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Mehr Speicherplatz für iPhone und iPad

23.05.2018 | 13:33 Uhr |

Warum hat Apple nur keinen Anschluss für einen USB-Stick oder eine Speicherkarte am iPhone vorgesehen?

Diese Frage haben sich schon viele Nutzer gestellt, vor allem, wenn sie mit größeren Dateien wie Videos hantieren. Eine Lösung sind kombinierte USB-Sticks mit Lightning-Anschluss oder auch Speicherkartenleser. Wir haben uns aus dem aktuellen Angebot ein paar Produkte ausgesucht und einem Test unterzogen.

Hersteller

Model

Preis

Adam Elements

iKlips II

ab 55,- Euro (32GB)

Adam Elements

iKlips Wizard

50,- Euro

Sandisk

iXpand

38,- Euro (32GB)

Sandisk

iXpand Base

38,- Euro (32GB)

Transcend

JetDrive Go

34,- Euro (32GB)

Transcend

RDA2

25,- Euro

Verbatim

Store’n’Go

35,- Euro (32GB)

Unsere Empfehlung : Adam Elements iKlip II ab 55 Euro

Zur Kategorie der USB-Sticks gehören: Adam Elements iKlips II, Sandisk iXpand, Transcend JetDrive Go und Verbatim Store’n’Go. Speicherkartenleser mit Lightning-Anschluss sind seltener, hier sind wir ebenfalls bei Adam Elements mit dem iKlips Wizard und von Transcend dem Smart Reader RDA2 fündig geworden. Ein Zwitter ist unser letztes Testgerät, das iXpand Base von Sandisk. Es ist eine Kombination aus Ladestation und Speichererweiterung . Das spannende an diesem Produkt ist, dass die Speichererweiterung über eine SD-Karte realisiert wird und dadurch jederzeit erweiterbar ist.

Durch die Kombination aus Backup- und Ladestation, ist der ideale Platz der iXpand Base der Nachttisch.
Vergrößern Durch die Kombination aus Backup- und Ladestation, ist der ideale Platz der iXpand Base der Nachttisch.
© Thomas Bergbold

Die Bauform der Speicherkartenleser ist naturgemäß größer, als die der Speichersticks mit USB Typ-A und Lightning Stecker. Der RDA2 von Transcend sieht aus wie ein üblicher Speicherkartenleser und bringt neben einem microSD auch einen SD-Kartensteckplatz mit. Der iKlips Wizard erinnert an einen Schlüsselbund aus geflochtenem Leder und ist die eleganteste Erscheinung im Testfeld. Neben dem Lightning-Anschluss verfügt er nicht nur über einen microSD-Kartensteckplatz, sondern auch noch über einen USB Typ-A Stecker unter einer magnetischen Kappe.

Eine elegante Lösung ist der Adam Elements iKlips Wizard.
Vergrößern Eine elegante Lösung ist der Adam Elements iKlips Wizard.
© Thomas Bergbold

Wie normale USB-Sticks sehen Adam Elements iKlips II, Transcend JetDrive Go und Verbatim Store’n’Go aus. Dabei ist der JetDrive Go sehr klein; ohne das mitgelieferte Band könnte man ihn fast verlieren. Der Sandisk iXpand hat eine gebogene Bauform, die ihn hinter dem iPhone beziehungsweise iPad verschwinden lässt. Das ist sehr praktisch.

Vom Speicherstick, über Speicherkartenleser bis zur Sicherungsbasis, wir haben uns eine bunte Auswahl in das Testlabor geholt.
Vergrößern Vom Speicherstick, über Speicherkartenleser bis zur Sicherungsbasis, wir haben uns eine bunte Auswahl in das Testlabor geholt.
© Thomas Bergbold

Funktion und Handhabung

Die Handhabung ist erst einmal gleich: Dateien, die auf dem USB-Stick oder der Speicherkarte sind, werden mithilfe einer speziellen App entweder auf das iOS-Gerät kopiert oder direkt angezeigt. Gerade letzteres ist bei Mediendateien wie Audios, Bildern und Videos besonders praktisch. Dieses Verfahren funktioniert aber auch mit einer Vielzahl an Dokumentenformaten.

Zur Bearbeitung einer Datei muss man sie jedoch auf das iOS-Gerät kopieren. Dazu gibt es entweder einen Kopierbefehl oder man sendet die Datei direkt an die App, mit der man sie bearbeiten möchte. Zum Beispiel ein Pages Dokument an Pages oder ein Bild an Affinity Photo. Diese Aufgabe erledigen alle Apps, nur nicht alle gleich gut.

