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Apple Watch nicht am Arm, sondern am Fuß oder im BH tragen – das müssen Sie wissen

09.12.2021 | 14:00 Uhr | Halyna Kubiv

Apple hat seine Watch auf die Nutzung am Arm ausgerichtet, die Spektrometrie- und Bewegungsalgorithmen sind darauf ausgerichtet.

Während man das iPhone beim Joggen gerne am Oberarm anschnallt oder in einer Tasche an der Taille oder Hüfte befestigt, hat die Apple Watch ihren festen Platz, nämlich am Handgelenk. Schließlich trainiert der Hersteller seine Algorithmen zur Erkennung der Herzfrequenz und der Bewegung beim Einsatz am Arm. Doch es gibt auch Berufe, bei denen das Tragen einer Uhr nicht erwünscht oder gar verboten ist, beispielsweise im Gesundheitsbereich oder in der Gastronomie. 

Es ist dabei ärgerlich, die Smartwatch für die Arbeitsschicht abzulegen, wo doch dabei die meisten Kalorien verbrannt werden. Wir haben uns nach Möglichkeiten umgeschaut und ausprobiert, wie gut oder schlecht eine Apple Watch außerhalb des Armgelenkes funktioniert, nämlich am Fuß und im BH. 

Wie genau ist eine Apple Watch am Fuß? Wie genau im BH?

Um zu wissen, ob und wenn ja, wie genau eine Apple Watch die Aktivitätsdaten am Fußgelenk und im BH misst, haben wir für jeden Einsatz jeweils drei Messungen vorgenommen, meistens diverse Trainings, manchmal einfach die Aktivitätsaufzeichnung des Tages mit den Aktivitätskalorien, Trainingsminuten und Stehstunden. Als eine Referenz haben wir gleichzeitig die Apple Watch Series 7 laufen lassen, an dem üblichen Einsatzplatz, nämlich am Handgelenk.  

Erstaunlich genug, aber die Messung am Fußgelenk ist recht genau, im Schnitt weicht eine solche Aktivitätsaufzeichnung von der Referenz mit der Series 7 um sechs Prozent ab. Wir haben dabei die Abweichungen mit Plus- oder Minus-Zeichen nicht unterschieden, denn schließlich ist es in der Praxis egal, ob die Uhr sechs Prozent weniger oder mehr Kalorien als ein Referenzgerät anzeigt. Dass die Messungen am Fuß recht präzise sind, beweist auch die Streuung von einzelnen Messungen, die Mittelabweichung, also wie weit sich die einzelnen Messungen voneinander im Schnitt unterscheiden, lag dabei bei 1,84 Prozent. 

Die Aufzeichnung der sportlichen Aktivitäten im BH (mit der Sensorseite der Watch zur Haut) ist dagegen nicht so genau, die getestete Uhr lag im Schnitt um zehn Prozent daneben im Vergleich zur Referenz am Handgelenk. Auch Streuung der einzelnen Messungen ist dabei deutlich höher und liegt bei 6,4 Prozent. Bezeichnend ist jedoch, dass je länger ein Training oder ein aufgezeichneter Tag ist, desto genauer werden die Daten. 

Einstellungen der Apple Watch am Fuß und im BH

Während es für die Apple Watch am Handgelenk digitale Regalmeter an Ratgebern zu Benachrichtigungen gibt, mussten wir durch den Praxiseinsatz erst herausfinden, welche Einstellungen sich am besten für eine angeschnallte Apple Watch am Fuß oder im BH lohnen. Denn taptisches Feedback an diesen Stellen ist recht ungewöhnlich und meist recht störend. 

1. Schalten Sie auf der Apple Watch den Theater-Modus ein und Benachrichtigungen aus. Dafür wischen sie auf der aktivierten Uhr mit der Geste von unten nach oben und tippen die Symbole mit Theatermasken und mit einer kleinen Glocke an. Zusätzlich dazu kann man noch den Nicht-Stören-Modus aktivieren. 

2. Selbst bei diesen scheinbar umfassenden Einstellungen haben wir einige Benachrichtigungen erhalten, offenbar werden die Mitteilungen über geschlossene Training- oder Aktivitätsringe, automatisch erkannte Trainings und Mitteilungen über eine zu hohe Herzfrequenz von diesen Einstellungen nicht betroffen, dafür müssen Sie das haptische Feedback auf der Uhr komplett ausschalten. Das ist jedoch nicht in der Watch-App auf dem iPhone, sondern nur in den Einstellungen-App direkt auf der Uhr machbar. Gehen Sie in die Einstellungen-App auf der Apple Watch und scrollen dort zur Einstellung "Töne und Haptik", deaktivieren Sie dort die Regler für "Haptischer Hinweis" und "Systemhaptik", nun bleibt die Uhr still. 

Fazit

Eine Apple Watch, befestigt beispielsweise an einem Fußgelenk, ist erstaunlich genau, was das Messen der verbrannten Kalorien und anderer Aktivitätsdaten angeht. Alleine das haptische Feedback ist recht störend und muss vor dem Einsatz ausgeschaltet werden, das funktioniert in der Einstellungen-App direkt auf der Uhr. 

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