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Highres-Audio: Kopfhörerverstärker und Audiowandler mit USB-Anschluss

25.03.2021 | 15:20 Uhr |

Damit die Musik in hoher Qualität auch auf dem Kopfhörer ankommt, benötigt man noch einen vernünftigen Audiowandler.

In unserem ersten Teil ging es um die Anbieter von Highres-Audio-Dateien , im zweiten Teil um Verstärker mit eingebautem USB-DAC und im dritten Teil um Apps, die die Audiodateien abspielen können . In diesem vierten und abschließenden Teil geht es um kompakte USB-DACs für den mobilen Einsatz, die auch gleichzeitig Kopfhörerverstärker sind.

 

Kurzes Kabel voller Klang. So sehen die meisten Kopfhörerverstärker aus. Dank USB-Anschluss können sie ohne Probleme beispielsweise mit dem iPad Pro oder dem Mac verbunden werden.
Vergrößern Kurzes Kabel voller Klang. So sehen die meisten Kopfhörerverstärker aus. Dank USB-Anschluss können sie ohne Probleme beispielsweise mit dem iPad Pro oder dem Mac verbunden werden.
© Thomas Bergbold

 

Wann man einen USB-DAC oder einen Kopfhörerverstärker braucht

Generell geht es darum, das digitale Audiosignal des iPad, iPhone oder Macs in ein analoges Signal zu wandeln. Zum Beispiel um einem Verstärker oder Aktiv-Lautsprecher anschließen zu können. Das iPad Pro zum Beispiel besitzt ebenso wie das iPhone oder der Mac Mini keinen analogen Audio-Ausgang mehr.

Ein anderer Grund kann die Qualität des verbauten analogen Audio-Ausgang sein. Die Bauteile sind von einfacher Qualität, für hohe Ansprüche oder gar Highres-Audio sind sie nicht ausgelegt. So wird es hier wichtig, dass hochwertige Wandler verbaut sind, die mindestens 24 Bit bei 96 kHz verarbeiten können. Können sie das, werden sie in entsprechenden Apps wie Audirvana und Qobuz auf dem Mac auch als USB-DAC erkannt und direkt angesprochen. Genauso wie die Verstärker aus dem zweiten Teil unserer Serie .

Was unser Testfeld  besonders macht

In unserem Vergleich haben wir uns Modelle herausgesucht, die sich nicht nur auf die Wandlung des digitalen Audiosignals in ein analoges verstehen, sondern auch einen Verstärker für einen Kopfhörer mitbringen. Ideal also für den mobilen Einsatz mit einem Kopfhörer.

 

Kopfhörerverstärker – Die Befreiung des Klangs

Für unseren Vergleichstest haben wir uns sowohl Einsteiger als auch gehobene Modelle der Mitteilklasse in das Testlabor geholt.

Starten wir mit dem preisgünstigsten Kopfhörerverstärker dem USB-C-Kopfhörer-Adapter 80154 von Ugreen für 13,99 Euro . Im Gegensatz zum Rest des Testfeldes ist er ein reiner Kopfhörerverstärker. Die Verarbeitung macht trotz des geringen Preises einen guten Eindruck, das textilummantelte Kabel ist flexibel und robust.

Der USB-C Kopfhörer Adapter 80154 von Ugreen ist ein einfacher Kopfhörerverstärker ohne High End Anspruch.
Vergrößern Der USB-C Kopfhörer Adapter 80154 von Ugreen ist ein einfacher Kopfhörerverstärker ohne High End Anspruch.
© Thomas Bergbold

 

Im Preis als nächstes kommt der USB-C Digitaler Audio Adapter 99MO084241 von Moshi. Die Verarbeitung geht in Anbetracht des günstigen Preises von rund 16 Euro in Ordnung. Mit rund 10 cm ist er ein kurzer digitaler Audio Adapter. Trotz des geringen Preises besitzt er einen vollwertigen USB-DAC und sogar einen Audio-Eingang für ein Mikrofon.

