man auch dickere Hüllen verwenden kann.
Vergrößern Durch einen magnetischen Einleger lässt sich die Höhe angleichen, damit man auch dickere Hüllen verwenden kann.
© Thomas Bergbold

Der Preis von 99  Euro erscheint im Vergleich zu den Mitbewerbern etwas hoch. Die bieten in der Regel mehr USB-3.0-Anschlüsse, bei einem geringeren Preis. Dafür hat der iAdapt den großen Vorteil, dass man ihn so schön elegant am Gehäuse des iPad Pro befestigen kann.

Aber es gibt noch ein Ausstattungsmerkmal, das den iAdapt von seinen Mitbewerbern abhebt, der Klinkenanschluss für einen Kopfhörer.

Kanex iAdapt bei Amazon

Moshi Versa Cover: Origami-Hülle

Hüllen für das iPad haben neben der Schutzfunktion auch die Funktion das iPad in verschiedenen Positionen zu fixieren. Zum Beispiel als Pult zum Schreiben und Zeichnen, sowie in einer Monitorposition zum Filme schauen. Das VersaCover von Moshi bietet das natürlich auch, nur in der Art und Weise unterscheidet es sich von seinen Mitbewerbern.

Der Deckel der Hülle ist nämlich an Origami angelehnt. Sechs dreieckige Felder sorgen dafür, dass sich der Deckel zu einer kleinen Pyramide faltet. Dadurch hat man neben der Pult- und Monitor-Position in Quer auch eine Position im Hochformat.

Der Origami-Stil hat aber noch einen Vorteil, es geht sehr viel schneller als beispielsweise beim Apple Cover und der Stand ist stabiler. Nachteile gibt es natürlich auch, durch das viele Falten sieht der Deckel nach rund einem Jahr nicht mehr so perfekt glatt aus. Konstruktion bedingt ist der Winkel beim Pult auch etwas größer – das iPad liegt also steiler – als bei anderen Hüllen. Das muss aber kein Nachteil sein, sondern unterliegt dem persönlichen Geschmack.

Empfehlung

Die Origami Art möchte man nach kurzer Zeit nicht mehr missen. Das geht super schnell und zuverlässig. Dass der Deckel irgendwann nicht mehr so aussieht wie neu, lässt sich hierbei verschmerzen. Super ist jetzt an der neuen Version, dass man den Apple Pencil gleich mit unter die Hülle packen kann. Und noch besser, wenn man keinen Apple Pencil dabei hat, der Deckel keine Beule macht, sondern sich perfekt an das iPad Gehäuse anpasst.

Die clevere Konstruktion kostet 57,90 Euro und ist neben unserem grauen Muster auch in Schwarz zu haben.

Moshi Versa Cover bei Amazon

Paperlike 2

Das iPad Pro ist der Liebling vieler Zeichner und Grafiker. Das liegt in erster Linie an den tollen Apple Pencil und den vielen Apps, die den Stift perfekt unterstützen . Das Zeichnen und Malen auf dem glatten iPad Pro Display ist nicht Jedermann Sache. So ist das Feeling auf dem Glas weit weg von dem angenehmen Widerstand auf einem Papier.

Eine Folie, die dem Zeichner ein Gefühl von Papier vermitteln soll, das ist Paperlike. In der neuen Version 2 kann Paperlike auf dem iPad Pro überzeugen.
Vergrößern Eine Folie, die dem Zeichner ein Gefühl von Papier vermitteln soll, das ist Paperlike. In der neuen Version 2 kann Paperlike auf dem iPad Pro überzeugen.
© Thomas Bergbold
Geliefert bekommt man nicht nur eine, sondern zwei Folien. Die Montage ist nicht ganz einfach und sollte dringend in einem staubfreien Raum erfolgen.
Vergrößern Geliefert bekommt man nicht nur eine, sondern zwei Folien. Die Montage ist nicht ganz einfach und sollte dringend in einem staubfreien Raum erfolgen.
© Thomas Bergbold

Die Folie Paperlike möchte aber genau das schaffen, das Gefühl wie auf Papier zu zeichnen. Und in der Tat ist der Unterschied frappierend. Die leicht raue Oberfläche fühlt sich zwar nicht ganz wie Papier an, aber das Schreibgefühl kommt dem auf Papier schon recht nahe. Das merkt man ganz speziell mit Apps wie Adobe Fresco oder Autodesk SketchBook. Nutzt man hier Pinsel aus den Rubriken Malerei oder einen Bleistift, fühlt sich das viel authentischer an.

Die Montage der Folie wird in der englischen Anleitung gut erklärt, es empfiehlt sich aber das dazugehörige Video anzusehen. Der Link ist in der Anleitung angegeben.

