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Ein neues Macbook einrichten

30.07.2019 | 15:25 Uhr | Thomas Armbrüster

Richtet man ein neues Macbook (Air oder Pro) ein, muss man dabei nicht alle Einstellungen sofort vornehmen, sondern kann einige erst anschließend erledigen. Außerdem ist es sinnvoll, noch ein paar Grundeinstellungen zu setzen.

Nachdem man Sprache, Land und Tastaturbelegung ausgewählt hat, kann man das Macbook mit einem WLAN verbinden oder, nach einem Klick auf „Andere Netzwerkoptionen“, ein drahtgebundenes Netz (Ethernet) auswählen beziehungsweise keine Internetverbindung herstellen. Im letzteren Fall wird automatisch die Einrichtung der Apple-ID und von FileVault übersprungen, da hierfür eine Internetverbindung notwendig ist. Beides lässt sich später nachholen. Aber selbst wenn man eine Internetverbindung herstellt, ist es in der Regel sinnvoller, die Angabe beziehungsweise die Einrichtung der Apple-ID erst nach der Einrichtung des Macbooks in der Systemeinstellung „iCloud“ vorzunehmen. Denn dort kann man gezielt auswählen, welche Funktionen von iCloud man verwenden möchte und welche nicht. Während der Einrichtung hat man dagegen nur die Möglichkeit, den iCloud-Schlüsselbund und die Speicherung des Dokument- und des Schreibtischordners auf iCloud Drive zu aktivieren oder auszuschalten. Die meisten anderen iCloud-Funktionen bleiben dagegen aktiv.

 

Überspringt man die Angabe der Apple-ID, kann man die iCloud-Einstellungen später in der Systemeinstellung vornehmen.
Vergrößern Überspringt man die Angabe der Apple-ID, kann man die iCloud-Einstellungen später in der Systemeinstellung vornehmen.

Benutzeraccount einrichten

Sofern man nicht Daten und Einstellungen von einem anderen Mac oder aus einem Backup übernimmt, richtet man nun den Benutzeraccount ein. Für den Namen und den Accountnamen lassen sich beliebige Bezeichnungen verwenden. Der Accountname ist derjenige, der in der Bedienoberfläche von macOS erscheint, beispielsweise als Namen für den Benutzerordner. Wichtig ist die Vergabe eines guten und sicheren Passworts. Da alle aktuellen Macbooks ( Macbook Air und Macbook Pro ) einen Fingerabdrucksensor haben, muss man es nicht mehr so häufig eintippen wie bisher, was es erleichtern sollte, sich nicht mit einem leicht zu knackenden Passwort zufrieden zu stellen und es möglichst lang zu machen. Im nächsten Fenster „Expresskonfiguration“ sollte man besser auf „Einstellungen anpassen“ anstatt auf „Fortfahren“ klicken. Dann kann man individuell entscheiden, ob man Ortungsdienste und Siri verwenden und Analysedaten an Apple schicken möchte oder nicht. Andernfalls werden alle drei Optionen aktiviert.

Im Fenster „Expresskonfiguration“ ist es empfehlenswert, die Einstellungen anzupassen.
Vergrößern Im Fenster „Expresskonfiguration“ ist es empfehlenswert, die Einstellungen anzupassen.

Anschließend speichert man einen Fingerabdruck, mit dem sich das Macbook zukünftig entsperren lässt, wenn man es aus dem Ruhezustand aufweckt. Dazu legt man einen Finger gemäß den Anweisungen mehrfach auf den Sensor rechts oben auf der Tastatur, bis die Bestätigung erfolgt, dass der Fingerabdruck verwendet werden kann. Zum Abschluss der Einrichtung muss noch festgelegt werden, ob man das helle oder dunkle Erscheinungsbild sowie True Tone (sofern verfügbar) verwenden möchte. Beide Einstellungen lassen sich jederzeit in der Systemeinstellung „Allgemein“ beziehungsweise „Monitore“ wieder ändern. Mit einem letzten Klick auf „Fortfahren“ ist die Einrichtung abgeschlossen und es öffnet sich der Finder.

 

Dank des Fingerabdrucksensors muss man das Benutzerpasswort nicht mehr so häufig eintippen wie bisher.
Vergrößern Dank des Fingerabdrucksensors muss man das Benutzerpasswort nicht mehr so häufig eintippen wie bisher.

iCloud konfigurieren

Egal, ob man die Apple-ID schon während der Einrichtung aktiviert hat oder nicht sollte man nun als erstes die Systemeinstellung „iCloud“ öffnen. Hier lässt sich eine neue Apple-ID einrichten oder eine vorhandene aktivieren, und man kann gezielt alle Einstellungen für iCloud vornehmen. Man benötigt die Apple-ID unter anderem für den Einkauf im App-Store und im iTunes-Store und für die Verwendung von Nachrichten (iMessage) und Facetime und für alle Funktionen von iCloud.

