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10 Antivirus-Lösungen für Mac im Vergleich

07.07.2017 | 10:41 Uhr |

Viren sind auf dem Mac noch recht selten, sicherheitsbewusste Anwender suchen aber trotzdem eine gute Antivirensoftware. Wir vergleichen zehn aktuelle Virenscanner für Sierra

Malware auf dem Mac ist nicht so weit verbreitet wie auf Windows-PCs, doch sollte man die Gefahr nicht unterschätzen. Laut dem McAfee Labs Threats Report von Juni 2017 ist die Masse an Mac-Malware geradezu rasant angestiegen – bis Mitte 2016 zählten die Forscher des Antivrensoftware-Herstellers weniger als 100 000 Mac-Attacken, im ersten Quartal 2017 waren es dagegen schon über 700 000. Dabei handelte es sich vor allem um Adware.

Vor allem durch Adware sind die Angriffe auf Macs gestiegen.
Vergrößern Vor allem durch Adware sind die Angriffe auf Macs gestiegen.

Nicht jede Malware kommt so plump daher wie neulich die Ransomware OSX/Filecoder.E , die man sich nur in dubiosen Quellen und unter Umgehung jedweder Sicherheitsvorkehrung installieren konnte.  So warnt etwa Bitdefender davor, dass die russische Hackergruppe APT28 nun auch den Mac als Ziel für ihre Malware auserkoren hat. Dagegen hilft Antivirensoftware - die aber auch nur so gut ist, wie sie ihre Hersteller pflegen. In ESET Endpoint Antivirus 6 haben Forscher des Google Security Teams eine Sicherheitslücke in einer veralteten XML-Parsing-Bibliothek entdeckt, die den Mac potentiellen Angreifern aussetze. Die Lücke namens CVE-2016-9892 hat der Hersteller ESET  Mitte Februar mit einem Update geschlossen, bevor sie publik wurde – diese Gefahr ist erst einmal gebannt. Damit Sie nicht in andere Fallen tappen, haben wir haben zehn aktuelle Antivirus-Programme für Sie getestet und bewertet.

Ist der Mac denn noch sicher? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat so sein Zweifel, besonders Ransomware hat sich im Jahr 2016 als zunehmende Gefahr erwiesen. Wenngleich nach des Amtes Windows- und Linux-System noch weit gefährdeter sind. Doch kann es – fast wie im richtigen Leben – keine absolute Sicherheit geben, das beweisen Proof of Concepts wie ein erfolgreicher Hack des Desktop-Browsers Safari auf der Sicherheitskonferenz Pwnfest oder der vom Sicherheitsforscher Samy Kankar entwickelte Dongle PoisonTap , der sich selbst auf gesperrten Computern in Web-Konten einloggen konnte - das gleichermaßen unter macOS, Windows und Linux.

Aber im Unterschied zur von Viren geplagten Windows-Plattform sind Schadprogramme, auch Malware genannt, auf dem Mac eher selten. So muss Apples ins System integrierter Download-Schutz Xprotect bei Redaktionsschluss gerade einmal knapp 78  Schädlinge blockieren – vor allem Adware wie Genieo-Varianten. Dagegen registriert das Testinstitut AV-Test ganze 390 000 neue PC-Viren pro Tag! Virenscanner haben auf dem Mac daher weit weniger Daseinsberechtigung als auf der Windows-Plattform, einige Hersteller von Mac-Antiviren-Software übertreiben unserer Meinung nach die Gefährdung. Doch völlig frei von Bedrohung sind Macs nicht. Vor allem in den USA scheinen sich recht aggressive Adware-Attacken zu häufen. Mit dem iWorm-Botnet gab es die ersten von Hackern kontrollierten Mac-Netze, die Fachleute von Kaspersky erwarten auch auf der Mac-Plattform das häufigere Auftreten von Erpressersoftware (Ransomware). In vielen Unternehmen ist außerdem ein Schutzprogramm für Macs ganz einfach vorgeschrieben, nicht zuletzt, um auch auf einem Mac schlummernde Windows-Malware zu entfernen. Gibt es doch viele Firmenangehörige, die ihr privates Macbook in der Firma nutzen bzw. ihr Firmen-Macbook privat verwenden.

