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iPhone 12: Das plant Apple für 2020/21

28.08.2020 | 12:00 Uhr | Halyna Kubiv, Peter Müller, Stephan Wiesend

Im Herbst wird Apple das iPhone 12 vorstellen. Wie wird es aussehen? Welche Features spendiert Apple dem neuen Smartphone? Wie teuer wird es sein? Bei den zahlreichen Spekulationen im Internet kann man schnell den Überblick verlieren. Wir haben die spannendsten Gerüchte für Sie zusammengefasst und verraten, was Apple für 2020 plant.

Lange wird es nicht mehr dauern, bis Apple die neue iPhone-Generation vorstellen wird. Es existiert sogar schon ein erstes Video , welches das neue iPhone 12 Pro Max zeigen soll. Im Netz kursieren so manch heiße Gerüchte: Vieles glaubt die Internet-Gemeinde bereits über das iPhone 12 zu wissen, doch natürlich gibt es auch jede Menge falsche Informationen. Was wir bereits über das neue iPhone wissen.

iPhone 12 kommt mit Verspätung

Die schlechten Nachrichten zuerst: Das iPhone 12 wird nun offiziell einige Wochen später das Licht der Welt erblicken - oder die Welt das iPhone 12. Luca Maestri, Finanzchef von Apple, hat bestätigt, dass das iPhone 12 nicht im September in den Handel kommen wird. Das Statement fiel in einer Telefonkonferenz mit Sponsoren. Über das Datum der Keynote machte Maestri keine Angaben, es ist also durchaus möglich dass das iPhone 12 zumindest pünktlich im September vorgestellt wird. Der Verkaufsstart wird jedenfalls erst im Oktober, möglicherweise sogar November stattfinden. Mehr zum verschobenen Launch erfahren Sie hier.

iPhone 12 4G im Frühjahr 2021?

Angeblich sollen alle vier neuen iPhone-Modelle des Herbst 2020 mit OLED-Bildschirmen und 5G_Funk kommen. Der Wedbush-Analyst Daniel Ives rechnet nun aber mit einem weiteren iPhone-12-Modell, das Apple im Frühjahr 2021 herauszubringen gedenke und das dank der Mobilfunkchips der vierten Generation (LTE) etwas günstiger sein werde. Apple wolle mit einem "aggressiven" Preis um die 800 US-Dollar einen möglichst großen Preisbereich abdecken, um in der Covid-Pandemie mit einer breiten Palette da stehen zu können. Ies und seine Kollegen Strecker Backe und Ahmad Khalil beziehen sich auf Quellen aus der Lieferkette.

Lightning Port für iPhone 12 – Smart Connector ab 2021

Laut einem zuverlässigen Leaker wird Apple, trotz vieler Spekulationen über einen Umstieg auf USB-C, das iPhone 12 weiterhin mit einem Lightning-Port ausstatten. Es soll das letzte Jahr für Lightning werden. Ab nächstes Jahr wolle Apple dann komplett auf Ports verzichten und stattdessen auf einen Smart Connector setzen, wie schon beim iPad Pro. Das wäre ein radikaler Schritt, gleichzeitig wird schon seit geraumer Zeit spekuliert, dass Apple Kabel komplett vom iPhone verbannen will.

Mehr Speicher für alle

Der  bekannte Apple-Leaker Jon Prosser hat schon wieder zugeschlagen. In einem Video, veröffentlicht auf dem Youtube-Kanal von Front Page Tech, nennt der Leaker weitere Details zum neuen iPhone. Vieles davon war uns schon durch frühere Leaks bekannt, aber es sind auch einige neue Details verkündet worden. So startet das iPhone 12 laut Prosser nicht mehr mit einer 64GB-Version, die kleinste Speichergröße soll 128 GB sein. Eine ausführliche Analyse zu den neuen Leaks finden Sie hier.

iPhone 12 mit kleinerer Notch 

Auf Twitter veröffentlichte Prosser außerdem schematische Skizzen eines "iPhone 12". Wenn sich der Inhalt der Bilder als echt herausstellen sollte, dann plant Apple für die nächste Generation eine deutlich schmalere Einkerbung am oberen Geräterand – auch Notch genannt.

Der Bild-Leak zeigt ein iPhone mit deutlich kleinerer Notch.
Vergrößern Der Bild-Leak zeigt ein iPhone mit deutlich kleinerer Notch.
© Twitter / Jon Prosser

Bemerkenswert ist, dass sich der Ohrhörer-Lautsprecher in der Skizze oberhalb der TrueDepth-Kamera befindet und nicht wie bei aktuellen iPhone-Modellen in der Mitte zwischen Frontkamera auf der rechten Seite und der Infrarot-Kamera auf der linken Seite. Obwohl es sich nicht um eine große Veränderung handelt, wird die kleinere Kerbe des "iPhone 12" dem Endbenutzer dennoch ein paar Millimeter mehr Bildschirmfläche bieten, meint AppleInsider .

