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Für wen sich das iPad nicht lohnt

10.05.2010 | 14:55 Uhr |

Für wen sich das iPad nicht lohnt

So toll wie sich das iPad beim Konsumieren von Medien schlägt, so ungeeignet ist es gleichzeitig beim Gegenteil. Lange Texte tippen, Bilder bearbeiten oder Ähnliches geht damit nur mühsam. Blogger, Texter oder fleißige E-Mailschreiber erhalten mit dem iPad zwar eine komfortablere Tastatur als mit einem Smartphone, eine echte Tastatur ersetzt die Bildschirmversion allerdings nicht.

Viele technikaffine Nutzer haben ohnehin schon genügend Internetgeräte über den Haushalt verteilt. Das iPad wäre hier nur eine Ergänzung. Zudem bindet man sich mit dem iPad ebenso an die iTunes-Verwertungskette wie mit dem iPhone oder iPods. Wer es nicht gewohnt ist, dass man Inhalte nur über iTunes tauschen kann, seine Musik und Filme in iTunes verwalten muss, damit man sie aufs iPad bekommt, der wird sich über diese Bindung schnell ärgern.

iPhone-Apps sehen auf dem iPad sehr grob aus.
Vergrößern iPhone-Apps sehen auf dem iPad sehr grob aus.

Für bestehende iPhone-Nutzer ist dies kein Problem. Diese werden jedoch schnell merken, dass Apples Versprechen – alle iPhone-Apps funktionieren auch auf dem iPad – was nur die halbe Wahrheit ist. Denn iPhone-Apps sind auf dem iPad eine kleine Zumutung. Nur echte iPad-Apps nutzen den zusätzlichen Platz des Bildschirms. Diese iPad-Apps müssen die Kunden extra bezahlen und das nicht zu knapp – iPad-Apps sind im Schnitt teurer als die iPhone-Versionen.

Zu groß

Zudem ist das iPad als "Immer dabei"-Gerät einfach zu groß. Wer unterwegs nicht auf das iPad verzichten möchte, der muss mindestens eine Umhängetasche oder einen Rucksack bei sich tragen – eine Schutzhülle für das iPad braucht man dazu auch noch. Dadurch wird das iPad bei vielen Nutzern doch öfter zu Hause liegen bleiben als der Besitzer es sich anfangs vielleicht vorgenommen hatte.

Unterwegs nach neuen E-Mails schauen, den richtigen Fußweg oder eine Busverbindung heraussuchen – das geht mit dem iPhone oder anderen Smartphones schneller, sie sind immer in Reichweite und immer dabei.

Auch als mobile Spielkonsole ist das iPad etwas zu groß geraten. Wenn man das tellergroße iPad bei Spielen drehen, schütteln oder schwenken muss, kann das in der vollen Bahn nicht nur eng werden, sondern auch bizarr aussehen. Ein Smartphone oder eine mobile Spielkonsole ist hier deutlich handlicher.

Kein Rechner-Ersatz

Als Ersatzcomputer ist das iPad kaum geeignet. Dafür fehlen Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten. Man kann zwar eine externe Tastatur anschließen und somit einen kleinen stationären Computer daraus machen, damit haben sich die Möglichkeiten aber fast erschöpft. Es fehlt an den weiteren Anschlussmöglichkeiten. Einen externen Bildschirm kann man nur bis zur Auflösung von 1.024 mal 768 ansteuern, übliche Bildschirmauflösungen unterstützt das iPad nicht.

An Festplatten, USB-Sticks oder Drucker braucht man nicht einmal zu denken. Damit kann das iPad nichts anfangen. Datenaustausch findet nur über den Umweg namens iTunes statt. Wer sich also vorstellt, das iPad als Zentrum seines digitalen Alltags zu nutzen, der gerät schnell an die Grenzen des iPad. Zu viele Einschränkungen prädestinieren das iPad zum Computer-Nebendarsteller.

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