Anschluss/Gerät

USB 3.0

Lightning

Adam Elements iKlips II

Schreiben

24

12,55

Lesen

134

13,94

Adam Elements iKlips Wizard

Schreiben

67

22,82

Lesen

90

11,95

Sandisk iXpand

Schreiben

39

11,41

Lesen

88

11,41

Transcend Jetdrive Go

Schreiben

24

8,37

Lesen

121

13,94

Transcend RDA2

Schreiben

-

10,91

Lesen

-

8,37

Verbatim Store’n’Go

Schreiben

28

9,3

Lesen

77

8,37

Eine erste Hürde ist die Benutzeroberfläche. Sie unterscheidet sich bei allen Herstellern deutlich vom Look-and-Feel des iOS. Dabei stellt das Problem nicht das sehr individuelle Design dar, sondern die Abweichungen der Symbole auf den Buttons. So benötigt man für die Apps von Adam Elements, Sandisk und Transcend etwas länger, um die Funktionalitäten zu verstehen.

Nicht ganz konsistent in den Symbolen ist die Smart Reader-App von Transcend. In der App gibt es drei verschiedene Symbole für das Teilen. Entweder das Standard Symbol mit dem Quadrat und dem Pfeil nach oben, das Ordnersymbol mit einem geschwungenen Pfeil oder ein Winkel aus zwei Linien mit drei Punkten.

Störend an der Bedienung der Smart Reader-App ist die Tatsache, das sie ausschließlich das Hochformat unterstützt.
Vergrößern Störend an der Bedienung der Smart Reader-App ist die Tatsache, das sie ausschließlich das Hochformat unterstützt.
© Thomas Bergbold

Adam Elements versucht das zu umgehen und klinkt sich dafür in die Dateien-App von iOS ein. Das ist ein cleverer Schachzug und funktioniert seit dem letzten iKlips-Update auch sehr gut. Funktionen wie Dateien ansehen, löschen oder auch teilen verhalten sich genauso, wie man es als iOS-Nutzer gewohnt ist. Das beinhaltet aber auch, dass die Dateiformate, die iOS nicht unterstützt – zum Beispiel MPEG-2 – sich nicht abspielen lassen. Eine weitere Einschränkung ist, dass Bilder nicht einfach durch Wischen durchgeblättert werden können. In unserem Test ist uns noch ein Fehler bei Microsoft-Office-Dateien aufgefallen: Hier öffnet sich beim Auswählen die falsche App.

Bei der Dateiverwaltung punktet iKlips mit dem größten Funktionsumfang
Vergrößern Bei der Dateiverwaltung punktet iKlips mit dem größten Funktionsumfang
© Thomas Bergbold

Adam Elements, Sandisk und die Transcend Smart Reader-App haben für ihre Nutzer noch eine besondere Funktion integriert: Dateien können verschlüsselt und bei Adam Elements und Transcend auch komprimiert werden. Hinterlegt man seine Zugangsdaten von Google Drive und Dropbox in der Smart Reader App, kann man hierauf auch von App aus direkt zugreifen. Das vereinfacht die Sicherung der Daten von der Speicherkarte direkt in die Cloud.

Sehr unterschiedlich fahren Die Hersteller beim eingesetzten Dateisystem. Während Adam Elements und Verbatim ihre Sticks mit dem moderneren exFat ausliefern, setzen Sandisk und Transcend auf FAT32 im Auslieferungszustand. Das bringt leider den Nachteil der Beschränkung auf 4GB Dateigröße mit sich und die kann man mit einem Video schon einmal sprengen. Das Gute ist aber, dass man die Sticks von Sandisk und Transcend auch mit exFat formatieren kann. Man sollte nur vorher die Anleitungen und die Software sichern, die sich auf dem Stick befinden.

Medienplayer

Die klassischen Medien wie Audio, Bilder und Video sind wahre Speicherfresser. Hier spielen die externen Speicher ihre volle Stärke aus. Die Audioplayer bieten beispielsweise den Komfort von Zufallswiedergabe, Bildanzeige des Albums oder auch der Zeitleiste. Kleine Ungereimtheiten gibt es hier leider auch. Beispielsweise wird bei Transcends JetDrive Go immer nur ein Titel abgespielt und am Ende nicht automatisch zum nächsten Titel gesprungen. Und bei Verbatim werden alle Musiktitel sortiert nach Dateiname in einer Liste angezeigt, also nicht nach Ordnern sortiert.

