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Backup vom Volume, Backup-Alternativen

21.10.2011 | 16:00 Uhr |

Backup vom Volume, Backup-Alternativen

Externe Festplatte für die Datenrettung

Damit die Datenrettung klappt, ist eine externe Festplatte als Speichermedium für die geretteten Daten in fast allen Fällen unumgänglich. Wer einmal einen herben Datenverlust erlebt hat, wird zudem in Zukunft Time Machine nutzen wollen, um seine Daten durch komfortables Backup zu schützen. Dazu sollte die Festplatte schnell sein und mit ausreichend Platz daherkommen. Wir setzen das Modell My Book Studio von Western Digital ein. Für rund 200 Euro gibt es 3 Terabyte, das Modell mit 2 Terabyte Speicherplatz kostet rund 150 Euro. My Book Studio bietet Firewire- und USB-2-Anschlüsse. Natürlich tut es auch eine andere Markenplatte.

Backup vor der Datenrettung

Mit Apples Festplatten-Dienstprogramm, Carbon Copy Cloner oder Super Duper legen Sie im ersten Schritt einen Clone Ihrer Festplatte auf der externen Platte an. Bei Super Duper - die kostenlose Trialversion bietet Backup und Restore - legen Sie ein Image auf der externen Festplatte an, das als "Read-only" Schutz vor unbeabsichtigten Veränderungen bietet. Die Read-only-Funktion legen Sie über "Options" fest. Das Anlegen dauert je nach Festplattengröße ein bis drei Stunden. Das Image lässt sich später mounten oder - ebenfalls mit Super Duper - wieder auf eine Festplatte als Startvolume übertragen.

Carbon Copy Cloner

Eine bewährte Hilfe beim Anlegen von startfähigen Kopien des Laufwerks oder beim Erzeugen von Volume-Images ist seit vielen Jahren Carbon Copy Cloner von Bombich Software. Sie können das Programm kostenlos nutzen, dabei sind Spenden (Donationware) willkommen. Wählen Sie nach dem Start unter "Quelle" Ihr Startlaufwerk, unter "Ziel" die Option "Neues Disk Image". Als Speicherort für das Image wählen Sie die externe Festplatte. Wie Super Duper wird in diesem Fall ein Clone als Image gesichert.

Festplatten-Dienstprogramm

Sie können das Problemlaufwerk aber auch mit dem Festplatten-Dienstprogramm klonen. Wählen Sie das Volume unter "Wiederherstellen" als Quelle und ein anderes als Ziel. Hierfür bietet sich eine externe Platte an, die Sie vorher löschen und als "Mac OS Extended (Journaled)" formatieren. Damit das Laufwerk startfähig ist, wählen Sie unter Optionen "GUID". Ein Klick auf "Wiederherstellen" startet den Vorgang. Festplatten-Dienstprogramm erstellt in diesem Fall ein startfähiges Volume, kein Image. Sie können Ihren Mac damit auch von der externen Festplatte starten.

Zugriffsrechte prüfen und reparieren

Ein Verzeichnisfehler kann die Ursache für Zugriffs- und Kopierprobleme sein. Bevor Sie also an kompliziertere Rettungsmaßnahmen gehen, nutzen Sie Festplatten-Dienstprogramm, und überprüfen Sie die Zugriffsrechte. Beim Installieren von Updates und Software geraten diese Dateirechte gelegentlich in Unordnung und führen dazu, dass Kopiervorgänge nicht klappen oder sogar Druckaufträge nicht mehr am Ziel landen. Wählen Sie gleich die Option zum Reparieren. Die Aktion können Sie auch zwischendurch alle paar Monate durchführen, eine externe Festplatte wird hier nicht benötigt. Sind Probleme aufgetreten, probieren Sie erneut, die Dateien zu öffnen. Ist das Problem nicht behoben, bietet das Festplatten-Dienstprogramm den nächsten Schritt.

Volume prüfen

Sind die Zugriffsrechte erfolgreich überprüft, lässt sich per Festplatten-Dienstprogramm über die Option "Volume prüfen" auch die komplette Verzeichnisstruktur des Startvolumes auf Fehler untersuchen. Im Bild wurde der Test erfolgreich durchlaufen. Das Festplatten-Dienstprogramm bietet beim Fehlerfund auch einen Reparaturversuch - allerdings nicht beim Startvolume, die Option ist gegraut. Benutzer von OS X 10.6 müssen den Mac von der System-DVD booten und das Festplatten-Dienstprogramm zur Reparatur einsetzen. Seit OS X Lion gibt es dazu das Notfall-Volume.

Notfall-Volume nutzen

Apple belegt beim Installationsprozess von Lion einen Teil der Festplatte mit einer "Rettungspartition". Das ist ein knapp ein Gigabyte großer Abschnitt, der im normalen Betrieb unsichtbar bleibt. Erst wenn man beim Start des Macs die Wahltaste (oder Alt-Taste) gedrückt hält, wird diese Partition als " Recovery HD " sichtbar. Wählt man sie aus, lädt der Mac ein Hilfsbetriebssystem von dieser Partition. Dann stehen vier Optionen zur Verfügung: Man kann den Mac vom Time-Machine-Backup wiederherstellen, Lion erneut installieren, mit Safari im Internet surfen (beispielsweise auf den Support-Seiten von Apple) oder das Festplatten-Dienstprogramm starten. Gestartet bietet das Programm auch die Reparatur des Volumes, nicht nur die Prüfung auf Fehler. Falls das Festplatten-Dienstprogramm Fehler findet, die es selbst nicht beheben kann, müssen Sie zu kommerziellen Tools greifen, wir stellen Disk Warrior auf den folgenden Seiten vor.

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