Trotz geringer Gefährdung ist das Angebot an Mac-Virenscannern groß. Fast alle bekannteren PC-Scanner sind für macOS verfügbar, wir testen eine Auswahl von zehn Programmen. In unserem Sommer-Test 2017 tritt das kostenlos nutzbar Tool von Sophos gegen neun kostenpflichtige Virenscanner von Kaspersky , Eset , Bitdefender , Norton , Mac Keeper, Trend Micro , Protect Works , Canimaan und Intego an. Die Meßdaten für die Erkennung von Mac-Viren stammen vom Institut AV-Test , das die Messungen April und Mai 2017 durchführte. Mit Mac Keeper ist eine recht umstrittene Tuning-Software im Testfeld, da aber das Programm jetzt der Firma Kromtech gehört und eine Antiviren-Funktion integriert ist, erschien die Aufnahme gerechtfertigt.

Vor Viren schützen

Wichtigste Aufgabe einer Antivirensoftware ist die zuverlässige Erkennung von Mac- und Windows-Viren. Der Aufwand ist für die Hersteller hoch und die Rangfolge unter den Antivirensoftware-Programmen kann sich schnell ändern.

Das magere Aufkommen an Mac-Malware beeinflusst die Anzahl der Testobjekte: Beim Test durch das Labor von AV-Test müssen die Probanden lediglich 184 ausgesuchte Mac-Schädlinge identifizieren, das Testsample an Windows-Viren umfasst dagegen 5368 Schädlinge. An der lästigen Adware, auch PUA genant, herrscht auf dem Mac kein Mangel. Hier stehen 195 Testobjekte zur Verfügung.

Trotz schmaler Testbasis können aber nur vier Probanden alle 184 Mac-Malware-Objekte erkennen. Dabei handelt es sich um die Programme von Bitdefender, Kaspersky, Intego und Symantec. Noch akzeptabel sind die Ergebnisse von Trend Micro. Nicht mithalten können dagegen MacKeeper und Protect Works. Vor allem MacKeeper enttäuscht bei der Malware-Erkennung. Bei der für Firmenanwender wichtigen Erkennung von Windows-Viren trennt sich der Spreu vom Weizen - einige Hersteller verzichten nämlich komplett auf gute Windows-Virenerkennung. Bitdefender und Kaspersky liefern auch heir ein erstklassiges Ergebnis und werden somit Gesamt-Sieger bei der Erkennungsleistung. Gar keine PC-Viren erkennt Intego, unter 20 Prozent identifizieren ClamXAV und Protect Works. Auch Symantec zeigt hier mit nur 70 Prozent Erkennungsleitung Schwächen, nach unserer Meinung ein Ausschlußkriterium. Hervorragend schneiden bei der PC-Malware-Erkennung dagegen Eset, Sophos und Trend Micro ab.

Es gibt aber neben Erpresser- und Schadsoftware auch Lästlinge. Bei diesen Potentially Unwanted Applications handelt es sich beispielsweise um System-Tuner wie Macbooster, die sich über Freeware-Installer auf den Rechner schmuggeln oder Werbetools. Hier schneiden beim Test von AV-Test die meisten Programme gut ab. Allerdings erkennt Protect Works nur 85 Prozent, ClamXAV und Mac Keeper nur magere 90 Prozent.

Zwischenstand Virenerkennung: Ist gute Virenerkennung wichtig, empfehlen wir Bitdefender und Kaspersky. Das als Sophos Home kostenlos nutzbar Sophos bietet ebenfalls eine noch akzeptable Erkennungsleistung.

Positiv überrascht sind wir von den recht guten Werten von ClamXAV, früher konnte das Programm nie mit seinen kommerziellen Konkurrenten mithalten. Seit das ehemals kostenlose Programm eine einmalige Lizenzgebühr kostet, haben die Entwickler aber anscheinend viel Arbeit investiert. Sehr schlechte Ergebnisse erzielte es allerdings bei der Erkennung von PC-Malware.

