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macOS 12 Monterey: Das ist alles neu

07.06.2021 | 22:48 Uhr | Thomas Armbrüster

Das nächste macOS bekommt viele Neuerungen, die es auch auf dem iPad und iPhone geben wird, aber auch einige Alleinstellungsmerkmale.

Bei der Leserumfrage der Macwelt Anfang Juni zum vermuteten Namen des neuen Mac-Betriebssystems war Monterey mit Abstand der Favorit. Und die Leser haben damit Recht behalten. Im Herbst wird macOS Monterey Einzug auf dem Mac halten. Genaue Angaben, auf welchen Macs sich macOS Monterey installieren lassen wird, hat Apple in der Pressemeldung nicht gemacht. Aktuelle Macs mit Intelprozessor sowie alle Macs mit Apple-Silicon sind aber auf jeden Fall dabei. Es wird zum einen Neuerungen geben, die man auch auf dem iPhone und dem iPad finden wird. Und zum anderen Optionen nur für den Mac.

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Monterey
Vergrößern Der Favorit hat sich durchgesetzt: Monterey

Plattformübergreifende Neuerungen

Facetime hat nun eine Rasterdarstellung, um in Gruppenchats alle Teilnehmer gleichzeitig zu sehen, und die Sprache wird dreidimensional wiedergegeben, sodass der Ton direkt von der Stelle kommt, an der die Person auf dem Display zu sehen ist – Spatial Audio. Zudem lassen sich Hintergrundgeräusche herausfiltern, und im Portrait-Modus wird der Hintergrund weichgezeichnet. Ebenfalls neu ist Share Play. Diese Option ermöglicht es, während einer Facetime-Sitzung gemeinsam Musik zu hören oder Filme anzusehen. Außerdem lässt sich der Bildschirm über Facetime teilen. Über Nachrichten geteilte Inhalte sind in Anwendungen wie Fotos, Podcasts oder Safari jetzt unter „Geteilt mit dir“ schnell zu finden.

Apple zählt weiter, auf macOS 11 Big Sur folgt macOS 12 Monterey
Vergrößern Apple zählt weiter, auf macOS 11 Big Sur folgt macOS 12 Monterey

Die App Notizen bekommt Funktionen für die gemeinsame Bearbeitung wie eine Änderungsverfolgung, und es lassen sich Tags vergeben. Ganz neu sind die Schnellnotizen, die man in jeder beliebigen Anwendung aufrufen kann, um etwas schnell festzuhalten. Neue Karten bekommt die gleichnamige Anwendung, wobei die detailreichen, dreidimensionalen Karten in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch weiter auf sich warten lassen werden. Hand angelegt hat Apple auch an die Mitteilungen. Eine Fokus-Funktion macht es möglich, nur diejenigen Mitteilungen zu erhalten, die zur gerade aktivierten Situation wie Arbeit oder Zuhause passen. Auch Safari wird modernisiert, wobei die Darstellung auf den verschiedenen Geräten unterschiedlich ausfällt. Auf dem Mac gibt es eine neue Tableiste, das Such- und Adressfeld ist dort jeweils in den gerade aktiven Tab integriert. Außerdem lassen sich Tabs zu Gruppen zusammenstellen. Diese Gruppen werden über alle Geräte hinweg synchronisiert.

Safari wird nach dem Update kaum wiederzuerkennen sein. Auch für iPad und iPhone wird der Browser völlig neu
Vergrößern Safari wird nach dem Update kaum wiederzuerkennen sein. Auch für iPad und iPhone wird der Browser völlig neu

Neu für den Mac

Kurzbefehle kennt man schon vom iPhone. Diese kommen jetzt auch auf den Mac und werden mit einer Bibliothek von vorgefertigten Kurzbefehlen ausgeliefert. Die App Automator wird aber vorläufig weiter verfügbar sein. Universal Control wird es ermöglichen, mit der Tastatur, Maus und dem Trackpad des Mac übergangslos auch ein iPad zu bedienen, und man kann Elemente auch per Drag-and-drop zwischen den Geräten austauschen. Zudem kann der Mac unter macOS Monterey als Airplay-Bildschirm und Airplay-Lautsprecher vom iPhone und iPad aus eingesetzt werden. Livetext ermöglicht es, in Fotos Text, Zahlen oder Telefonnummern zu erkennen und dann zu kopieren und einzusetzen, was auch auf dem iPhone und dem iPad funktioniert. Und Visual Lookup dient dazu, mithilfe von maschinellem Lernen Dinge in Bildern zu erkennen und sich dazu dann Informationen anzeigen zu lassen. Außerdem kann Siri nun Spracherkennung direkt auf dem Gerät durchführen, ganz ohne Internetverbindung, um beispielsweise Anwendungen zu starten oder andere Systemfunktionen vorzunehmen. Neue Sicherheits- und Privatsphäreoptionen gibt es mit iCloud+ ebenfalls. In Mail lässt sich die eigene Mail-Adresse verstecken, und das iCloud Private Relay sorgt dafür, dass die IP-Adresse nicht weitergegeben wird. Eine erste Betaversion von macOS Monterey steht für registrierte Entwickler ab sofort zur Verfügung, im Juli soll es dann auch eine Public-Beta geben, die finale Version hat Apple für den Herbst versprochen. Das dürfte irgendwann zwischen Ende September und Mitte Oktober der Fall sein.

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