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Aktion und Stapelverarbeitung

29.11.2011 | 10:28 Uhr |

Aktion und Stapelverarbeitung

Während man sich mit zusätzlichen Ebenen behelfen kann, setzten professionelle Anwender eher auf Aktionen. Entsprechend programmiert, können sie individuelle Automatikkorrekturvorgaben ebenso ausführen wie das Erstellen zusätzlicher Arbeitsebenen. Die Aktion selbst wird einfach per Knopfdruck durchführt.

Ein weiterer Vorteil von Aktionen ist, dass sie sich für unterschiedliche Varianten zur Verfügung stellen lassen. Die Erstellung beinhaltet im Wesentlichen eine Folge von Befehlen. Als erstes muss im Menü von "Aktionen" der Modus "Schalterfläche" deaktiviert werden. Das Aufnehmen einer Aktion lässt sich gut über die Knöpfe in der Fußleiste des Fensters steuern. Ein Klick auf den Knopf "Neue Aktion" ruft zunächst den Grunddialog auf, in dem der Benutzer aufgefordert wird, einen Namen für die Aktion zu vergeben sowie Aktions-Set und Etikettenfarbe (optional) festzulegen. Im Anschluss wird die Befehlsabfolge, die die Aktion später automatisch abspielen soll, anhand eines Beispielbildes erstellt.

Solch eine Abfolge von Befehlen könnte beispielsweise das Anlegen einer Hilfsebene für den Helligkeitsausgleich, das Erstellen einer Einstellungsebene "Tonwertkorrektur" oder "Gradationskurven" (Tipp: die Optionen zur Farbkorrektur bei Einstellungsebenen erreichen sie, wenn Sie mit gehaltener Wahltaste auf "Auto" klicken), das Einrichten aktionseigener Optionen für die Automatikkorrektur und schließlich das Reduzieren aller Ebenen auf die Hintergrundebene. Achtung: Soll eine solche Einstellung nicht als Standard gelten, muss die Box "Als Standard speichern" deaktiviert sein. Sind alle Befehle ausgeführt, die die Aktion mit beinhalten soll, klicken Sie auf "Aufzeichnung beenden". Um Aktionen dauerhaft zu sichern, sollten Sie das entsprechende Aktions-Set abschließend ebenfalls speichern.

Aktionen mit Automatikkorrekturen funktionieren fast so einfach wie die Autokorrekturbefehle. Richtig effizient sind sie jedoch in Form von Stapelverarbeitungen - also wenn man sie auf komplette Bildverzeichnisse anwendet. Wichtigste Elemente für solch einen automatischen Workflow, der sich unter "Datei > Automatisieren" findet, sind das Festlegen der gewünschten Aktion, das Festlegen der Bildquelle und schließlich das Festlegen eines Zielortes für die bearbeiteten Bilder. Ist die Aktion in sich stimmig, arbeitet die Stapelverarbeitung den Quellordner zielstrebig ab und legt die Ergebnisse in einem neuen Ordner.

Noch besser funktioniert das Ganze mit Droplets. Droplets sind so etwas wie Photoshop-eigene Progrämmchen, die wie eine Stapelverarbeitung funktionieren. Die gewünschte Aktion ist wie das Ziel - also der Ort, an dem die bearbeiteten Versionen landen sollen, im Droplet festgelegt. Es genügt also, zu korrigierende Dateien auf das Droplet-Symbol zu ziehen. Den Rest der Arbeit übernimmt dann Photoshop.

Fazit

Da Stapelverarbeitungen in Bridge ebenso aktivierbar sind wie über Photoshop oder Droplets, ist Photoshop im Bereich der seriellen Bildkorrektur gut aufgestellt. In eine ähnliche Richtung geht die Camera-Raw-interne Option, mehreren Bildern dieselbe Einstellung zuzuweisen und diese anschließend auf einen Rutsch zu öffnen. Wer hunderte von Bildern nach Schema F in einen ansehnlichen Zustand bringen muss, kann sich so richtig Arbeit sparen.

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