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Astronomie-App: Raumstation ISS am Sternenhimmel selbst beobachten

24.06.2019 | 16:13 Uhr | Christian Henkel

Der Himmel hell und klar, die Nächte lau: Derzeit lassen sich Sterne, Planeten und andere Objekte am Nachthimmel bestens beobachten. So finden Sie heraus, wo sich die Internationale Raumstation ISS gerade bewegt.

Frühjahr und Sommer sind die Jahreszeiten, in denen man länger draußen bleibt und das schöne Wetter genießt. Ein Blick zum Nachthimmel lässt einen oft dahin schmelzen und beim Anblick der zahlreichen Sterne und der Milchstraße wird sogar der härteste Geselle zum Romantiker.

Beim Anblick den Firmaments entdeckt man immer wieder tolle und wunderbare Dinge: So ist es vielen gar nicht bekannt, das man auch die ISS und umlaufende Satelliten bei günstigen Bedingungen am Himmel sehen kann.

Dabei erkennt man eigentlich immer nur einen Punkt, der so hell erscheint wie einer der hellsten Sterne oder der Planeten und zwischen den Fixsternen seine schnelle Bahn zieht.

Natürlich sollte man die Orbiter nicht mit Flugzeugen verwechseln, die natürlich ebenfalls in der Nacht gut zu sehen sind, die aber immer blinkend am Himmel zu finden sind – und sich noch dazu durch ihre Positionsleuchten als Luftfahrzeuge innerhalb der Atmosphäre verraten. Ein Satellit, der am Himmel seine Bahnen zieht, blinkt nie, fällt aber vor allem gegenüber Sternen und Planeten durch seine flotte Bewegung auf.

Wenn man sich bewusst wird, dass das, was man gerade da oben sieht, doch tatsächlich ein Satellit ist, der die Erde umkreist, ist das natürlich viel spektakulärer, als ein einfaches Flugzeug am Himmel zu sehen. Doch wie erfährt man nun, was man dort oben gerade sieht, welches Objekt am Himmel seine Bahnen zieht?

Zu diesem Zweck gibt es natürlich wieder zahlreiche iOS-Apps, die uns dabei helfen, die Satelliten genau zu bestimmen, besser noch, für unseren Standort bekommen wir genaue Vorhersagen, wann wir was und wo sehen können.

Das mag den romantischen Aspekt der nächtlichen Himmelsschau ein in den Hintergrund rücken, man kann aber den Liebsten oder die Liebste mit Fachwissen beeindrucken.

ISS Detector findet die Internationale Raumstation am Himmel

Die iOS-App "ISS-Detector" gibt es sowohl für das iPhone aber auch für Android, wie oft üblich, für das iPhone mit optimaler Darstellung mit mehr Übersicht. Einmal gestartet, errechnet "ISS-Detector" anhand des Standortes genau, wann welcher Umlauf am Standort zu sehen ist. Die App erinnert einem auf Wunsch an den nächsten zu sehenden Umlauf, kann dieses aber auch in den Kalender von iOS eintragen.

Dabei wird auf Wunsch auch der aktuelle Wetterbericht einbezogen, damit man bei bewölkten Himmel erst gar nicht nach oben schauen muss und besser einen Fernsehabend plant.

Die Darstellung der Laufbahn am Himmel wird dabei übersichtlich gezeigt, wo man eigentlich nur sehr wenig Kenntnis haben muss, um die ISS dann auch am Himmel zu finden. Im Grund reicht das Wissen der Himmelsrichtungen aus, was einem aber auch die App selbst zeigt. Im Zweifelsfall hilft die Kompass-App des iPhone weiter. So steht einer Beobachtung nichts mehr im Wege.

Aber auch dann, wenn man vor lauter Bäumen – oder besser gesagt Sternen – die ISS nicht sieht, hilft einem die App, die Sache doch zu einem vollem Erlebnis zu machen. Das Zauberwort dabei lautet Augmented Reality.

In entsprechenden Modus gibt die App genaue Anweisungen, wohin man durch das iPhone schauen muss, um die ISS zu sehen. So ist es kein Problem mehr, den "bewegten Stern" am Himmel zu finden – auch andere Objekte spürt ein jeder auf diese Weise einfach auf.

Denn nicht nur die ISS ist damit am abendlichen Himmel zu finden. Die App stellt eine große Datenbank zur Verfügung, in der die Bahnen nahezu eines jeden künstlichen Objekts gespeichert sind. Wenn gewünscht, zeigt die App nur die Satelliten-Umläufe an, die auch gut sichtbar sind. Einem spannenden Abend mit zahlreichen Beobachtungen steht dann nichts mehr im Weg.

Noch eine Sache zur Verständnis:  Die Satelliten und auch die ISS, die wir am Himmel vor allem am Abend und auch in den Morgenstunden gut sehen können, leuchten nicht von selbst, Das was wir sehen, ist das von den Satelliten reflektierte Sonnenlicht. Es ist also niemand dort oben und macht das Licht an und auch – das erledigt für uns einzig die Sonne selbst.

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