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6. Kanalmixer

25.08.2009 | 13:05 Uhr |

6. Kanalmixer

Eine Alternative zur relativ neuen Funktion Schwarz-Weiß ist der Kanalmixer. Um in den Schwarz-Weiß-Modus zu wechseln, aktiviert man die Box "Monochrom". Über die drei Regler Rot, Grün und Blau lässt sich der jeweilige Anteil am Graustufenbild genau festlegen. Faustregel: der Prozentwert in den drei Eingabefeldern sollte zusammen 100 betragen. Mit dem Regler "Konstante" lässt sich das Ergebnis modifizieren. Der Kanalmixer funktioniert auch mit negativen Eingabewerten.

Kanalmixer: Auch Negativwerte lassen sich beim Kanalmixen einbeziehen.
Vergrößern Kanalmixer: Auch Negativwerte lassen sich beim Kanalmixen einbeziehen.

+ ideal für stark farbakzentuierte, dramatische Bilder

- Wissen über Photoshops interne Verrechnungsmethoden erforderlich

7. Kanalberechnungen

Der im Menü "Bild" verankerte Befehl "Kanalberechnungen" ist vor allem für Anwender geeignet, die gerne mit Füllmethoden, Deckkraft und Maskierungen experimentieren. Kanalberechnungen ermöglicht es, zwei Bildkanäle miteinander zu verrechnen. Zum Zug kommen die auch aus dem Ebenenbedienfeld bekannten Füllmethoden. Über den Wert "Deckkraft" lässt sich der jeweilige Anteil dosieren. Zusätzlich modifiziert werden kann die Verrechnung durch eine Maske. Das Ergebnis wird in der Regel in einem neuen Kanal gesichert.

Kanalberechnungen sind gut geeignet für das Zusammenführen von Varianten aus unterschiedlichen Farbmodi.
Vergrößern Kanalberechnungen sind gut geeignet für das Zusammenführen von Varianten aus unterschiedlichen Farbmodi.

+ Neben den Farbkanälen lassen sich auch Alpha-Kanäle verrechnen

Wissen über Photoshops interne Verrechnungsmethoden erforderlich

TIPP In Alpha-Kanäle einkopiert, lassen sich auch Graustufenversionen anderer Modi -zum Beispiel CMYK-Schwarzkanäle oder der Lab-Helligkeitskanal des Lab-Modus - verrechnen.

8. Ebenen und Ebenenmasken

Bei der Umsetzung heller Hauttöne sind Graustufenumsetzungen, die auf dem Rotkanal basieren, ideal. Großer Nachteil sind allerdings mangelnde Zeichnung und Kontraste in Augen- und Mundpartien - insbesondere bei den Lippen. Behelfen kann man sich in diesem Fall mit zwei Graustufenversionen, die als Ebenen übereinander liegen. Im abgebildeten Beispiel enthält die untere Ebene eine Graustufenbildversion aus dem Rotkanal. Die obere Ebene enthält eine Kopie des Original-Farbbildes. Über den Befehl "Auswahl < Farbbereich" werden im Anschluss die Lippenpartien mit der Pipette ausgewählt und der getroffene Auswahlbereich mit O.K. bestätigt. Über "Ebene < Ebenenmaske < Auswahl einblenden" erzeugt man aus der getroffenen Auswahl eine Ebenenmaske. Diese sorgt dafür, dass von der oberen Ebene nur die ausgewählten Partien in das Gesamtergebnis eingeblendet werden. Abschließend wendet man auf die obere Ebene den Korrekturenbefehl Schwarz-Weiß an. Einstellung im konkreten Fall: niedrige Werte für Magenta zur Abdunklung der Lippen. Das Ergebnis ist ein Schwarz-Weiß-Bild aus zwei unterschiedlichen Schwarz-Weiß-Versionen.

Für Photoshop-Cracks: ein Schwarz-Weißbild aus zwei unterschiedlichen Schwarz-Weiß-Varianten.
Vergrößern Für Photoshop-Cracks: ein Schwarz-Weißbild aus zwei unterschiedlichen Schwarz-Weiß-Varianten.

+ motivangepasste Umsetzung der Helligkeitswerte

- zielorientiertes Arbeiten erforderlich

- nur für fortgeschrittene Photoshop-Benutzer

9. Farbfilter Marke Eigenbau

Farbwertabhängige Graustufenumsetzungen lassen sich auch durch eine Kombination aus Kanalmixer- und Vollton-Einstellungsebene umsetzen. Als erstes legt man eine Einstellungsebene "Kanalmixer" an und setzt den Modus auf "Monochrom". Die Anteile der Farben Rot, Grün und Blau verteilt man gleichmäßig. Darunter legt man eine Füllebene "Volltonfarbe" an. Im Photoshop-Farbwähler markiert man zunächst eine möglichst gesättigte, reine Farbe (Ecke rechts oben). Der Ebene weist man die Füllmethode Farbe zu. Via Doppelklick auf das Icon der Volltonfarbe-Ebene aktiviert man erneut den Photoshop-Farbwähler und kann die Farbe, auf der die Graustufenumsetzung basieren soll, durch einfaches Klicken in das Farbspektrum einstellen. Im Quadrat links daneben lässt sich die Intensität variieren. Weniger reine oder dunkle Töne bringen weniger Dramatik beim Farbwechsel, dafür eventuell eine natürlichere Grauabstufung.

Für Photoshop-Cracks: Schwarzweißbild aus zwei unterschiedlichen Schwarzweiß-Varianten.
Vergrößern Für Photoshop-Cracks: Schwarzweißbild aus zwei unterschiedlichen Schwarzweiß-Varianten.

+ motivangepasste Umsetzung der Helligkeitswerte

- zielorientiertes Arbeiten erforderlich

- nur für fortgeschrittene Photoshop-Benutzer

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