Überarbeitete Face ID

Face-ID gibt es auf dem iPhone seit 2017.
Vergrößern Face-ID gibt es auf dem iPhone seit 2017.
© Apple

Wirkt sich eine kleinere Notch auch auf die Face-ID aus? Anscheinend schon. Wie CNBC berichtet, rechnen Barclays-Analysten in den neuen iPhones mit einer neuen Version von Face ID. Das Gesichtserkennungssystem wurde 2017 mit dem iPhone X eingeführt. Voraussetzung für diese Technologie ist die Einkerbung am oberen Geräterand, auch Notch genannt. In dieser befinden sich neben der Frontkamera die entsprechenden Sensoren, mit denen das Gesicht des Nutzers beim Entsperren des Smartphones gescannt wird. Face-ID erhielt bereits 2019 eine Überarbeitung und funktioniert seither deutlich schneller. Barclays sagte, dass Face ID "aufgefrischt" wird, erwähnt darüber hinaus keine weiteren neuen Funktionen.

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Kamera mit 64MP, verbesserter Nachtmodus und größere Batterie

Die Kamera des iPhone 12 und iPhone 12 Pro könnte ein deutliches Upgrade erhalten. Das berichtet zumindest der Twitter-Account PineLeaks, der von einem Autor des Magazins XDA betrieben wird. Demnach soll ein größerer 64MP-Sensor von Sony verbaut werden, der für eine bessere Belichtung und grundsätzlich bessere Qualität sorgen soll. Außerdem soll der Nachtmodus von allen Kameralinsen unterstützt werden, also neben der Weitwinkellinse auch von der Tele-, Ultraweitwinkel- und Frontlinse. Auch an Makro-Aufnahmen wird laut PineLeaks gearbeitet, der Mindesabstand zu Objekten für ein scharfes Foto soll 2,2 Zentimeter kleiner werden. Schließlich soll auch die Batterie um zehn Prozent vergrößert werden, um den zusätztzlichen Energieverbrauch durch 5G auszugleichen.

Neuer WLAN-Standard

Anscheinend wird das iPhone 12 gleich vom Start weg den neuesten WLAN-Standard 802.11ay unterstützen. Dies berichtet zumindest 9to5Mac mit Berufung auf Macotacara . Der neue Standard wird dank neuer Wlan-Module von Qualcomm möglich. Apple hat sich bekanntlich mit dem Chip-Hersteller nach langen internationalen Gerichtsstreitigkeiten wieder versöhnt und setzt wohl auch deshalb auf dessen Chips, damit das iPhone 12 den 5G-Mobilfunk unterstützen kann. Der neue WLAN-Standard setzt auf die Frequenz von 60 GHz, das sind Wellen im Millimeterbereich. Dementsprechend ist die Wirkungsweite relativ gering: In den Spezifikationsdokumenten werden Reichweiten von 200 bis 500 Meter angegeben. Wegen seiner extrem kurzwelligen Natur ist das kommende WLAN-Netz zudem durch die Wände oder weitere Behinderungen nicht mehr erreichbar, dafür wird aber eine sehr schnelle Datenübertragungsrate erreicht. 20 bis 40 Gbit/s werden versprochen, das sind umgerechnet 2,5 bis 5 GB/s. Der neue Standard ist noch nicht verabschiedet, das IEEE-Konsortium plant jedoch, bis Dezember 2020 dies zu erledigen.

Mehr Auswahl: Drei verschiedene iPhone-Größen

Laut Medienberichten erwarten uns im kommenden Jahr eine Generation an iPhones, die auf LCD-Bildschirme verzichtet und stattdessen komplett auf OLED setzt. Digitimes berichtet etwa, dass Apple bereits Anpassungen in der Lieferkette vornimmt, um 2020 eine entsprechende Anzahl an OLED-Displays zu produzieren. Außerdem soll es Änderungen bei den Größen der Displays geben.
Nicht nur sollen ausschließlich OLED-Bildschirme verbaut werden, auch die verschiedenen Größen ändern sich. Demnach soll es folgende drei Gerätegrößen geben:

  • 5,42 Zoll

  • 6,06 Zoll

  • 6,67 Zoll

Das sind interessante Größen. Schließlich wäre ein 6,67 Zoll großes iPhone das bisher größte, nochmal größer als das aktuelle iPhone XS Max. Noch spannender ist aber die Meldung des 5,42 Zoll-Modells. Das wäre wesentlich kleiner als das aktuell kleinste, das iPhone XS. Die Größe spricht dafür, dass Apple damit eine weniger zahlungskräftige Zielgruppe ansprechen möchte und auch auf die Wünsche der Kunden eingeht, die sich schon lange ein iPhone ähnlich des iPhone SE zurückwünschen. Schließlich folgen nicht alle Konsumenten dem Trend des immer größer werdenden Smartphones, viele wünschen sich ein kompaktes Gerät, das gut in die Hosentasche passt.

Mehr Arbeitsspeicher

Analysten der Schweizer Großbank UBS Group AG vermuten , dass Apple mit dem iPhone 12 mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung stellen wird. Während Apple beim iPhone 11 noch auf 4GB RAM setzte, sollen in den Top-Modellen des iPhone 12 nun 6 GB RAM stecken. Grund dafür soll die aufwendigere 3D-Kamera-Technik sein. Eine mögliche Erklärung wäre auch , dass Apple mit dem iPhone 12 auf die nächste Generation von RAM-Riegel setzen wird: LPDDR5. Derzeit kommt Samsung als ein möglicher Lieferant in Frage und dieser stellt die Riegel mit 12-Gigabit in der Massenproduktion her. Daraus lassen sich eher die 6-GB-Module erstellen, vier solche Riegeln mit 12 Gigabit würden ein 6-GB-Modul ausmachen (12 Gigabit = 1,5 Gigabyte).
 

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