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Facebook, Instagram und Co.: So vermeidet man hohen Daten- und Akkuverbrauch

09.02.2016 | 16:11 Uhr |

Je nach Nutzungsverhalten können sich Apps der sozialen Netzwerke stark auf die AkkukapazitÀt und den mobilen Datenverbrauch auswirken. Der Hintergrund-Download ist dabei die Hauptursache bei den meisten Apps. Mit einigen Systemeinstellungen und anderen Tricks kann man dies aber vermeiden.

So viel Freude uns die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram oder Snapchat auch bringen mögen, spĂ€testens nachdem wieder einmal das monatliche Datenvolumen gedrosselt wurde, wird das Surfen zur Qual. Zeitgleich strapazieren die HintergrundaktivitĂ€ten den Akku ĂŒber GebĂŒhr, hĂ€ufigeres Laden wirkt sich negativ auf die Lebensdauer der Batterie aus.

Vor allem die Snapchat-App bereitet ĂŒberwiegend den iOS-Usern große Schwierigkeiten. Laut Heise soll die App „innerhalb eines Monats Daten im dreistelligen MByte-Bereich bis hin um GByte-Bereich“ im Hintergrund, aber auch im Vordergrund herunterladen - in EinzelfĂ€llen sogar ganze 13,4 GByte. Da die meisten deutschen Mobilfunktarife derartige Downloadvolumina auch nicht nur ansatzweise unterstĂŒtzen, mĂŒssen Kunden immer wieder kostenpflichtig Datenvolumen nach buchen.

Dass Inhalte im Hintergrund heruntergeladen werden, damit der Anwender diese beim Öffnen der App umgehend ansehen kann, ist nichts Neues. Fast alle Social-Media-Apps greifen auf dieses Verfahren zurĂŒck, was sich letztendlich nicht nur auf das Datenvolumen auswirkt, sondern natĂŒrlich auch die AkkukapazitĂ€t beeintrĂ€chtigt. Gerade Foto- und Videoinhalte in Apps wie Snapchat oder Instagram sorgen schnell fĂŒr einen leeren Akku. Mit ein paar Tricks kann man dem aber entgegen wirken.

Im iOS-MenĂŒ die Hintergrundaktualisierung ein- und ausstellen

Mit Hintergrundaktualisierungen „erlauben Sie Apps ĂŒber WLAN oder das mobile Netz, im Hintergrund Inhalte zu aktualisieren.“ Allerdings kann das Deaktivieren von Apps die Batterielebensdauer verlĂ€ngern.

Öffnen Sie dafĂŒr die Einstellungen-App und wĂ€hlen sie „Allgemein“ aus. Scrollen Sie daraufhin nach unten, bis „Hintergrundaktualisierung“ erscheint. Nun haben Sie eine Auswahl an Apps, die Sie nun verwalten können. Wenn Sie von bestimmten Apps wissen, dass diese nur sehr selten gebraucht werden oder generell nicht im Hintergrund aktualisiert werden sollen, wischen Sie den Schalter rechts neben der App nach links, bis dieser nicht mehr grĂŒn leuchtet.

Mit bestimmten Einstellungen lassen sich Akkulaufzeiten und Datenvolumen verlängern.
VergrĂ¶ĂŸern Mit bestimmten Einstellungen lassen sich Akkulaufzeiten und Datenvolumen verlĂ€ngern.
© Apple

Überblick ĂŒber die Batterienutzung

Ein ebenfalls sehr interessanter MenĂŒpunkt in den iOS-Einstellungen ist die Batterienutzung, welche dem Nutzer einen Überblick darĂŒber verschafft, welche App am meisten Akku verbraucht.

Öffnen Sie hierfĂŒr erneut die Einstellungen-App und scrollen Sie anschließend so weit nach unten, bis die Kategorie „Batterie“ erscheint. Hier finden Sie unter anderem den MenĂŒpunkt „Stromsparmodus“, dessen Aktivierung besonders nĂŒtzlich ist, um das iPhone dann am Leben zu erhalten, wenn es sich bereits in einer sehr kritischen Akkuphase befindet. DarĂŒber hinaus wird hier auch die Batterienutzung angezeigt. Optional kann der Anwender die Akkunutzung der letzten 24 Stunden oder der vergangenen Woche betrachten. Tippt man auf die Uhr, werden sogar genauere Informationen zu der Nutzung angezeigt. Neben der aktiven Nutzungsdauer der App im Vordergrund wird auch die passive Nutzungszeit im Hintergrund angezeigt. So können Sie sich einen Überblick verschaffen, welche App Sie am meisten nutzen – bewusst und auch unbewusst.

