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Apple Watch Series 4 vs. Series 3: Das sind die Unterschiede

14.09.2018 | 10:29 Uhr |

Nun kann man die Apple Watch Series 4 im Apple Store bestellen, es stellt sich die Frage, ob sich der Sprung vom Vorjahresmodell lohnt.

Wer noch die Apple Watch Series 2 oder 1 hat und sich überlegt, die neue Series 4 zuzulegen, bekommt an dieser Stelle eine klare Kaufempfehlung: Schon mit der Series 3 ist der Sprung hinsichtlich Akkulaufzeit gewaltig, beim normalen Gebrauch mit einem bis zwei Stunden Training am Tag kann die Uhr locker zwei Tage durchhalten. Die Series 4 sollte dem Vorgänger hier in nichts nachstehen, obwohl sie einen größeren Bildschirm hat. Doch welche Unterschiede gibt es zwischen Series 4 und Series 3, und wird sich der Umstieg gegebenenfalls lohnen? Bei dieser Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Wir schauen jedoch aufs Detail.

Größe

Anders als andere Smartwatchhersteller hat Apple seine Series 4 statt verkleinert nun vergrößert. Zwar beteuert Cupertino, dass die bereits verkauften Armbänder dem neuen Modell auch passen würden, ein paar Millimeter an jeder Seite hat die Series 4 aber zugelegt. Zum Vergleich:

Series 3 38

Series 4 40

Unterschied (mm)

Höhe (mm)

38,6

40

1,4

Breite (mm)

33,3

34

0,7

Series 3 42

Series 4 44

Unterschied (mm)

Höhe (mm)

42,5

44

1,5

Breite (mm)

36,4

38

1,6

Wie schwer diese zusätzliche Millimeter ins Gewicht fallen, wird sich wohl bei der 40mm-Variante entscheiden. Die Vorgänger mit 38 Millimeter waren oft die Smartwatches der Wahl für Frauen, haben diese meist schmalere Handgelenke, an denen die Uhren ab 42 mm recht klobig aussehen.

Die Series 4 ist nominell dünner geworden: Beide Varianten um 0,7 mm im Vergleich zu der Series 3. Der Unterschied mit Series 2 wird dann nicht mehr so groß – 0,4 mm, denn die Series 3 wurde im letzten Jahr ein Tick dicker. Es steht jedoch fest, dass die Series 4 das dünnste Modell der Apple Watch ist. Die neue Apple Watch ist auch etwas schwerer geworden: um knapp 3 Gramm das 40-mm-Modell und um knapp 2 Gramm das 44-mm-Modell. Die Unterschiede zwischen den Cellular- und GPS-Varianten bestehen jedoch nicht mehr, offenbar hat hier Apple an der eSIM und dem LTE-Modul noch geschraubt, damit diese nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Design

Das wohl prominenteste Feature, das Apple auf der Keynote hervorgehoben hat, war das neue Display. Um 30 Prozent vergrößert sich die Anzeige der Apps, Komplikationen, und auch Webseiten. Apple hat dazu neue Zifferblätter vorgestellt, die diese zusätzliche Fläche voll ausnutzen können. Dazu wird in der Series 4 eine neue Generation von LTPO OLED-Display eingebaut (Low-Temperature Polycrystalline Oxide). Der neue Bildschirm ist somit stromsparender (von 5 bis 15 Prozent), was Apple erlaubt, die gleichen Akkulaufzeiten wie bei der Series 3 zu deklarieren.

Wer oft mit der Apple Watch telefoniert, wird bei der Series 4 von dem neuen Mikrofon und Lautsprecher profitieren. Das Mikro ist auf die rechte Seite der Uhr umgezogen, an der linken Seite ist auf der kompletten Länge der größere Lautsprecher eingebaut, Apple verspricht somit bessere Gesprächsqualität. Die digitale Krone verliert im Unterschied zur Series 3 den prominenten roten Punkt, stattdessen weist ein dezenter Plastikring auf die Cellular-Option hin. Die digitale Krone gibt haptisches Feedback, wenn der Nutzer an ihr dreht. Dazu ist dort einer der elektrischen Herzsensoren eingebaut. Aber dazu später mehr. Beim Desing hat Apple die Cellular- und GPS-Modelle nun etwas vereinheitlicht: Beide Modelle führen nun einen Gehäuseboden aus Saphirglas und Keramik, beide Modelle verfügen über einen 16-GB-Speicher. Man kann also bei der Series 4 zu dem günstigeren Modell mit GPS-Funktion greifen und nicht auf Speicher verzichten, wie es noch bei der Series 3 der Fall war.

Die wohl deutlichste Neuerung findet sich auf der Unterseite der Apple Watch: Die Series 4 bekommt nun einen elektrischen Herzsensor, der EKG-Messungen erlaubt. Doch hier dürfen wir uns nicht zu früh freuen. Zum einen wird die neue Funktion erst gegen Ende des Jahres mit einem watchOS-Update freigeschaltet, zum anderen ist sie nur in den USA von der Gesundheitsbehörde FDA genehmigt. Wann eine vergleichbare Freigabe in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz erfolgt, ist noch unbekannt.

Akkulaufzeiten

Nominell unterscheiden sich die beiden – Series 3 und Series 4 – bei den Auflade- und Akkuzeiten nicht. Bis zu 18 Stunden deklariert Apple für die beiden Modelle, die Aufladung dauert auch bei den beiden Modellen zwei Stunden von 0 auf 100 Prozent. Bei diversen Outdoor-Trainings kann die Series 4 knapp eine Stunde mehr aushalten. Die Frage bleibt dann natürlich, ob das auch der Nutzer mitmacht.

Und sonst?

Der Beschleunigungssensor bei der Series 4 ist neu und kann bis zu 32fache Erdbeschleunigung erkennen. Bei der Series 3 wurde noch der Wert 16g deklariert. Der Sensor ermöglicht nun eine Sturzerkennung, besonders für ältere Menschen hilfreich, da watchOS 5 so intelligent ist und auch gleich einen Notanruf absetzen kann.

Der Prozessor S4 bleibt zwar bei zwei Kernen, basiert jedoch auf der 64-Bit-Architektur. Somit soll er doppelt so schnell rechnen wie der S3 in Series 3.

Die Series 4 hat keine Edition-Version, dafür gibt es bei dem Stainless-Steel-Modell eine neue Farbe – Gold, passend zu den neuen iPhone-Modellen. Die Apple Watch Series 4 ist im Vergleich zur Series 3 etwas teurer geworden. Bei den Einstiegsmodellen aus Aluminium haben sich die Preise um 50 Euro bei den kleinen Modellen und um 80 Euro bei den großen Modellen erhöht.

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