USB-C Digitaler Audio-Adapter von Moshi bei Amazon

Der USB-C Digitaler Audio Adapter 99MO084241 von Moshi ist nicht nur ein USB-DAC, und Kopfhörerverstärker, sondern verfügt auch über einen Audio-Eingang für ein Mikrophon.
Vergrößern Der USB-C Digitaler Audio Adapter 99MO084241 von Moshi ist nicht nur ein USB-DAC, und Kopfhörerverstärker, sondern verfügt auch über einen Audio-Eingang für ein Mikrophon.
© Thomas Bergbold

 

Der iBasso DC02 bietet zu einem Preis von 49 Euro Highend-Features wie 32 Bit / 384 kHz und unterstützt das DSD256-Audioformat. Das geflochtene kurze Kabel macht ebenso einen ausgezeichneten Eindruck wie die Verarbeitung. Der Einsatz als reiner USB-DAC ist auch beim iBasso DC02 möglich.

Der DAC des iBasso DC02 unterstützt 32Bit/384kHz und das DSD256 Audioformat
Vergrößern Der DAC des iBasso DC02 unterstützt 32Bit/384kHz und das DSD256 Audioformat
© Thomas Bergbold

 

In der 100-Euro-Preisklasse haben wir gleich zwei ganz unterschiedliche Vertreter. Zuerst den Audioquest Dragonfly Black . Er kommt in der USB-Stick-Bauform mit einem USB-A-Anschluss und benötigt daher für den USB-C-Anschluss des iPad Pro und Mac einen Adapter. Das Gehäuse macht einen sehr robusten Eindruck und besitzt eine markante Libelle als Anzeigeleuchte. Verschiedene Farben der Anzeigeleuchte geben die Samplingrate an: 44,1 kHz (Grün), 48 kHz (Blau), 88,2 kHz (Bernstein), 96 kHz (Magenta) und MQA (Violett).

Der DAC-Chip ESS 9020 unterstützt bis 32Bit 96kHz sowie MQA und kann auch als reiner USB-DAC ohne Kopfhörerverstärker eingesetzt werden.

Audioquest Dragonfly Black bei Amazon

Die markante Libelle des Audioquest Dragonfly Black ist die Anzeigeleuchte für die Samplingrate.
Vergrößern Die markante Libelle des Audioquest Dragonfly Black ist die Anzeigeleuchte für die Samplingrate.
© Thomas Bergbold

Ebenfalls für rund 100 Euro ist der Ikko Zerda erhältlich. Auch er unterstützt den Einsatz als reiner USB-DAC und als Kopfhörerverstärker. Das Schicke blaue Gehäuse ist wunderschön verarbeitet und alternativ zu unserer Version mit USB-C-Anschluss, gibt es auch noch eine mit Lightning für das iPhone. Der Cirrus Logic DAC unterstützt Samplingraten bis 32 Bit / 384 kHz. Eine Besonderheit bietet der 3,5-mm-Audioanschluss. Er kann nicht nur analoge Klinkenstecker aufnehmen, sondern auch welche für optische digitale Signale. Damit bietet sich der Zerda für Nutzer von Macs an, die über einen Verstärker mit hochwertigem DA-Wandler verfügen.

Das elegante Gehäuse des Ikko Zerda verbirgt eine Besonderheit im 3,5-mm-Audioanschluss, er ist ein kombinierter analoger/digitaler Audioanschluss.
Vergrößern Das elegante Gehäuse des Ikko Zerda verbirgt eine Besonderheit im 3,5-mm-Audioanschluss, er ist ein kombinierter analoger/digitaler Audioanschluss.
© Thomas Bergbold

 

Unser letzter kombinierter USB-DAC und Kopfhörerverstärker ist der Audioquest Dragonfly Red für 171 Euro. Von seinem Bruder Black unterscheidet er sich optisch nur durch sein rotes hochglänzendes Gehäuse. In seinem Innern arbeitet ein hochwertigerer DAC-Chip, der ebenfalls 32 Bit / 96 kHz unterstützt. Die Anzeigeleuchte verfügt über andere Farben bei den Samplingraten als der kleinere Bruder: 44,1 kHz (Grün), 48 kHz (Blau), 88,2 kHz (Gelb), 96 kHz (Hellblau) und MQA (Violett).