Einstellungen zum mobilen Netz

Hier lässt sich das Nutzungsverhalten der einzelnen Apps verwalten.
VergrĂ¶ĂŸern Hier lĂ€sst sich das Nutzungsverhalten der einzelnen Apps verwalten.
© Apple

In den iOS-Einstellungen befinden sich auch weitere Optionen zum Thema Mobiles Netz. Deaktiviert man beispielsweise das Datenroaming, werden „sĂ€mtliche Daten wie E-Mail Safari und Push-Benachrichtigungen nur ĂŒber WLAN ĂŒbertragen“. Dadurch verhindert man, dass man ungewollt grĂ¶ĂŸere Dateien im Hintergrund herunterlĂ€dt.

Außerdem kann man hier die Benutzung mobiler Daten der Apps verwalten. Wollen Sie beispielsweise nicht, dass Ihre Podcasts ĂŒber das mobile Netz herunter geladen werden können? Legen Sie dafĂŒr einfach den Schalter nach links. Doch Vorsicht: Wenn Sie manchen Apps die Benutzung des mobilen Netzes verweigern und sich außerhalb eines WLANs befinden, können Sie diese Apps nicht mehr im vollen Umfang benutzen. Falls Sie ausgewĂ€hlte Apps auch im  mobilen Netz benutzen wollen, stellen Sie sicher, dass der Schalter mit einem grĂŒnen Symbol hinterlegt ist.

Besonders tĂŒckisch ist die Funktion WLAN-UnterstĂŒtzung. Hinter der scheinbar hilfreichen Funktion verbirgt sich ein wahrer Datenvolumen-Killer: „Bei schlechten WLAN-Verbindungen automatisch mobile Daten verwenden“. Sobald diese Option aktiviert ist, können Inhalte auch im mobilen Netz heruntergeladen werden, ohne dass der Anwender deutlich darĂŒber in Kenntnis gesetzt wird.

Facebook ĂŒber das Web benutzen: 15 Prozent mehr Akku

FĂŒr den Akku-Killer namens Facebook gibt es auch eine Alternative. Wie The Guardian berichtet, soll die Nutzung von Facebook ĂŒber den Browser den Akku erheblich schonen. In einem Experiment wurde eine Woche Facebook ĂŒber die App, danach eine Woche ĂŒber den Browser genutzt. Die ausgewerteten Ergebnisse zeigen, dass die App pro Tag rund 15 Prozent mehr Akku als die Browser-Variante benötigt.

Wer also Wert auf lĂ€ngere Akkulaufzeiten legt, sollte die Facebook-App deinstallieren, da diese durch ihre Hintergrundaktualisierungen die AkkukapazitĂ€t sehr belastet. Dies muss aber nicht bedeuten, dass man sich nun stĂ€ndig ĂŒber den Web-Browser bei Facebook einloggen muss. Sobald Sie sich ĂŒber den Browser angemeldet haben, tippen Sie auf das mittlere Symbol in der unteren Browser-MenĂŒleiste und wĂ€hlen Sie „Zum Home-Bildschirm“. Daraufhin wird auf dem Home-Bildschirm ein Symbol hinzugefĂŒgt, um schneller auf die Website zuzugreifen. Optisch unterscheidet sich die Facebook-Web-App von der offiziellen Facebook-App nicht. Zudem könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und den Facebook Messenger ebenfalls deinstallieren, da man ĂŒber die Webansicht auch Zugriff auf die Chats hat und man somit keine zweite App benötigt.

Mit dieser Methode kann man natĂŒrlich auch bei allen anderen Apps vorgehen, die alternativ zu ihrer iOS-Applikation auch eine Website betreiben. Somit ließen sich auch die offiziellen Twitter-, Snapchat- und Instagram-Apps durch die „Web-App“ ersetzen. Allerdings mĂŒsste man auf die Benachrichtigungs-Funktion verzichten, da man ĂŒber die Web-App nicht mittels Pushnachricht benachrichtigt wird.

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