Bedienkomfort und Funktionsumfang

Vergleicht man Bedienkomfort und Funktionsumfang, gelingt Kaspersky ein guter Kompromiss aus Vielfalt und Übersichtlichkeit. Profis stehen viele Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, das Programm ist aber auch für Einsteiger gut bedienbar. Auch Norton macht optisch einen guten Eindruck, die Oberfläche von Virus Barrier von Intego finden wir dagegen etwas zu verspielt.  Die Programmoberfläche des simplen Sophos Home bietet zugunsten der Web-Oberfläche kaum Einstellungsmöglichkeiten, zeitgesteuerte Scans sind nicht mehr möglich. Da gefiel uns die funktionsreiche Vorversion deutlich besser. Allgemein scheint sich die Optik der Virenscanner immer mehr anzunähern.

Nicht überzeugen kann uns ein weiterer Trend, die Einführung von Web-Accounts wie etwa bei Sophos und Bitdefender: Immer mehr Programme sind nämlich in den aktuellen Versionen an einen Web-Account gekoppelt, über den man die Programme verwaltet und installiert. Die Idee ist, dass ein Nutzer die Installationen auf mehreren Geräten über eine gemeinsame Weboberfläche verwaltet. Wir finden aber, dass dies die meisten Anwender wohl eher unnötig verwirrt.

Sonderfunktionen

Vollausstattung bieten Kaspersky, Eset und Norton, so sind hier E-Mail und Browser-Schutzfunktionen Standard. Eine Firewall gehört zum Lieferumfang, wenn wir auch den Nutzen als begrenzt einschätzen. Ist doch ein Netzwerkschutz in macOS bereits integriert. Zeitgesteuerte Scans, etwa des Download-Ordners, sind ebenfalls Mangelware.

Viele der Programme sind in verschiedenen Ausstattungsvarianten zu haben. So sind Norton Security und Eset zwar schon in der Basisversion gut ausgestattet, zusätzlich sind sie als noch funktionsreichere Programmpakete zu haben. Die teuerste Version Norton Security Premium bietet beispielsweise zusätzlich eine Kindersicherung und sicheren Cloud-Speicher. Bei Eset unterscheidet sich die Basis-Version Cyber Security von der teureren Version Cyber Security Pro durch die fehlende Firewall und Kindersicherung. Letztere bietet übrigens auch Trend Micro.

Gut: Die Hersteller Bitdefender, Trend Micro und Kaspersky bieten eine Version ihrer Scanner im App Store an. Vor allem die Version von Kaspersky macht dabei einen guten Eindruck, so kann die Software den Download-Ordner überwachen und automatisch Downloads prüfen.

iOS-Geräte benötigen übrigens keinen Virenscanner, allenfalls iPhones und iPad mit Jailbreak sind gefährdet. Für diese Geräte existieren bereits Schadprogramme wie Unflod .

Antivirus fürs iPhone und iPad – Sinnvoll oder Überflüssig?

Systemlast

Vor allem bei Macs mit herkömmlicher Festplatten ist ein Antivirenprogramm eine Systembremse. Bei Macs mit SSDs fällt das permanente Überwachen jeder Dateiaktivität dagegen kaum noch auf. So misst AV-Test beim Kopieren von Daten bei einem aktuellen Mac kaum noch Verzögerungen durch den Hintergrundwächter der Virenscanner. Nur die Lösungen von Intego und Protect Works zeigen hier Schwächen, trotz mäßiger Scanergebnisse.  Verzögern kann eine Sicherheitssoftware aber auch Programmaktivitäten, was wir mit der Berechnung von Prüfsummen und Schreiben von Zufallsdateien testen. Hier sind wieder Intego und Protect Works besonders starke Systembremsen, besonders niedrig ist die Systemlast von Bitdefender, ClamXAV, Mac Keeper, Symantec und Trend Micro.

Leider bieten nicht alle Antivirenscanner zeitgesteuerte Überprüfungen an, das tägliche Scannen der E-Mail- und Download-Ordner ist nämlich eine interessante Alternative zu einem Virenscanner, der ständig im Hintergrund arbeitet. Sowohl bei Bitdefender als auch Avast muss man auf diese Funktion verzichten.

