2630161

Apple-Trends 2022: iOS 16 wird eine große Überraschung

30.12.2021 | 10:30 Uhr |

iOS 16 steckt derzeit noch in der Entwicklung. Was uns beim neuen Betriebssystem 2022 erwartet - und was nicht.

In dieser Vorausschau auf das Jahr 2022 werfen wir einen Blick auf das kommende Update für iOS. Die gute Nachricht ist: Im Vergleich zum iPhone 14 dauert es gar nicht mal so lange, bis wir einen ersten Eindruck von iOS 16 bekommen. Sollte Apple nicht mit seiner Tradition brechen, wird iOS 16 zusammen mit iPadOS 16, watchOS 9 und dem neuen macOS Mitte des Jahres 2022 vorgestellt. Seit 18 Jahren hält Apple nun seine Worldwide Developers Conference (WWDC) im Juni ab – mal zu Beginn des sechsten Monats, mal gegen Ende. Auch eine Pandemie hat diesen Zeitplan nicht durcheinander bringen können, daher können wir ziemlich sicher sein, dass iOS 16 im Juni 2022 vorgestellt wird. Das iPhone 14 bekommen wir hingegen erst im Herbst 2022 zu Gesicht. 

Die schlechte Nachricht ist: Während Apple es in den letzten Jahren kaum gelang, seine neuen Features oder Design-Änderungen der Geräte geheim zu halten, war die Überraschung bei der Vorstellung der neuen Software-Features umso größer. Aktuell ist noch recht wenig über iOS 16 bekannt. Das soll uns aber nicht davon abhalten, die besten Gerüchte und Design-Konzepte aus dem Netz zusammenzutragen und darüber zu spekulieren, was uns 2022 erwarten könnte. 

Kompatibilität

Bevor wir uns ins Reich der Spekulationen begeben, können wir zumindest ein paar halbwegs gesicherte Informationen liefern. Im Rahmen der diesjährigen WWDC überraschte Apple die Zuschauer mit dem Hinweis, dass das aktuelle iOS 15 auch noch auf sehr alten Modellen läuft, wie etwa dem iPhone 6S oder SE der ersten Generation. Damit hatte zuvor niemand gerechnet, weshalb sich nun die Frage stellt: Welche Geräte unterstützt das kommende iOS 16? Dass das iPhone 6S und SE (1. Gen.) auch auf der Update-Liste für 2022 stehen, ist eher unwahrscheinlich. Wir vermuten daher, dass alle Geräte ab dem iPhone 7 mit iOS 16 versorgt werden. In diesem Artikel haben wir uns die Verteilung von A-Chips über die Jahre angeschaut und zum gleichen Fazit gekommen, weil beispielsweise einige Geräte aus dem Apple Store wie der iPod 7 nicht mehr die neueste Version von iOS ausführen können. 

Neues Design

Mit iOS 14 lieferte Apple im vergangenen Jahr ein großes Redesign – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die großen Widgets, die teilweise bis zu zwölf Apps auf dem Home-Bildschirm ersetzen können, sorgten für ein neues, frisches Erscheinungsbild des iPhone. An den App-Icons selbst hat sich jedoch nicht sonderlich viel getan, was Apple jedoch im nächsten Jahr nachholen könnte. Was bereits mit macOS Big Sur eingeführt und mit macOS Monterey weitergeführt wurde, könnte nun auch aufs iPhone kommen. Das folgende Design-Konzept zeigt, was uns möglicherweise erwartet: 

Die Vergangenheit zeigt, dass Apple hier und da kleinere Design-Änderungen bevorzugt. Da sich mit iOS 15 optisch nicht sonderlich viel getan hat, scheint das nächste Jahr dafür geradezu prädestiniert zu sein. 

Neue Funktionen

Auch wenn optische Änderungen als Erstes auffallen, sind die viel spannenderen Änderungen natürlich neue Features. Auch hier gibt es bisher noch keine glaubhaften Leaks oder Meldungen aus der Branche, allerdings kann man anhand von Nutzer-Feedbacks oftmals den ein oder anderen Wunsch heraushören. 

Wie wäre es beispielsweise mit interaktiven Widgets? Der große App-Ersatz sieht zwar ganz nett aus, doch seien wir mal ehrlich: Noch praktischer wären Widgets dann, wenn man direkt in den Widgets bestimmte Funktionen ausführen könnte. Stellen Sie sich vor, Sie könnten über das Musik-Widgets Songs abspielen, pausieren oder überspringen – ohne erst über das Widget selbst in die Musik-App zu gelangen oder alternativ das Kontrollzentrum aufzurufen. Wir glauben, dass die Widgets großes Potenzial bieten. 

Eine Frage, auf die wir auch noch keine finale Antwort gefunden haben, beschäftigt sich mit dem Thema "Always-On-Display". Bereits im letzten Jahr wurde viel darüber spekuliert, ob Apple mit dem iPhone 13 ein Always-On-Display einführen wird. Wie wir jetzt wissen, hat sich Apple dieses Feature noch aufgehoben (sofern es überhaupt plant, diese Funktion jemals auf ein iPhone zu bringen). Sollte Apple dem iPhone-14-Line-Up ein solches Feature spendieren, stellt sich die Frage, inwieweit die Nutzer unter iOS 16 in der Lage sind, das Always-On-Display selbst zu gestalten. Kann das iPhone nur die Uhrzeit anzeigen oder darüber hinaus noch weitere Funktionen, Hinweise oder Benachrichtigungen? 

iOS 16: Was nicht kommt

iOS 14 hat im letzten Jahr einen regelrechten Hype ausgelöst, da Nutzer erstmals in der Lage waren, ihrem iPhone neben den Widgets und ohne Jailbreak ein neues Aussehen zu verpassen. Über die App "Kurzbefehle" konnten Nutzer App-Verknüpfungen auf dem Home-Bildschirm ablegen, ihnen neue Namen verpassen und vor allem neue App-Icons. Gerade zum Release startete im Netz ein beeindruckender Wettbewerb, wer den interessantesten Look für sein iPhone gestalten konnte. 

Dabei handelt es sich jedoch nur um einen Workaround, so viel Freiheit wie Android-Nutzer bekommen iPhone-Besitzer dann doch nicht. Und dies wird sich auch nicht ändern. Es sei denn, Apple ändert den Grundgedanken seiner gesamten Unternehmensphilosophie. Und das scheint dann doch recht unwahrscheinlich. 

Dennoch schadet es nicht, einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen. Im folgenden Video nennen wir Ihnen fünf Funktionen, die Apple von Android übernehmen sollte: 

Derzeit kann man über iOS 16 nur eines ganz sicher sagen: Dass Apple für uns eine große Überraschung in petto hat, da wir bis zur offiziellen Vorstellung aller Voraussicht nach nur sehr wenig über das kommende Betriebssystem erfahren werden. Und in aktuellen Zeiten, in denen ungesicherte Informationen schneller als Leak verbreitet werden, als dass man "Softwareupdate" sagen kann, ist das vielleicht auch ganz gut so. 

Macwelt Marktplatz

2630161