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Fallen bei Audio und Video

09.09.2010 | 12:23 Uhr |

Fallen bei Audio und Video

Die deutlich vereinfachte HTML-Syntax setzt sich bei Musik und Filmen fort. Im Prinzip genügt eine Zeile, um eine solche Datei auf einer Internet-Seite zu veröffentlichen:

<audio src="musik.mp3" controls></audio>

Besser ist aber meist folgende Schreibweise, die außerdem das Problem beim Umgang mit Audio- und Video-Dateien klar macht:

<audio controls>

<source src="musik.mp3" >

<source src="musik.ogg" >

</audio>

Denn die Hersteller der Browser sind sich nicht einig, in welchem Format die Musik in der Datei gespeichert sein sollte. Einige Firmen bevorzugen MP3 für Audio beziehungsweise MP4 für Video (wofür Lizenzkosten für die Wiedergabesoftware fällig werden), andere die kostenlose Variante Ogg Vorbis respektive Ogg Theora. Wer möglichst viele Internet-Surfer erreichen will, muss deshalb immer mindestens zwei Varianten im jeweiligen Format erzeugen. Für Mac-OS X gibt es nur wenig geeignete Konvertierungssoftware. Speziell für Ogg Theora ist allein das Unix-Werkzeug ffmpeg2theora empfehlenswert, das sich aber nur in der Unix-Befehlszeile nutzen lässt.

TIPP: Theoretisch sollte ein Browser die Audio- und Video-Dateien in HTML 5 ohne die Hilfe von Erweiterungen oder "Plug-ins" darstellen können. Speziell bei Safari gilt diese Regel aber nicht - nicht unter Mac-OS X und genauso wenig unter Windows. Wenn das Plug-in für Quicktime nicht installiert ist (speziell unter Windows), ist man bei allen Browsern - auch Safari - in Schwierigkeiten: Safari kann dann noch Video in H.264 darstellen.

Formulare mit Schiebereglern

Eingabefelder in HTML-Seiten sind eine komplexe Sache, selbst wenn man sich nicht um die Verarbeitung auf dem Server kümmern muss. Mit HTML 5 gibt es praktische Feldtypen, beispielsweise Datum, Farbe oder E-Mail-Adresse. Zusätzlich lässt sich festlegen, welche Felder nicht leer sein dürfen und welches Feld automatisch ausgewählt ist, wenn die Seite im Browser geladen ist.

Das Schönste an diesen Neuerungen ist, dass ein Browser ein solches Feld automatisch als Textfeld darstellt, wenn er einen Typ nicht kennt. Beispielsweise zeigen Safari 5.0.1 und Firefox 3.6.8 nur Textfelder an, wenn man die Typen E-Mail, Farbe und Datum verwendet. Wie bisher sollte man deshalb Javascript oder Serversoftware verwenden, um den Inhalt eines Formulars zu prüfen. Einen Fortschritt gibt es allerdings in Opera und Safari: Diese Browser kennen bei Feldern die Option "required" und lassen es nicht zu, dass ein so markiertes Feld leer bleibt. Opera blendet eine Fehlermeldung ein, Safari springt automatisch zum entsprechenden Feld.

Handfeste Vorteile haben so konstruierte Formulare übrigens auf iPhone & Co.: Dort blendet der Browser automatisch die passende Tastatur zum Feld ein - beispielsweise die Datumsanzeige mit Scrollrädchen.

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