Alternativ-Tools für den Adware-Schutz

Gegen Adware wie Browser-Erweiterungen sind Spezialtools wie Anti-Malware oft erfolgreicher.
Vergrößern Gegen Adware wie Browser-Erweiterungen sind Spezialtools wie Anti-Malware oft erfolgreicher.

Vor Adware schützen Antivirenprogramm oft nur begrenzt, da Werbeprogramme von Downloadseiten wie Chip und Macupdate von vielen Virenscannern nicht als Malware eingestuft werden. Grund dafür ist, dass Adware wie Browser-Erweiterungen oder Demo-Versionen von Mackeeper schließlich vom Nutzer selbst installiert werden. Antivirenhersteller müssen aber darauf achten, Demoversionen und Adware nicht fälschlicherweise als Malware einzustufen. Hier ist oft ein spezielles Anti-Adware-Programm wie Malwarebytes Anti-Malware erfolgreicher. (Hinweis: Es gibt auch eine kostenpflichtige PC-Version, die etwas versteckt angebotene Mac-Version ist kostenlos.)

Schutz beim Surfen – ein problematisches Versprechen

Viele Softwarehersteller bieten Browser-Erweiterungen für mehr Surf-Sicherheit, Ausnahmen sind ClamXav und Sophos. Bitdefender bietet beispielsweise die Lösung „Traffic Light“, Norton eine spezielle „Norton Toolbar“  Kaspersky zusätzlich eine virtuelle Tastatur für sichere Anmeldungen. Eine Besonderheit des Trend Micro-Angebotes ist eine Browser-Toolbar für mehr Datenschutz. Neben dem obligatorischen Prüfen von verdächtigen Links kann man damit auch die Datenschutzeinstellungen von Facebook, Twitter, Google Plus und Linkedin verbessern. Unterstützt werden Firefox, Chrome und Safari.

Fast alle Antivirensoftware-Hersteller nutzen Webdatenbanken mit bekannten Spam- und Malware-Seiten, die beim Aufruf sofort geblockt werden. Vor nach Informationen spähenden Phishing-Seiten schützten diese Erweiterungen leider nur begrenzt, diese sind nämlich oft nur kurze Zeit aktiv. Als Stichprobe geben wir einige per Phishing-Emails erhaltene Adressen über die Webseite Virustotal ein, die auf gleich 63 dieser Online-Datenbanken zugreift: Nur vereinzelt schlägt eines der Angebote Alarm. Vorsichtsmaßregeln sollte man also weiterhin beachten: Gibt ein von einer E-Mail getäuschter Nutzer freiwillig Bank- oder Kreditkartendaten weiter oder klickt auf jeden E-Mail-Link, ist jedes Schutzprogramm machtlos.

Schutzwirkung Mac-Malware

Symantec

100%

Kaspersky

100%

Intego

100%

Bitdefender

100%

Trend Micro

99,5%

Sophos

98,4%

Eset

98,4%

ClamXAV

98,4%

Protect Works

94,6%

MacKeeper

85,9%

Antivirensoftware für Mac als Fehlerquelle

Sophos Home ist ein guter kostenloser Scanner, der aber bei Adware und PC-Malware Schwächen zeigt.
Vergrößern Sophos Home ist ein guter kostenloser Scanner, der aber bei Adware und PC-Malware Schwächen zeigt.

Virenscanner können die Performance verschlechtern, sie können sich aber auch negativ auf die Systemstabilität auswirken. Zum Ärgernis wird der Scanner, wenn das Tool eine Fehlfunktion aufweist. So kann es Verzögerungen bei Time-Machine-Backups geben oder die Systemlast plötzlich extrem ansteigen. Probleme treten bei vielen Virenscannern immer wieder auf und sind ein Grund, warum viele Mac-Anwender die Scanner ablehnen. Nicht zu Unrecht behaupten viele Mac-Profis, Virenscanner verursachten mehr Ärger, als sie beseitigen. Empfehlenswert sind Antivirenprogramme nach unserer Meinung nur für professionelle Anwender, weniger für Heimnutzer.

