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So vermeiden Sie typische iPhone-Fehler, die jeder macht

26.05.2021 | 15:38 Uhr |

Im Alltag passiert es ganz leicht, das iPhone falsch zu bedienen oder das Potenzial nicht ganz auszuschöpfen. Oftmals bemerken wir es gar nicht, doch auch unbewusste Handlungen wirken sich mitunter auf die Nutzung und Lebensdauer aus. Wir verraten Ihnen elf hÀufige iPhone-Fehler und wie man sie vermeidet.

AlltĂ€gliche Fehler auf dem Smartphone sind keine Seltenheit. Oftmals bemerken wir noch nicht einmal, dass wir etwas falsch machen oder vielleicht das gewaltige Potenzial des iPhones gar nicht vollstĂ€ndig ausschöpfen, weil wir irgendwo in den Tiefen der Einstellungen einen Funktionshaken nicht richtig gesetzt haben. Wir verraten Ihnen elf hĂ€ufige Fehler – und wie Sie diese vermeiden können. 

01. Notfallpass einrichten

Dieses Feature kann im Ernstfall tatsĂ€chlich Leben retten – und zwar Ihr eigenes. Leider handelt es sich beim Notfallpass um eine Funktion, von der nicht alle Nutzer wissen. Dabei ist sie sehr schnell eingerichtet. Angenommen, Sie sind in einen Unfall verwickelt und nicht ansprechbar: Ersthelfer können in einem solchen Fall ĂŒber Ihr iPhone wichtige Informationen an die EinsatzkrĂ€fte weitergeben. 

Der Notfallpass kann ĂŒber den Sperrbildschirm aufgerufen werden, wenn Touch- oder Face-ID nicht vom EigentĂŒmer des iPhones genutzt werden kann. Unten links erscheint dann ein "Notfall-Feld", welches wiederum zum Notfallpass fĂŒhrt. Hier können wichtige Informationen eingesehen werden, wie 

  • Name

  • Geburtsdatum

  • Blutgruppe

  • Gewicht

  • GrĂ¶ĂŸe

  • PrimĂ€rsprache

  • Erkrankungen & Befunde

  • Medizinische Aufzeichnungen

  • Allergien und UnvertrĂ€glichkeiten

  • Medikation

  • Organspender

  • Notfallkontakte 

Um den Notfallpass einzurichten, gehen Sie wie folgt vor: 

  1. Öffnen Sie auf dem iPhone die Health-App

  2. Tippen Sie oben rechts auf Ihr Profilbild

  3. WĂ€hlen Sie "Notfallpass"

  4. FĂŒllen Sie die leeren Felder aus. 

  5. Über "Bearbeiten" oben rechts können Sie dem Notfallpass noch mehr Informationen hinzufĂŒgen.

Den Notfallpass einzurichten dauert wahrscheinlich nur ein paar Minuten, kann im Ernstfall fĂŒr Sie aber ĂŒberlebenswichtig sein. Nehmen Sie sich also kurz die Zeit und informieren Sie auch Familienangehörige und Freunde ĂŒber diese Funktion. 

02. Sperrcode

Das iPhone mit einem sicheren Passwort zu schĂŒtzen, sollte selbstverstĂ€ndlich sein. Doch sind wir mal ganz ehrlich: Gerade in Corona-Zeiten ist das Entsperren fĂŒr alle Nutzer eines iPhone X oder neuer echt lĂ€stig geworden, da das Tragen einer Maske die Face-ID unbrauchbar macht. Zum GlĂŒck hat Apple dieses Problem mittlerweile gelöst – zumindest fĂŒr alle Besitzer einer Apple Watch. Wie Sie Ihr iPhone mit Face-ID trotz Maske entsperren können, erklĂ€ren wir hier . 

Sollten Sie vielleicht zu denjenigen gehören, die aus Bequemlichkeit den Code deaktiviert haben, um das iPhone trotz Maske schnell entsperren zu können, können wir Ihnen nur raten, den Sperrcode trotzdem weiterzuverwenden. Wussten Sie beispielsweise, dass Sie auch Buchstabenfolgen oder ganze Wörter als Passwort nutzen können? Gehen Sie dafĂŒr wie folgt vor: 

  1. Öffnen Sie die Einstellungen auf Ihrem iPhone.