Eine neue Apple-ID kann man auch in der Systemeinstellung „iCloud“ anlegen.
Vergrößern Eine neue Apple-ID kann man auch in der Systemeinstellung „iCloud“ anlegen.

Zu jeder Apple-ID gehört auch eine E-Mail-Adresse. Man kann bei der Neueinrichtung einer ID eine schon vorhandene Adresse verwenden oder auf „Kostenlose E-Mail-Adresse bei iCloud erhalten“ klicken, um eine „@icloud.com“-Adresse von Apple zu bekommen. Bei einer neuen Apple-ID muss man noch die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren und dazu eine Telefonnummer angeben, an die entweder eine Textnachricht mit einem Bestätigungscode geschickt oder die angerufen wird. Gibt man eine schon vorhandene Apple-ID an, wird ein sechsstellige Zahlencode auf ein anderes Gerät geschickt, das ebenfalls mit dieser Apple-ID verbunden ist, oder dessen Telefonnummer man als vertrauenswürdig angegeben hatte, und den man dann eintippen muss.

 

In der Systemeinstellung „iCloud“ lässt sich genau festlegen, welche iCloud-Dienste man verwenden möchte und welche nicht.
Vergrößern In der Systemeinstellung „iCloud“ lässt sich genau festlegen, welche iCloud-Dienste man verwenden möchte und welche nicht.

Einstellungen für Updates

Des Weiteren sollte man die Einstellungen in der Systemeinstellung „Softwareupdate“ prüfen und gegebenenfalls ändern, wozu man dort auf „Weitere Optionen“ klickt. Hier kann man sich per Fingerabdruck identifizieren und die Einstellungen freischalten. Lässt man im oberen Bereich des Fensters nur „Aktualisierungen suchen“ markiert, sucht die Systemeinstellung nur nach Updates und zeigt an, ob welche verfügbar sind. Man lädt sie dann manuell herunter und installiert sie. Markiert man „Neue Updates bei Verfügbarkeit laden“, werden die Updates im Hintergrund auf den Mac geladen, aber nicht automatisch installiert. Soll dies ebenfalls automatisch geschehen, markiert man zusätzlich „macOS-Updates installieren“.

Ob System- und Programmupdates automatisch oder manuell installiert werden, legt man in der Systemeinstellung „Softwareupdate“ fest.
Vergrößern Ob System- und Programmupdates automatisch oder manuell installiert werden, legt man in der Systemeinstellung „Softwareupdate“ fest.

Die vierte Option „App-Updates aus dem App Store installieren“ sorgt dafür, dass alle aus dem App Store  stammenden Programme, wozu auch Pages, Numbers, Keynote, iMovie und Garageband gehören, automatisch aktualisiert werden. Auf keinen Fall sollte man die Option „Systemdateien und Sicherheitsupdates installieren“ ausschalten. Denn nur wenn sie aktiviert ist, wird der in das macOS integrierte Schutz vor Schadsoftware ( Gatekeeper , Xprotect und Malware Removal Tool) aktuell gehalten.

Sicherheitseinstellungen

Hat man die Apple-ID erst nach der Einrichtung aktiviert und dadurch die Aktivierung des FileVault -Passworts übersprungen, öffnet man nun die Systemeinstellung „Sicherheit“ und schaltet sie frei. Dazu ist die Angabe des Benutzerpassworts erforderlich, Touch-ID funktioniert in diesem Fall nicht. Auch die Systemeinstellung „Benutzer & Gruppen“ lässt sich nur per Passworteingabe öffnen. Unter „Sicherheit > FileVault“ aktiviert man die gleichnamige Verschlüsselung. Da alle aktuellen Macbooks (Air und Pro) über den T2-Chip verfügen, der die Verschlüsselung der Daten erledigt, wird dabei nur der zusätzliche Passwortschutz durch das Benutzerpasswort aktiviert. Es treten darum keine Wartezeiten mehr durch die Verschlüsselung auf. Zusätzlich legt man fest, ob ein Wiederherstellungsschlüssel erstellt werden soll oder ob die Apple-ID die Daten entschlüsseln darf, falls man das Benutzerpasswort vergessen hat.

In der Systemeinstellung „Sicherheit“ kann man genau festlegen, welche Systemdienste auf die Ortsinformationen zugreifen dürfen.
Vergrößern In der Systemeinstellung „Sicherheit“ kann man genau festlegen, welche Systemdienste auf die Ortsinformationen zugreifen dürfen.

Außerdem sollte man noch einen Blick auf die Einstellungen für die Ortungsdienste werfen, die man in der Systemeinstellung „Sicherheit“ unter „Datenschutz“ findet. Bei einem neu eingerichteten Macbook sind dort nur Einträge für „Siri & Diktat“ sowie „Systemdienste“ zu finden. Unter „Details“ findet man dann die spezifischen Optionen für die Systemdienste und schaltet diejenigen aus, die nicht auf die Ortungsdienste zugreifen sollen. Zudem kann man in der Menüleiste ein Symbol einblenden lassen, sobald auf die Ortungsdienste zugegriffen wird. Klickt man dieses dann an erfährt man, welcher Dienst oder welche Anwendung die Ortsinformationen gerade verwendet.