Kaspersky Anti Virus Pro

Der Mac App Store ist zwar eine Quelle für vielerlei Software und aufgrund Apples strenger Richtlinien und akribischer Prüfungen so gut wie sicher frei von Malware. Auch einige Virenscanner werden darin angeboten, doch sind diese insbesondere aufgrund der von Apple erhobenen Sicherheitsrichtlinien funktional meist eingeschränkt. Kaspersky hat jedoch mit Anti Virus Pro eine Lösung speziell für den Mac App Store entwickelt, die sowohl die Sicherheitsrichtlinien erfüllt als auch funktional kaum Wünsche unerfüllt lässt. Lesen Sie hier den Test von Kaspersky Anti Virus Pro .

Antivirensoftware: Ausstattung und Bewertung

Produkt

Kaspersky Internet Security  

Kromtech Mac Keeper

Protect Works Anti Virus

Trend Micro Antivirus

Preis: (Jahreslizenz, 1 Gerät)

€ 40, CHF 44

€ 60, CHF 66

€ 40, CHF 44

€ 38, CHF 42

Vorzüge

guter Funktionsumfang, Kinder-Schutzfunktion, Webcam-Schutz

Niedrige Systemlast

Gute Bedienbarkeit, zeitgesteuerte Scans möglich

Solide Leistungen, niedrige Systemlast, interessante Browser-Erweiterung

Nachteile

Mac-Version nicht als reine Antiviren-Software verfügbar, aber günstige Appstore-Version

Mäßige Erkennungsleistung  bei Mac-Malware

Erkennt kaum Windows-Malware, hohe Systemlast

keine

System- anforderungen

ab OS X 10.9

ab OS X 10.6

ab OS X 10.6

ab OS X 10.9

Funktionen

Scanner/Wächter

ja/ja

ja/ja

ja/ja

ja/ja

Browser-Schutz

ja

ja

nein

ja

E-Mail-Schutz

ja

ja

nein

nein

Firewall

ja

nein

nein

nein

zeitgesteuerte Scans

ja

nein

ja

ja

Gesamtnote

1,8 gut

3,0 befriedigend

3,0 befriedigend

1,9 gut

Produkt

Bitdefender Antivirus

Norton Internet Security

Intego Internet Security

Eset Cyber Security Pro

Preis: (Jahreslizenz, 1 Gerät)

€ 40, CHF 44

€ 30, CHF 33

€ 40, CHF 44

ab € 30, CHF 33

Vorzüge

Einfache Bedienung, gehört zu den besten Scannern, günstige Appstore-Versionen

Guter Funktionsumfang, Deluxe-Version auch mit Kindersicherung und 5 Geräten

Gute Mac-Unterstützung, gute Erkennung von Mac-Malware

Gute PC-Virenerkennung, Guter Funktionsumfang, verschiedene Versionen verfügbar

Nachteile

Mäßiger Funktionsumfang,  keine zeitgesteuerten Scans, umständliche Weboberfläche

schwache Leistung bei Windows-Viren

Schlechte Leistung bei der Erkennung von  Windows-Viren, hohe Systemlast

keine

System- anforderungen

ab OS X 10.8

ab OS X 10.8

ab OS X 10.8

ab OS X 10.6

Funktionen

Scanner/Wächter

ja/ja

ja/ja

ja/ja

ja/ja

Browser-Schutz

ja

ja

ja

ja

E-Mail-Schutz

nein

ja

ja

ja

Firewall

nein

ja

ja

ja (Pro-Version)

zeitgesteuerte Scans

nein

ja

ja

ja

Gesamtnote

1,7 -  gut

2,5 befriedigend

2,5   befriedigend

2,0 gut

Produkt

Canimaan ClamXAV

Sophos Home

Preis: (Jahreslizenz, 1 Gerät)

