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Schritt für Schritt zum Fusion Drive

27.02.2013 | 10:55 Uhr | Thomas Armbrüster

Klon erstellen

Um die Daten zu sichern, erstellt man eine Kopie der Festplatte auf einem externen Laufwerk

Da beim Einrichten des Fusion Drives sämtliche Daten auf der Festplatte des Mac Mini verloren gehen, legt man zuerst einen Klon auf einer externen Festplatte an. Dazu startet man den Mac Mini von der Wiederherstellungspartition (beim Neustart „Befehls­taste-R“ („cmd-R“) gedrückt halten) und startet das Festplatten-Dienstprogramm auf. Dort markiert man das Startvolume des Mini und wechselt in die Abteilung „Wiederherstellen“. Das Startvolume erscheint nun im Feld „Quelle“. Nun zieht man das Volume der externen Festplatte in das Feld „Zielmedium“, klickt auf „Wiederherstellen“ und bestätigt, dass man das auch wirklich tun möchte und dass dabei alle Daten auf der externen Festplatte gelöscht werden. Ist die Datenübertragung abgeschlossen, startet man zur Sicherheit von der externen Festplatte und prüft, ob alles in Ordnung ist. Dann schaltet man den Mac Mini aus.

SSD einbauen

Für den Einbau der zusätzlichen SSD gibt es Aufrüstkits, die man mit etwas Geschick leicht selbst einbauen kann

Bei der Aufrüstung mit der zusätzlichen SSD geht man so vor, wie in dem PDF auf der Heft-CD beziehungsweise in der Macwelt 08/2012 beschrieben ist. Wichtig ist, dass man die original verbaute Festplatte in den Halterahmen unten im (auf dem Kopf liegenden) Gehäuse umzieht, und die SSD an die Stelle der Festplatte einbaut. Diese Konfiguration, bei der die Festplatte dann unten und die SSD oben liegt, entspricht der Konfiguration, die auch Apple verwendet. Einigen Anwenderberichten im Netz zufolge gibt es Probleme, wenn man die Datenträger anders herum einbaut. Den Mac Mini von 2011 startet man nun von der externen Festplatte und ruft das Terminal auf.

Fusion Drive im aktuellen Mac Mini

© 2015

Fusion Drive mit Terminal einrichten

Um das Fusion Drive im Mac Mini von 2011 zu konfigurieren, muss man das Terminal bemühen

1. Mount Points feststellen

1. Mit diesem Befehl ermittelt man die Mount Points der beiden Datenträger.
Vergrößern 1. Mit diesem Befehl ermittelt man die Mount Points der beiden Datenträger.

Im ersten Schritt ermittelt man die sogenannten Mount Points der Festplatte und der SSD, wozu man im Terminal folgenden Befehl eintippt und dann die Zeilenschaltung drückt (hochgestellte Punkte stehen für ein Leerzeichen):

diskutil.list

Nun notiert man sich diese Informationen, in unserem Beispiel sind es „/dev/disk0“ und „/dev/disk1“.

2. Die Identifikationsnummer kopiert man in die Zwischenablage.
Vergrößern 2. Die Identifikationsnummer kopiert man in die Zwischenablage.

2. Logisches Volume erstellen

Im zweiten Schritt erstellt man aus diesen beiden Laufwerken ein logisches Core-Storage-Volume. Dazu tippt man diesen Befehl ein:

 diskutil.coreStorage.create.myLogicalVolGroup./dev/disk0.
/dev/disk1

Haben die Laufwerke andere Mount Points, verwendet man deren Bezeichnung, in der Regel sind es aber die im Befehl verwendeten. Anstatt „myLogicalVolGroup“ kann man auch einen beliebigen anderen Namen verwenden, aber unbedingt ohne Leerzeichen. Wenn der Vorgang beendet ist, wird im Fenster eine Identifikationsnummer für das neue logische Volume angezeigt (LVG UUID). Diese Nummer kopiert man nun in die Zwischenablage.

3. Mit dem letzten Terminal-Befehl legt man das Dateisystem an.
Vergrößern 3. Mit dem letzten Terminal-Befehl legt man das Dateisystem an.

3. Echtes Volume anlegen

Um nun das Volume mit dem Dateisystem zu erzeugen, das dann im Finder erscheint, benötigt man einen weiteren Terminal-Befehl:

 diskutil.coreStorage.createVolume.lvgUUID.type.name.size

An der Stelle von „lvgUUID“ setzt man die zuvor in die Zwischenablage kopierte Identifikationsnummer ein. Mit „type“ legt man das Format für das Volume fest. In unserem Fall ist es HFS+ Journaled, was man im Befehl mit „jhfs+“ eintippt. Für „name“ kann man jede beliebige Bezeichnung nehmen. Verwendet man mehrere Wörter mit Leerzeichen dazwischen, muss man den Namen in Anführungszeichen setzen. Bei „size“ ist es am einfachsten „100%“ einzutippen. Dann wird der gesamte verfügbare Speicherplatz für das Fusion Drive verwendet. In unserem Beispiel sieht der Befehl dann so wie im Screenshot gezeigt aus. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, erscheint das neue Volume automatisch im Finder und die Einrichtung ist abgeschlossen.

4. Das Fusion Drive fasst die Kapazität von SSD und Festplatte zusammen.
Vergrößern 4. Das Fusion Drive fasst die Kapazität von SSD und Festplatte zusammen.

4. Klon zurückkopieren

Nun startet man den Mac Mini von der Wiederherstellungspartition auf der externen Festplatte und ruft das Festplatten-Dienstprogramm auf, um den Klon vom externen Volume auf das Fusion Drive zurück zu kopieren. Dabei geht man wie unter „Klon erstellen“ vor, nimmt als Quelle jedoch das Volume auf der externen Festplatte und als Zielmedium das Fusion Drive. Abschließend startet man dann den Mac Mini wieder normal. Ruft man nun „Über diesen Mac“ auf, klickt auf „Weitere Informationen“ und dann auf „Festplatten“, wird das Fusion Drive als einheitliches Laufwerk angezeigt mit einer Kapazität, die derjenigen von Festplatte und SSD zusammen entspricht.

Fusion Drive auflösen

Mithilfe des Terminals lässt sich ein Fusion Drive jederzeit in einzelne, unabhängige Datenträger auflösen.

1. Logisches Volume identifizieren

Da beim Auflösen eines Fusion Drives alle Daten verloren gehen, erstellt man zuerst wie unter „Klon erstellen“ beschrieben eine Kopie auf einer externen Festplatte und startet dann den Mac Mini von dieser. Nun ruft man das Terminal auf, um die Identifikation der Logical Volume Group zu ermitteln und tippt dort diesen Befehl ein:

 diskutil.coreStorage.list 

Diese Identifikationsnummer kopiert man in die Zwischenablage.

2. Logisches Volume auflösen

Mit dem folgenden Befehl wird nun das Core-Storage-Volume gelöscht:

 diskutil.coreStorage.delete.Identifikationsnummer 

Anstelle von „Identifikationsnummer“ fügt man den zuvor kopierten Wert ein. Nachdem der Befehl abgearbeitet worden ist, erscheinen die Festplatte und die SSD als separate Datenträger im Finder.

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