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Display & Sonstige

29.03.2010 | 14:19 Uhr |

Display & Sonstige

Von Schreibschrift bis Tattoo-Style

Bello von Bas Jacobs, Akiem Helmling und Sami Kortemäki.
Vergrößern Bello von Bas Jacobs, Akiem Helmling und Sami Kortemäki.

Schreibschriften sind stark im Kommen. Dies gilt für sämtliche Untertypen - den klassischen altenglischen Kanzleistil ebenso wie modernere Varianten oder Plakat-Schreibschriften. Befördert wird der Trend zur zierlichen bis robusten Schreibschrift auch durch Technik. Kaum ein anderer Schrifttyp bietet so viel Ansatzpunkte für alternierende Zeichen oder andere Typo-Gimmicks. Verwunderlich ist es daher nicht, dass vier der fünf vorgestellten Schreibschriften im Format Opentype Pro vorliegen: Die Champion Script Pro vom US-amerikanischen Kleinlabel Parachute, die von Linotype vertriebene Hamada Script sowie die Maestro Pro von Canada Type kombinieren klassischen Kanzleischrift-Look mit aktueller Opentype-Technologie. Ähnliches gilt auch für die Liza Pro, eine neue Schrift des niederländischen Kultlabels Underware, die stilistisch dem informelleren Typ aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachempfunden ist. Die Suse schließlich ist zwar eine Schreibschrift, ihr Erscheinungsbild orientiert sie sich allerdings stark an gängigen Display-Schriften.

Der Ausstoß an reinen Headline-, Zier-, Trend- und Werbeschriften braucht sich ebenfalls nicht zu verstecken. Schriften wie die FTF Morgan, die MFB Sirenne oder die Bree sind im Grunde in beiden Gebieten einsetzbar. Anders als bei Textschriften, die nach allgemeinen, objektivierbaren Kriterien ausgewählt sind, entscheidet der Geschmack über den Einsatz eines Display-Fonts. Daher nur eine kleine Auswahl: die Jeanne Moderno, eine zwischen Art Déco, Sixties und Postmoderne angesiedelte Zierantiqua, die Underware-Plakatschrift Bello, die Westerntype Earmark, der an Display-Bestseller wie Mambo und Remedy erinnernde Fun-Font Beagle Boyz, die Memoriam, eine jugendstilförmige Zierschrift mit fließenden Formen und starken Strichkontrasten und schließlich die Negro - eine kräftige Zierantiqua im Stil des frühen 20. Jahrhunderts.

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