  2. WĂ€hlen Sie Face ID & Code.

  3. Tippen Sie auf Anfrage Ihr aktuelles Passwort ein.

  4. Scrollen Sie nach unten und wÀhlen Sie "Code Àndern".

  5. Geben Sie erneut Ihr aktuelles Passwort ein.

  6. Sie können nun einen neuen Code eingeben. 

Über "Codeoptionen" haben Sie die Auswahl zwischen drei verschiedenen Code-Varianten: 

  1. Eigener alphanumerischer Code (Buchstaben, Zahlen & Sonderzeichen, z.B. Beispielcode123!?)

  2. Eigener numerischer Code (Eine beliebig lange Zahlenfolge, z.B. 12345678910111213)

  3. Vierstelliger numerischer Code (Eine vierstellige Zahlenfolge, z.B. 1234)

Unsere Beispiel-Codes sind natĂŒrlich nicht zu empfehlen, schĂŒtzen Sie Ihr iPhone mit einem sicheren Code. Wenn Sie Apple Pay nutzen, mĂŒssen Sie sogar einen Code eingerichtet haben, eine Deaktivierung ist in diesem Fall nicht möglich. Auch hier können wir nur empfehlen, Ihr iPhone mit einem möglichst sicheren Code zu schĂŒtzen.  

03. Bessere Fotos machen

Die neueren iPhone-Generationen machen wirklich hervorragende Fotos und Videos. Wenn man einen Blick in die Kamera-Einstellungen wirft, kann man sogar noch mehr aus den Aufnahmen herausholen. Denn mit den Standard-Einstellungen verschenken Sie Potenzial. Gehen Sie in die Einstellungen und wĂ€hlen Sie "Kamera" aus. Hier können Sie etwa unter dem Punkt "Kameraaufnahme" zwischen High Efficiency (HEIF-/HEVC-Formate) und maximale KompatibilitĂ€t (JPEG/H.264) auswĂ€hlen. Hier in den Einstellungen können Sie auch die Standard-Aufnahmeeinstellungen fĂŒr Videos auswĂ€hlen, ein Raster einstellen, die Frontkamera spiegeln und die Szenenerkennung aktivieren. 

04. iPhone nie ausschalten 

Wenn Sie das iPhone permanent eingeschaltet lassen, wirkt sich das auf lange Zeit durchaus negativ auf die Akku-KapazitĂ€ten aus. Bei extremen LadezustĂ€nden wie auch bei höheren können die Elektroden im Akku oxidieren, wodurch sie seine FĂ€higkeit verlieren, die Lithium-Ionen aufzunehmen und so fĂŒr den Stromfluss zu sorgen. Der Akku verliert also seine KapazitĂ€t. Daher wird es empfohlen, beim Ladezustand unter 20 Prozen t, das Smartphone bis zum nĂ€chsten Ladevorgang auszuschalten, als Handy mit wenigen Prozent Akku zu betreiben.

05. Antiviren-Apps

Nutzer, die von Android auf ein iPhone umsteigen, werden diesen Fehler gewiss machen. Aber auch ĂŒbervorsichtige iPhone-Nutzer mögen vielleicht glauben, dass das Installieren von Antiviren-Apps zu einer höheren Sicherheit fĂŒhrt. Fehlanzeige! iOS mag zwar vielleicht nicht so viele Freiheiten wie Android bieten, dafĂŒr hat die Geschlossenheit von iOS aber auch so ihre Vorteile. Zudem kommt Apples strenges Kontrollverhalten ĂŒber den eigenen App Store. Apples Betriebssystem ist daher so sicher, dass man auf weitere Antiviren-Apps verzichten kann. Diese kosten im Zweifel Geld und verschwenden nur unnötig viel Speicherplatz. 

06. Backup 

Wie, Sie erstellen nicht regelmĂ€ĂŸig eine Sicherung des iPhone-Inhalts? Auch wenn es sicher nicht die spannendste Angelegenheit ist, ein Backup zu erstellen, sollte Sie diesen Fehler unbedingt vermeiden! NatĂŒrlich braucht man ein solches Backup nur in NotfĂ€llen, doch gerade in solchen Situationen sind Sie Ihrem Vergangenheits-Ich sicherlich dankbar, dass Sie damals ein entsprechendes Backup angelegt haben und Ihre wertvollen Daten wie Kontakte, Fotos, Videos, Apps uvm. nicht verloren gegangen sind. Wie Sie ein Backup vornehmen, erklĂ€ren wir Ihnen hier . 