Audioquest Dragonfly Red bei Amazon

Die Audioquest Dragonflys benötigen am iPad Pro einen Adapter für den USB-C Anschluss. Mit einem Lightning-Adapter können Sie auch am iPhone genutzt werden.
Vergrößern Die Audioquest Dragonflys benötigen am iPad Pro einen Adapter für den USB-C Anschluss. Mit einem Lightning-Adapter können Sie auch am iPhone genutzt werden.
© Thomas Bergbold

 

Der große Klangvergleich

Kommen wir zum spannendsten Kapitel eines Audio-Vergleichstest, der Klangqualität. Produkte in einer Preisspanne von 14 bis 171 Euro versprechen Spannung. Und wird sich der sehr große Unterschied in der eingesetzten Technik bemerkbar machen?

Um auch feine Unterschiede im Klang feststellen zu können, setzen wir in erster Linie auf Highres-Audio aus dem Musikgenre Akustik Jazz und verwenden den Studio-Kopfhörer Beyerdynamics DT770 Pro in der 80-Ohm-Version .

 

Wir starten mit dem fantastischen Jazz-Album „Sunset in the Blue“ von Melody Gardot. Ein von akustischen Instrumenten breites Klangspektrum erwartet uns hier, getragen von der tollen Stimme von Melody Gardot. Sehr ruhig und entspannt bringt uns “If you love me“ in Stimmung. Der Ugreen macht den Anfang. Etwas gedrückt, warm und weich empfängt uns Melody Gardot. Nach dem Wechsel auf den Moshi öffnet sich auf einmal die Bühne. Klar und losgelöst von der Band steht die Sängerin deutlich im Vordergrund. Mit dem Wechsel auf den iBasso lassen sich die Instrumente noch deutlicher voneinander trennen, Melody´s Stimme bekommt mehr Kontur. Hier fängt höchste Klangqualität an. Noch eines drauf setzen kann der Zerda. Etwas mehr Wärme ich der Stimme, mehr Atmosphäre. Man hat mehr das Gefühl dabei zu sein. Der Zerda und Melody passen perfekt zusammen. Lässt sich das noch toppen?

Der „kleine“ Audioquest Dragonfly Black versucht es mit mehr Druck und Wärme. Passt das jetzt besser? Das ist schwer zu sagen, beides hat seinen Charme, unterscheidet sich deutlich. Doch wer es noch besser kann, ist der Dragonfly Red. Schöne Atmosphäre in der Band, deutlich hebt sich Melody ab und steht mit klarer Stimme im Vordergrund. Der Red und akustische Instrumente sind ein tolles Team.

Qobuz bietet sich sehr gut als Streaming-Plattform für Highres Audio auf dem iPad Pro an. Hier beim Streaming von 24Bit/96kHz und einem Audioquest Dragonfly Black. Einen Bericht über Highres Audio Streaming Anbieter gibt es im zweiten Teil.
Vergrößern Qobuz bietet sich sehr gut als Streaming-Plattform für Highres Audio auf dem iPad Pro an. Hier beim Streaming von 24Bit/96kHz und einem Audioquest Dragonfly Black. Einen Bericht über Highres Audio Streaming Anbieter gibt es im zweiten Teil.
© Thomas Bergbold

 

Nach dem ruhigen akustischen Jazz Klängen von Melody Gardot schwenken wir um auf ein elektronisches Feuerwerk, dargeboten von Yello. Das aktuelle Album "Point" ist ein Paradebeispiel für die Arbeit des Soundtüftlers Boris Blank.

Wir starten mit dem Lied „Waba Duba“ mit seinem sehr trockenen, harten Beat. Dass gerade dieser Beat eine Herausforderung sein kann, merkt man im direkten Vergleich zwischen Ugreen und Zerda. Dem Ugreen liegt elektronische Musik, sie wird etwas weichgespült, was meist nicht auffällt und oft passend ist. Wie hart die Beats aber sind, zeigt der Zerda. Sehr klar, sehr direkt und deutlich abgetrennt von den anderen elektronischen Instrumenten, spielt der Zerda in einer ganz anderen Liga. Das macht Spaß, da kommt richtig Freude auf.

