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Daten mit Time Machine in OS X Lion wiederherstellen

08.08.2011 | 15:49 Uhr |

Time Machine aufrufen und Ordner öffnen

Zum Wiederherstellen von Dateien aus einem Backup öffnen Sie das Programm Time Machine, am einfachsten durch einen Klick auf das Docksymbol. Das Programm zeigt in der Mitte ein normales Finder-Fenster inklusive der Möglichkeit zur Spotlight-Suche. Die dahinter angeordneten Fenster repräsentieren jeweils einen Backup-Vorgang.

Am rechten Rand des Bildschirms sehen Sie eine Zeiteinteilung. Um zum Beispiel eine versehentlich gelöschte Datei aus einem alten Backup zurückzuholen, wechseln Sie in das zugehörige Verzeichnis, welches nun den aktuellen Inhalt zeigt.

Fehlende Objekte anzeigen lassen

Im nächsten Schritt fahren wir in der Zeit zurück, um ein Backup zu finden, das die gelöschten Dateien noch enthält. Dazu können Sie entweder die Pfeile neben dem Fenster benutzen, um jeweils ein Backup vor- und zurückzuspringen, oder Sie fahren mit der Maus über die Zeitskala.

Dort zeigt Time Machine jeweils das Datum des Backups. Sie können also direkt einen bestimmten Zeitpunkt ansteuern, zu dem die Datei noch vorhanden ist. Das Vorschaufenster passt sich automatisch an den jeweils ausgewählten Zeitpunkt an, der unten in der Mitte zu sehen ist.

Dateien aus dem Backup wiederherstellen

In Time Machine stehen alle üblichen Fensterdarstellungen zur Verfügung. Die Finder-Information lässt sich aufrufen, und die Vorschau per "Übersicht" funktioniert ebenfalls. Haben Sie die gewünschten Objekte gefunden, wählen Sie diese mit der Maus aus und klicken dann in der Leiste am unteren Bildrand auf "Wiederherstellen".

Daraufhin kopiert Time Machine die Objekte aus der Sicherungskopie wieder an den entsprechenden Ort auf der Arbeitsfestplatte. Gibt es dort noch eine Version der Dateien, fragt die App, ob Sie beide behalten wollen. Möchten Sie die Zeitreise beenden, ohne etwas zu recovern, klicken Sie links unten auf "Abbrechen".

Lokale Backups automatisch einblenden

Eine neue Lion-Funktion ist die lokale Sicherung von Time Machine in einem unsichtbaren Ordner auf dem Startlaufwerk, wenn das eingestellte Backup-Volume gerade nicht zur Verfügung steht. Die Sicherung ist zwar weniger zuverlässig, da sich das Backup auf dem gleichen Laufwerk befindet wie die Originale.

Trotzdem ist die neue Funktion sehr praktisch. Sie sorgt nämlich dafür, dass Sie auch unterwegs Zugriff auf gelöschte Dateien und Zwischenstände haben. Ist man zurück und greift auf das Backup-Volume zu, blendet Time Machine die lokalen Backups im Zeitstrahl mit ein. Sie sind gut an der weißen Farbe zu erkennen, die sich klar vom Lila der Backups auf dem normalen Time-Machine-Volume abhebt. Die letzte normale Sicherung wird zusätzlich als "Letztes Backup" markiert.

Gesicherte Daten löschen

Um Platz auf dem Time-Machine-Volume zu sparen, kann man manuell Objekte davon entfernen. Das kann bei großen Image- oder Filmdateien sinnvoll sein, die bei der Bearbeitung entstanden sind, aber nicht mehr gebraucht werden. Zum Löschen startet man Time Machine und wählt die Datei aus. Dann ruft man im Kontextmenü "Alle Backups von ... löschen" auf. Der Befehl löscht alle Versionen der Datei mit gleichem Namen an diesem Ort.

Inhalt von Time-Machine-Backups zeigen

Es kommt vor, dass einzelne Time-Machine-Backups ungewöhnlich groß sind und lange dauern, ohne dass man sich wirklich vorstellen kann, warum. Mit Backup Loupe können Sie das Ergebnis eines jeden Backup-Laufs inspizieren. Das Programm zeigt neben Größe und Datum auch den exakten Inhalt in einem Browser ähnlich der Spaltendarstellung des Finders an. Rote Markierungen heben große Backup-Sessions deutlich hervor.

Eigene Intervalle für Time Machine festlegen

Time Machine führt jede Stunde eine automatische Sicherung durch. Falls Sie dieses Intervall ändern wollen, gibt es dafür zwei nützliche Tools. Time Machine Editor erlaubt nicht nur, die Stundenzahl zu erhöhen, sondern auch tägliche, wöchentliche und monatliche Intervalle festzulegen. Mit Time Machine Scheduler lassen sich neben größeren Intervallen auch sehr einfach Zeiten festlegen, in denen kein Backup erfolgen soll.

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