Den einzigen „richtigen“ Musikplayer hat Sandisk in seiner iOS-App integriert.
Vergrößern Den einzigen „richtigen“ Musikplayer hat Sandisk in seiner iOS-App integriert.
© Thomas Bergbold

Eine Besonderheit gibt es bei Sandisk, hier wird – wie bei der Musik-App unter iOS – die Musik in einer Datenbank verwaltet. Somit hat man einen schnellen Zugriff auf Alben, Künstler und Genre. Sogar Wiedergabelisten kann man anlegen. Leider funktioniert diese tolle Funktion nicht ganz wie gewünscht, die Genres unserer AAC-Dateien konnte die iXpand App nicht lesen. Bei Adam Elements und bei der Smart Reader-App von Transcend gibt es eine weitere Besonderheit: Man kann die Audioausgabe auf ein Airplay-Gerät umleiten.

Bilder und Videos

Bilder sind leicht auf einen Speicherstick kopiert. Wenn man die Speicherkarte aus der Kamera ansehen möchte, ist die Handhabung mit unseren Testgeräten auch sehr einfach.

Mit dem Dateiformat JPEG gibt es keinerlei Probleme: Anzeigen und mit Wischen zum nächsten Bild - das unterstützen alle Apps. Bei Kamera RAW-Formaten sieht die Sache schon schwieriger aus, hier können nur die Apps von Adam Elements und die Smart Reader-App von Transcend punkten. Unsere Testdateien einer Canon EOS 5D Mk III und Fujifilm X-E2 sind kein Problem. DNG und Fujifilm X-T2 hingegen konnte die Apps nicht anzeigen. Die Smart Reader-App zum Beispiel tut erst einmal so, als könnte sie es, zeigt dann aber nur den Dateinamen an. Die anderen Hersteller müssen hier passen. Der Versuch, eine solche nicht unterstützte RAW-Datei zu öffnen, kann bei Transcends JetDrive Go zum Beenden der App führen. Sandisk ist ganz vorbildlich und bietet die Option, die Datei mit einer anderen App zu öffnen.

Eine Reihe von Bildern schaut man sich gerne als Diashow an. Bis auf Transcend können das alle Apps, sogar mit Überblendung. Leider bietet nur Sandisk die Möglichkeit, die Standdauer eines Bildes und die Art der Überblendung zu wählen. Bei Verbatim gibt es einfach nur eine Überblendung, bei iKlips wechselt mit jedem Bild die Überblendung.

Getreu dem Motto „Viel hilft viel“ ist gerade bei Video viel Speicher nicht zu verachten. Möchte man gemütlich auf der Reise im Zug einen Film mit dem iPad anschauen, ist Dank USB-Anschluss oder mit einer Speicherkarte, das Video vom heimischen Rechner schnell überspielt.

An Dateiformaten unterstützen die Sticks alles, was das iOS unterstützt. Das sind Quicktime Filme genauso wie MP4. Die Apps haben sogar kein Problem mit TV-Aufzeichnungen in MPEG2, ein Format, das normalerweise von iOS nicht unterstützt wird.

Die Abspielmodule der Apps bieten alle mindestens eine Wiedergabe/Pause Steuerung, eine Zeitanzeige und eine Zeitleiste zum Spulen an die gewünschte Stelle.

Etwas mehr Möglichkeiten wie der Sprung zum nächsten und vorherigen Titel, bieten die Apps von Adam Elements, Transcend JetDrive Go und Verbatim. Einen Mülleimer und einen Senden-Button finden sich bei Sandisk und Transcend JetDrive Go. Die Ausgabe auf ein Airplay-Gerät gibt es nur bei Adam Elements. Hat man sein Video unterbrochen, ist es sehr praktisch, wenn der Player genau an dieser Stelle weitermach. Eine solche Funktion haben sowohl iKlips wie auch iXpand und Store’n’Go.

Wer ein Videoformat nutzt, das nicht nativ vom iOS unterstützt , wie beispielsweise MPEG-2, muss mit einer Einschränkung leben: Das Kopieren auf den internen Speicher geht nur bei Transcends Smart Reader. iKlips und Store’n’Go sind die einzigen Apps, die dem Nutzer das auch mitteilen. Bei JetDrive Go und iXpand Drive gibt es keine Meldung, es passiert einfach nichts. Gelegentlich stürzen die Apps auch bei diesem Versuch ab. Interessant ist hier die Lösung von Verbatim, einen alternativen Abspieler zuzulassen. Diesen wählt man in den Einstellungen aus.