Backup einrichten

Eine weitere wichtige Einstellung ist diejenige für das Backup mit Time Machine , sofern man nicht mit einem anderen Programm wie Carbon Copy Cloner oder Super Duper Sicherungskopien erstellt. Apple macht es dem Anwender besonders leicht, denn sobald man eine leere Festplatte oder SSD an das neu eingerichtete Macbook anschließt, öffnet sich ein Fenster, in dem man nur auf „Als Backup-Volume verwenden“ klicken muss, um den Datenträger für Time Machine einzurichten. Soll das Backup verschlüsselt werden, markiert man zuvor „Backup-Volume verschlüsseln“.

Ein Backup-Medium für Time Machine einzurichten ist ganz einfach. Man muss nur ein leeres Medium anschließen und die Nachfrage bestätigen.
Vergrößern Ein Backup-Medium für Time Machine einzurichten ist ganz einfach. Man muss nur ein leeres Medium anschließen und die Nachfrage bestätigen.

Es öffnet sich nun die Systemeinstellung „Time Machine“. Hat der Datenträger nicht das richtige Format, blendet sich dort ein Hinweisfenster ein und man kann mit einem Klick auf „Löschen“ das Backup-Medium für Time Machine formatieren lassen. Anschließend startet das erste Backup automatisch nach zwei Minuten und später dann jede Stunde, sofern das Backup-Medium angeschlossen und das Macbook an das Netzteil angeschlossen ist. Um auch im Akkubetrieb Sicherungskopien zu machen, klickt man in der Systemeinstellung „Time Machine“ auf „Optionen“ und markiert „Backup während Batteriebetrieb durchführen“.

Einstellungen für Dock und Finder

Ein paar Einstellungen für die Bedienung des Systems und des Finder können zu Beginn ebenfalls nützlich sein. So kann man das Dock auf die linke Seite des Bildschirms verbannen, da es in der Breite ja deutliche mehr Platz gibt als in der Höhe. Außerdem kann man es automatisch ein- und ausblenden lassen. Beide Einstellungen lassen sich in der Systemeinstellung „Dock“ vornehmen. Oder man klickt mit zwei Fingern auf dem Trackpad, wenn sich der Mauszeiger über einem der beiden Trennstriche im Dock befindet. Im Kontextmenü sind dann unter anderem diese beiden Optionen zu finden.

Über das Kontextmenü des Docks lässt sich festlegen, wo es auf dem Monitor angeordnet sein soll.
Vergrößern Über das Kontextmenü des Docks lässt sich festlegen, wo es auf dem Monitor angeordnet sein soll.

Öffnet man im Finder ein neues Fenster, werden dort standardmäßig die zuletzt benutzten Dateien aufgelistet. Soll stattdessen immer der Benutzerordner oder der Ordner „Dokumente“ in einem neuen Fenster angezeigt werden, öffnet man die Voreinstellungen des Finder, was am schnellsten mit command(⌘)-Komma geht. Unter „Allgemein“ wählt man im Aufklappmenü eines dieser Verzeichnisse aus. Alternativ lässt sich auch jedes andere Verzeichnis für ein neues Finder-Fenster angeben, wenn man im Aufklappmenü auf „Andere“ klickt. In den Finder-Einstellungen findet man unter „Erweitert“ auch die Option „Vor dem Entleeren des Papierkorbs nachfragen“, die standardmäßig aktiviert ist und dafür sorgt, dass man vor dem Entleeren des Papierkorbs gefragt wird, ob man dies auch wirklich tun möchte, was auf die Dauer lästig werden kann.

Welcher Ordner in einem neuen Finder-Fenster angezeigt wird, legt man in den Vorgaben des Finders fest.
Vergrößern Welcher Ordner in einem neuen Finder-Fenster angezeigt wird, legt man in den Vorgaben des Finders fest.

Hier lässt sich das dauerhaft ausschalten. Und wer ein eigenes Foto als Schreibtischhintergrund verwenden möchte, kann dies schnell so erledigen: Man markiert im Finder das Bild und ruft das Kontextmenü durch einen Zweifingerklick auf dem Trackpad auf. Dort ist als letzter Eintrag „Als Schreibtischhintergrund festlegen“ zu finden.

Die oft lästige Nachfrage beim Entleeren des Papierkorbs lässt sich dauerhaft in den Finder-Vorgaben deaktivieren.
Vergrößern Die oft lästige Nachfrage beim Entleeren des Papierkorbs lässt sich dauerhaft in den Finder-Vorgaben deaktivieren.

 

 

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