ab € 28, CHF 31

Kostenlos

Vorzüge

Gute Mac-Virenerkennung

Kostenlos für Heimanwender

Nachteile

Schlechte Erkennung von PC-Viren

schwache Leistung bei Mac-Viren und mittlelmäßige bei PUA  

System- anforderungen

ab OS X 10.6

ab OS X 10.8

Funktionen

Scanner/Wächter

ja/ja

ja/ja

Browser-Schutz

nein

ja

E-Mail-Schutz

ja

nein

Firewall

nein

nein

zeitgesteuerte Scans

ja

nein

Gesamtnote

2,5 befriedigend

2,5 befri

Kaufempfehlung: Antivirenprogramme

Wer zu Hause an einem Mac arbeitet braucht keinen Virenscanner, ein Hintergrundscanner verursacht hier mehr Ärger als Nutzen. Um verdächtige Dateien und gelegentlich das System zu überprüfen, genügt ein kostenloser Scanner wie AVG oder Avast. Wichtiger sind Vorsicht beim Umgang mit Internet-Angeboten und Downloads. Jedes Sicherheitssystem ist machtlos, wenn Anwender Kreditkartendaten weitergeben oder ohne Nachdenken Dateianhänge öffnen

Privat AVG kombiniert hervorragende Erkennungsleistung mit einfacher Bedienung. Für Heimanwender reicht der Funktionsumfang völlig. Für den manuellen Scan von Daten gibt es auch eine funktionsreduzierte kostenlose Version von Bitdefender im App Store.

Profi-Einsatz Benötigt man aus beruflichen Gründen einen hochwertigen Virenscanner, sind Kaspersky und Bitdefender zu empfehlen. Beste Testergebnisse bei der Scanleistung erzielte in unserem Test Bitdefender.                                                                                      Stephan Wiesend

Virenerkennung

Für unseren Test der Erkennung von Mac-Viren nutzen wir die Ergebnisse des Prüfinstituts AV-Test
In einem aktuellen Test des Instituts müssen die zwölf Virenscanner ein Test-Sample von neuen Mac-Viren erkennen. Im Vergleich zu hunderten Millionen an PC-Viren ist dies eine niedrige Anforderung. Aber nur vier der Virenscanner erreichen eine Erkennungsleistung von hundert Prozent. Die nicht so erfolgreichen Scanner von Avast, Kaspersky und Symantecs zeigen trotzdem noch eine akzeptable Leistung. Besonders schlecht schneidet die Lösung Webroot ab, die nicht einmal ein Viertel der Mac-Viren erkennt.

Schutz durch OS X

Selbst Apple musste das Vorhandensein von Mac-Malware anerkennen und schützt das System seit OS X 10.6 mit folgenden Tools

Xprotect  Das System prüft jeden Download per Browser und Mail und blockt beispielsweise Schädlinge wie Genieo . Allerdings gelangen Schädlinge oft über Flash, PDFs und Java auf den Mac und Apple aktualisiert Xprotect nur unregelmäßig. Das simple System ist außerdem bereits von l eicht abgewandelten Viren überfordert . Eine nachträgliche Durchsuchung des Systems ist damit ebenfalls nicht möglich.

Gatekeeper Diese Funktion prüft vor jeder Installation eines Programms, ob es eine Signatur besitzt. Ist ein Tool nicht aus dem App Store, bemängelt Gatekeeper dies ebenso wie ein fehlendes Zertifikat eines Entwicklers. Beschränkt man sich auf die Installation von Programmen aus dem App Store und bei Apple registrierte Entwickler, sorgt Gatekeeper für ein hohes Maß an Sicherheit. Allerdings sind längst nicht alle Anwendungen per App Store verfügbar, neben vielen Adobe- und Microsoft-Apps betrifft dies einen Großteil der Open-Source-Software und alle von uns getesteten Programme - sie greifen nämlich zu tief ins System ein, um über den App Store vertrieben zu werden. Nicht verhindern konnte Apples Sicherheitssystem außerdem die Verbreitung des Schädlings Flashback , der eine Sicherheitslücke der Java-Umgebung ausnutzte. Fehler des Plug-ins Flash sind ebenfalls öfter Einfallstore für Hacker.

Tipp Flash sollte man möglichst deaktivieren, Java besser deinstallieren.

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