Backup

Von der Backupfunktion der Apps sollte man nicht zu viel erwarten, denn sie befriedigen nur zwei Grundbedürfnisse: Sicherung der Bilder und Videos aus der Foto-Bibliothek und die Sicherung der Kontakte. Letzteres ist eigentlich unnötig, wenn man seine Kontakte über die iCloud sichert. Eine Sicherung der selbst erstellten Bilder und Videos hingegen ist sehr praktisch.

In der Praxis hat das Sichern gut geklappt. Nur Verbatim zeigt bei unserem iPad Pro eine Fehlermeldung an, und zwar bei vier Dateien, die sich nicht sichern lassen. Um welche es sich handelt, erfährt man leider nicht. Eine Sicherung am iPhone 6 hingegen verlief ohne Fehler. Etwas verwirrend ist bei diesem Hersteller auch der Begriff Telefon-Backup. Hier ist kein komplettes Backup des iOS-Geräts gemeint, sondern nur das Backup der Medien in der Foto-Bibliothek.

Sehr informativ und mit dem größten Funktionsumfang ist die App iKlips von Adam Elements. Sie bietet zusätzlich die Möglichkeit, den Kalender zu sichern und konvertiert auch HEIF-Fotos in JPEG. Ebenso lassen sich Cloud-Dateien aus der iCloud-Fotobibliothek, von Instagram, Facebook und Evernote sichern. Um Sicherungsaufgaben zu beschleunigen, gibt es eine Eintastensicherung, die auf einen Klick gleich Fotos, Kontakte und den Kalender sichert.

Eine Erleichterung der Sicherungsaufgaben bringt auch iXpand von Sandisk mit; Sie lassen sich automatisch durchführen, wenn man die App startet. Das macht logischerweise auch die iXpand Base App, für das gleichnamige iXpand Base. Für Fotos und Videos kann man auch einen individuellen Zielordner auswählen und bei den Kontakten hat man die Wahl, welche gesichert werden sollen. Auch iXpand sichert Daten aus sozialen Netzten, d.h. von Facebook, Instagram und Picassa.

Bei Transcends JetDrive Go stehen zusätzlich noch die Cloud-Quellen zur Wahl: Dropbox, Facebook, Google Drive und Instagram. Etwas lästig ist es, dass beim Wechsel in das Menü zu den Sicherungsaufgaben die Anzeige automatisch ins Hochformat wechselt.

Alle Apps verfügen über eine Backup Status-Anzeige.

Auf das Backup wieder zugreifen kann man auch ohne die entsprechenden Apps der Hersteller. Bilder und Videos landen in Ordnern nach Aufnahmedatum sortiert, Kalendersicherungen erfolgen als ics-Datei und Kontakte als vcf-Datei.

Eine Ausnahme gibt es bei Store’n’Go; es legt Bilder und Videos in Ordnern entsprechend der Ordnung in der Foto App ab. Das ist keine schlechte Idee. Leider sind Daten dann doppelt vorhanden und bei vielen Bildern würde man sich noch zusätzlich eine Unterteilung nach Datum wünschen.

Wie sinnvoll die Option bei iKlips ist, auf Wunsch alle Bilder im HEIC-Format nach JPEG zu konvertieren, merkt man auf Betriebssystemen, die das neue Format nicht unterstützen. HEIC wird erst ab High Sierra unterstützt, bei älteren Systemen kann man weder aufgenommene Fotos noch Videos ansehen.

Nutzt man sein iOS Gerät auch zur Aufzeichnung von Audio, freut man sich, dass die Audiodateien auch mitgesichert werden. Sie landen als MP4-Dateien im Sicherungsordner.

Möchte man seine Daten auf dem Stick schützen, bieten Adam Elements, Sandisk und Transcend in ihrer iOS-App eine Passwort-Option. Praktischerweise wird, wie bei Adam Elements, Touch ID unterstützt. In den Apps iKlips und Smart Reader lassen sich Dateien sogar komprimieren.

Kameraspeicher

Wenn man das iPad oder auch das iPhone gerne als Kamera benutzt, dann gerät man sehr schnell an die Grenzen des eingebauten Speichers. Da ist es perfekt, dass man die Speichersticks und Kartenleser als Kameraspeicher einsetzen kann.

Das geht allerdings nur über den Umweg der dazugehörenden Apps, denn sie bringen alle eine Kamerafunktion für Foto- und Videoaufnahmen mit. So weit die Theorie. In der Praxis enttäuschen dann aber fast alle Hersteller, und zwar hinsichtlich ihres Funktionsumfangs: Sie bieten nur den Wechsel zwischen Foto und Video sowie einen Aufnahmebutton. Kein Einstellen der Auflösung, kein Gitter, kurzum: Es fehlt der übliche Komfort, den man von Kamera-Apps kennt. Besonders ärgerlich ist es, wenn der Aufnahmebutton auch noch an der unteren Kante des Bildschirmes ist - so wie bei Transcend Smart Reader und Verbatim. Beim Filmen hält man das iPad mit zwei Händen. Wenn der Aufnahmebutton dort ist, wo der Daumen ihn automatisch erreichen kann, ist das viel praktischer.