07. Abo-Fallen

Wer kennt es nicht: Sie laden sich eine kostenlose App herunter und nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass sich ein Abo-Modell hinter der App verbirgt. ZunĂ€chst einmal nehmen Sie natĂŒrlich die kostenlose Testphase in Anspruch, nach Ablauf dieser Frist wird jedoch fleißig Ihr Konto belastet. "Bis dahin werde ich das Abo wahrscheinlich kĂŒndigen und die App löschen", denken Sie sich wahrscheinlich. Haben Sie vielleicht den Überblick ĂŒber die laufenden Abonnements verloren? Kein Problem:

  1. Öffnen Sie die Einstellungen auf Ihrem iPhone

  2. Tippen Sie ganz oben auf Ihren Namen

  3. WĂ€hlen Sie "Abonnements" aus

Hier finden Sie eine Übersicht aller aktiven oder abgelaufenen Abos. 

08. Speicherplatz 

Unter „Einstellungen - Allgemein - iPhone-Speicher“ können Sie den verfĂŒgbaren Speicherplatz auf Ihrem iPhone einsehen. Das iPhone zeigt Ihnen sogar an, welche Dateien oder Apps besonders viel Platz beanspruchen. Sollten "Sonstige Dateien" besonders viel Speicher benötigen, erklĂ€ren wir Ihnen hier , wie Sie diese löschen können. 

Mit iOS 14 hat Apple die App-Bibliothek eingefĂŒhrt. Die ist zwar praktisch und sorgt dafĂŒr, dass Sie nicht alle auf Ihrem iPhone installierten Apps auf dem Home-Screen ablegen mĂŒssen, sie fĂŒhrt aber auch dazu, dass man als Nutzer den Überblick verliert. Zu schnell sind nur selten genutzte Apps oder Spiele in der App-Bibliothek verschwunden. Nehmen Sie sich also Zeit und durchstöbern Sie diese nach ungenutzten Apps und löschen Sie diese. Ihr iPhone wird es Ihnen danken. 

09. App-Tracking

Mit iOS 14.5 hat Apple ein neues Feature eingefĂŒhrt: App-Tracking. Damit können Sie verhindern, dass andere Apps Ihre persönlichen Daten sammeln können. Zu welchen kuriosen FĂ€llen dies ansonsten fĂŒhren könnte, zeigt ein aktueller Fall mit einer Zahncreme . SchĂŒtzen Sie daher Ihre persönlichen Daten! Wie Sie das neue Feature aktivieren und verwalten können, erklĂ€ren wir in unserem Ratgeber:  Was ist App-Tracking-Transparenz und wie man sie verwaltet

10. Zubehör

Wahrscheinlich haben Sie schon Mal das GerĂŒcht gehört, dass nicht originale Apple-Kabel Ihr iPhone beschĂ€digen. Und tatsĂ€chlich: Immer wieder hört man von FĂ€llen, in denen GerĂ€te Feuer fangen, kaputtgehen oder beschĂ€digt werden, weil Nutzer auf gĂŒnstige Lightning-Kabel zurĂŒckgreifen. Daher ist es keine gute Idee, nicht originales Zubehör zu nutzen. Achten Sie bei Kabeln und Netzteilen darauf, dass Sie direkt von Apple oder entsprechenden Apple-Resellern vertrieben werden, oder aber explizit MFI-zertifiziert sind (Made for iPhone).

Ansonsten können Sie natĂŒrlich auch auf gĂŒnstigeres Zubehör greifen. So können Sie beispielsweise bei HĂŒllen oder Schutz-Cases ordentlich sparen, wenn Sie nicht das Original-Zubehör von Apple kaufen. In unserem Artikel " Apple-Gadgets unter 50 Euro " haben wir diverses preisgĂŒnstiges Zubehör gelistet, darunter auch HĂŒllen. Schauen Sie gerne mal vorbei!

11. iPhone verkaufen

Sie wollen Ihr iPhone verkaufen? Kein Problem, jedoch sollten Sie Ihr GerĂ€t nicht bei Apple direkt in Zahlung geben. Hierbei handelt es sich zwar oft um die einfachste und schnellste Methode, allerdings bietet Apple fĂŒr gebrauchte GerĂ€te verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenig Geld. Auf dem freien Mark oder auf entsprechenden Ankauf-Seiten bekommen Sie in der Regel deutlich mehr. iPhones lassen sich generell sehr gut verkaufen, auch Ă€ltere GerĂ€te sind im guten Zustand auch einige Jahre spĂ€ter einiges Wert. Bei Handyverkauf.net beispielsweise finden Sie eine gute Übersicht darĂŒber, welche Ankauf-Webseite das meiste Geld fĂŒr Ihr GerĂ€t bietet.

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