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Apple im Business? So viel sparen Sie mit Firmen-Macs

02.08.2021 | 12:30 Uhr |

Anders als mit iPhone und iPad konnte Apple mit seinen Mac-Rechnern noch keine großen Erfolge im Enterprise-Umfeld feiern. Mit dem hauseigenen M1-Chip macht der Konzern aus Cupertino nun eine neue Kosten-Nutzen-Rechnung auf.

Auch wenn Macs nicht mehr so exklusiv sind wie vor einigen Jahren, erhalten nach wie vor in vielen Unternehmen nur Führungskräfte – neben Layoutern und anderen kreativ tätigen Mitarbeitern – Apple-Rechner. Als Grund dafür werden häufig die im Vergleich zu Windows-PCs höheren Anschaffungskosten für Macbooks und Macs aufgeführt.

Bislang hatte Apple als Gegenargument – neben der vermeintlich besseren Usability – auf deutlich niedrigere Kosten für Verwaltung und Support beim Mac verwiesen. Mit dem leistungsfähigen M1-Chip zieht der Konzern nun einen neuen Enterprise-Trumpf aus dem Ärmel. So verbuchen Unternehmen laut einer neuen Studie von Forrester Consulting ( PDF ) über eine Lebensdauer von drei Jahren Kosteneinsparungen von 843 Dollar je Device, wenn die Mitarbeiter statt einem herkömmlichen PC einen Mac mit M1-Chip erhalten.

M1-Chip dreht an der Kostenschraube

Die Erhebung folgt auf eine bereits 2019 von Apple in Auftrag gegebene Studie zum Kosten-Nutzen-Verhältnis beim Einsatz von Mac-Geräten in Unternehmen. Damals betrugen die Einsparungen über drei Jahre pro Mac "nur" 678 Dollar. Den Grund für die – bei größeren Stückzahlen doch relevante Differenz – machen laut Apple die neuen Macs mit M1-Chip und das aktuelle MacOS-Betriebssystem mit verbesserten Security- und Kollaborationsfunktionen aus. So fielen die errechneten Einsparungen bei Support und Betrieb gegenüber der PC-Konkurrenz mit 635 Dollar (2019: 628 Dollar) je Gerät zwar nahezu gleich hoch aus.

Deutlich geändert hat sich jedoch die Kalkulation bei den Hard- und Softwarekosten: 2019 errechnete Forrester hier pro Gerät 50,25 Dollar weniger als vergleichbare PCs, trotz der um 500 Dollar höheren Anschaffungskosten für einen Mac. In der aktuellen Studie sparen sich Unternehmen durch den Einsatz von M1-Macs knapp 208 Dollar je Gerät. So müssen im Schnitt nur 300 Dollar mehr für ein vergleichbares Apple-Gerät ausgegeben werden.

Außerdem errechnete Forrester, dass die Anzahl der Datenschutzverstöße pro eingesetztem Mac um die Hälfte sinkt, während die Produktivität für alle Mitarbeiter um fünf Prozent ansteigt. Angaben dazu, inwieweit sich ein weiteres Feature der M1-Chips, nämlich die Möglichkeit, iPad- und iPhone-Apps auf den neuen Macs zu nutzen, finanziell auswirkt, machte Forrester nicht.

Der Bericht von Forrester basiert auf Befragungen von zehn Unternehmen aus verschiedenen Branchen mit 1.450 bis über 100.000 Mitarbeitern, die M1-basierte und nicht-M1-basierte Mac-Rechner im Einsatz haben. Die Implementierungsgrößen reichten von 500 bis 30.000 Macs. Die Analysten fassten die Erfahrungen der befragten Unternehmen zusammen und kombinierten die Ergebnisse zu einer einzigen Organisation.

Leistungsmäßig voll Business-tauglich

Zeitgleich mit der Studie veröffentlichte Apple neue Performance Benchmarks für klassische Bürotätigkeiten. Demnach biete ein Macbook Air mit M1-Chip im Vergleich zu einem der meistverkauften Business-PCs im gleichen Preissegment von 1000 Dollar (Intel Core i5, Intel Iris Xe Graphics) eine bis zu doppelt so schnelle Performance bei Excel, bis zu 50 Prozent schnellere Reaktion bei Web-Applikationen und bis zu zweimal so schnelle Grafikleistung beim Browser.

Wenngleich von Herstellern in Auftrag gegebene Studien grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen sind, sind die Ergebnisse es wert, die Entscheidung bei der Hardware-Ausstattung noch einmal neu zu überdenken. Zumal Apple darauf hinweist, dass laut einer Studie von Boston Consulting 84 Prozent der weltweit innovativsten Unternehmen wie Salesforce, SAP und Target in großem Umfang Macs einsetzen.

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