Empfehlung

Auch wenn man nicht das echte Papierfeeling bekommt, so ist es doch ein deutlicher Unterschied. Zeichnen und Malen macht viel mehr Spaß, weil es sich echter anfühlt.

Es sind die feinen Unterschiede, die man beim Einsatz zu schätzen lernt.

Nach vier Wochen täglicher Nutzung konnte ich am Apple Pencil keine Abnutzungen feststellen. An der Folie gab es nur Kratzer, wenn die Folie nicht ganz sauber war und ich es mit Druck übertrieben habe.

Im Lieferumfang ist alles enthalten, was man für die Montage benötigt. Zu empfehlen ist das Montagevideo.
Vergrößern Im Lieferumfang ist alles enthalten, was man für die Montage benötigt. Zu empfehlen ist das Montagevideo.
© Thomas Bergbold

Die Nachteile der Folie sieht man aber auch sofort, das Display ist nicht mehr so kontrastreich, dafür kann aber der Nachbar im Zug nicht mehr so leicht auf das Display schauen und sehen, was ich mache. Eine echte Herausforderung ist das Aufbringen auf der großen Fläche. Auch wenn ich immer wieder Staub mit dem mitgelieferten Klebepad entfernt habe, hatte ich am Ende doch einige unschöne Einschlüsse mit entsprechenden Blasen. Hier sollte man lieber mehr als mehr Zeit für die Montage veranschlagen.

Die Folie ist derzeit nur direkt beim Hersteller für 34 Euro zu bekommen . Der Preis relativiert sich ein wenig dadurch, dass zwei Folien geliefert werden.

Satechi 75W Dual USB-C PD Travel Charger

Ist man nicht nur mit dem iPad Pro unterwegs, sondern hat auch noch das Macbook Pro dabei, hat man auch zwei Netzteile dabei. Zählt man jetzt noch das iPhone mit dazu, sind es gleich drei Netzteile.

Der Dual USB-C PD Travel Charger von Satechi empfiehlt sich für diese Zielgruppe mit seinen zwei USB-C und zwei USB-A Anschlüssen. Dabei liefert er an USB-C einmal 60 W für das 13 Zoll Macbook Pro und einmal 18 W für das iPad beziehungsweise iPad Pro. An den normalen USB-A Anschlüssen liefert insgesamt 12 W, was für iPhones ausreichend ist. Damit lassen sich auch insgesamt vier Geräte mit Strom versorgen. Dann ist natürlich kein schnelleres Laden möglich.

Am 60-W-Anschluss wird ein iPad Pro in einer Stunde um 60 Prozentpunkte geladen, am 18-W-Anschluss sind es 47 Prozentpunkte. Voll geladen ist das iPad rund drei Stunden am 18-W-Anschluss, am 60-W-Anschluss dauert es etwas mehr als 2,5 Stunden.

Das Gehäuse des Travel Charger ist aus Kunststoff und passt farblich sehr gut zum Space Grey der Apple-Geräte. Im Betrieb kann es sehr warm werden, was aber in meinem Test über mehrere Wochen keine Probleme bereitet hatte.

Durch den Spannungsbereich zwischen 100 und 240 Volt kann man ihn auf der ganzen Welt einsetzen. Mitgeliefert wird allerdings nur der Anschlussstecker für die Euro-Steckdosen. Da das Anschlusskabel dem Standard für Kleingerätestecker nach IEC-60320 C7 entspricht, bekommt man leicht passende Kabel im Zielland der Reise. Zum Beispiel USA in großen Supermärkten wie Walmart.

Für Macbook Pro, iPad Pro und iPhone gleichzeitig ist der Dual USB-C PD Travel Charger von Satechi gedacht.
Vergrößern Für Macbook Pro, iPad Pro und iPhone gleichzeitig ist der Dual USB-C PD Travel Charger von Satechi gedacht.
© Thomas Bergbold

Empfehlung

Der Dual USB-C PD Travel Charger von Satechi ist ein super Ersatz für drei Netzteile. Nicht viel größer als das Original Apple Netzteil für das Macbook Pro liefert es zuverlässig Strom für bis zu vier Geräte.

Ich hatte in den letzten Wochen meist nicht mehr als drei Geräte angeschlossen. Gerade wenn man das iPad Pro zusammen mit dem Macbook Pro via Sidecar einsetzt, ist dieses universelle Netzteil ein großer Vorteil. Der Preis von 74 Euro im Fachhandel ist daher gerechtfertigt.

Satechi 75W Dual USB-C PD Travel Charger bei Amazon

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