Die erfreuliche Ausnahme ist hier die iKlips App. Ganz neu hat dieser Hersteller jetzt eine „vollwertige Kamera“ integriert. Das Einstellen der Auflösung für Foto und Video wird hier ebenso geboten wie ein Gitter. Es gibt sogar eine Option für Raw-Aufnahmen im DNG-Format, nur wird das nicht auf jedem iOS-Gerät unterstützt. Auf unserem iPad Pro 10.5 geht es, auf älteren iPad Airs und iPhone 6 nicht.

Das Kameramodul weist aber noch mehr Fehler auf: Aufgezeichnete Videos lassen sich nicht direkt abspielen, diese stoppen immer nach kurzer Zeit wieder. Ob die Aufnahme erfolgreich war, kann man im normalen Anzeigen Modul sehen, da läuft das Video einwandfrei durch. Adam Elements hat sogar an Zeitraffer und an eine Anzeige für die verbleibende Anzahl an Bildern auf dem Speicher gedacht.

Ein interessantes Feature bietet das Kamera-Modul von Sandisk, nämlich einen Selbstauslöser mit drei beziehungsweise zehn Sekunden.

Und zuguterletzt weisen wir noch auf einen Fehler in den Anwendungen von Sandisk und Transcends JetDrive Go hin: Wenn man im Videomodus die Orientierung ändert, verschlucken sich die Apps. Bei Transcend mussten wir sogar die App einmal hart beenden, weil der Autofokus nicht mehr funktionierte.

Fazit

In der Praxis halten alle Produkte ihr Versprechen ein und dienen als Medium zum Datenaustausch. Luft nach oben bleibt jedoch nicht nur beim Funktionsumfang, sondern auch beim teilweise altbackenen IT-Design. Das iOS Look-and-Feel versprüht keine der Apps. Wenn – wie beim Smart Reader die App nur im Hochformat einsetzbar ist, dann hat man das Gefühl, – dass die Hersteller noch nicht alle Hausaufgaben gemacht haben.

Das gilt auch für die Kamerafunktion; gerade sie wäre für Filmer eine große Hilfe. Die Möglichkeit der Audioaufnahme gibt es gar nur bei zwei Anbietern, dem iKlips und dem Smart Reader.

Erfreulicherweise gab es keine Probleme mit Schutzhüllen, selbst nicht bei den sehr dicken Hüllen mit Stoßschutz.

Das ausgreifteste Paket liefert Adam Elements mit dem iKlips II. Er ist der schnellste Stick an beiden Anschlüssen. Fairerweise muss man dazusagen, dass keiner der Sticks wirklich langsam ist. Auf Seiten der iOS-Geräte ist einfach der Lightning-Anschluss das limitierende Element.

Der iKlips II hat auch die besten Schutzkappen für die Anschlüsse. Die miteinander verbundenen Gummistopfen bleiben immer zusammen, die Kunststoffkappen von Transcend und Verbatim hingegen verliert man früher oder später.

Die Bauform des iXpand ist im Praxiseinsatz nicht zu schlagen. Der iXpand ist nie im Weg, was auch beim Filmen sehr praktisch ist.

Was die Software betrifft, so ist sie bei keinem der Produkte wirklich ausgereift. Man findet zwar überall gute Ansätze und Lösungen, in der Summe ist hier Adam Elements den Mitbewerbern seit dem letzten Update aber voraus. Vor allem die Integration in die Dateien-App von iOS ist ein großer Schritt. Filmer haben mit der iKlips App die meiste Freude, wobei die Bauform verbesserungswürdig ist.

Ein sehr interessantes Konzept ist das iXpand Base. Durch die automatische Sicherungsfunktion der iXpand Base App versieht es seinen Dienst unauffällig beim Laden. Damit findet es zum Beispiel seinen Platz entweder im Flur oder auf dem Nachttisch. Ein Ladekabel bringt es leider nicht mit und es passen auch nur dünne Kabel wie beispielsweise das Original Apple-Kabel. Dafür ist der Speicherkartensteckplatz für SD-Karten eine tolle Idee, die das iXpand erweiterbar und damit zukunftssicher macht.

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