Sehr viel spitzer und schärfer zeigt sich der Moshi, weniger Klangfarben als der Zerda, lässt er den Ugreen aber deutlich hinter sich. Der iBasso gibt sich nicht ganz so spritzig, wie der Moshi, kann aber die Instrumente etwas besser Auflösen.

Deutlich mehr Druck liefert wieder das Dragonfly-Duo. Schon der Black macht direkt Party im Kopfhörer, kommt aber nicht an die schöne Auflösung des Zerda heran. Das schafft dann erst der Red, der wiederum mit seinen Klangfarben begeistert und sich damit deutlich von seinen Mitbewerbern absetzen kann.

Smoother Vocal Jazz, war die große Herausforderung der Auflösung, Elektropop zeigte, wie unterschiedlich sehr harte Beats und viele Klangfarben interpretiert werden können. Was fehlt uns jetzt noch?

Disco und Dance – von Depeche Mode über The Cure bis Kylie Minogue dürfen jetzt Party machen. Hier bedienen wir uns aus diversen Qobuz-Playlisten von CD-Qualität bis Highres.

Den Anfang macht wieder der günstigste Kopfhörerverstärker von Ugreen. Das Stereobild ist nicht sehr breit, doch der Klang ist gefällig. Ein Paukenschlag ist der Wechsel auf den Moshi. Hell, klar mit deutlich mehr Druck und einem schönen breiten Stereobild. Das macht Spaß. Jetzt kommt der deutlich zurückhaltendere iBasso. Da merkt man die viel geringere Leistung, die einen dazu zwingt, deutlich lauter zu machen. Dafür ist das Klangbild eine Spur präziser. Der Zerda rückt dann alles wieder gerade. Ausreichend Druck, sehr klarer Stereosound. Vielleicht ein wenig zu hell. Da kann dann der Dragonfly Black mit mehr Wärme punkten. Das passt doch deutlich besser zu Disco und Dance. Das, was der Dragonfly Red dann noch obendrauf setzen kann, ist aber nicht viel. Etwas mehr Präzision. Den Vorsprung, den sich der Red bei Jazz und Akustik herausarbeiten konnte, schafft er bei Disco und Dance nicht.

 

Das iPad Pro ist ein optimaler Musik-Player. Hier am Beispiel der iOS App von Qobuz für Highres Audio Streaming. Der über USB angeschlossene Kopfhörerverstärker, hier der Ikko Zerda, wird sofort erkannt. Andere Player im Netz findet die Qobuz App via Airplay oder Chromecast.
Vergrößern Das iPad Pro ist ein optimaler Musik-Player. Hier am Beispiel der iOS App von Qobuz für Highres Audio Streaming. Der über USB angeschlossene Kopfhörerverstärker, hier der Ikko Zerda, wird sofort erkannt. Andere Player im Netz findet die Qobuz App via Airplay oder Chromecast.

Und was leisten Verstärker als Kopfhörerverstärker?

Zwei digitale Verstärker aus unserem zweiten Teil der Artikel-Reihe bringen auch einen Kopfhörerausgang mit. Der SMSL AD18 und der Teac AI-301DA-X. Wie schlagen sich eigentlich diese im Vergleich zu den spezialisierten mobilen Lösungen?

Den Anfang macht der Preisbrecher von SMSL und scheitert gleich an der ersten harten Nuss von Norah Jones. Zu angestrengt, zu schwer die Musikwiedergabe. Von der Leichtigkeit eines Dragonfly weit entfernt und selbst der günstige iBasso lässt den Verstärker alt aussehen. Mit meinen anderen Musiktiteln wiederholt sich das Bild, nur dass es nicht so stark auffällt, wie bei Norah Jones. So gut der SMSL als Verstärker an Lautsprechern funktioniert, der Kopfhörerausgang ist nur ein einfaches Extra.

Anders der Teac AI-301DA dessen Kopfhöreranschluss im 6,25-Millimeter-Format schon deutlich macht, dass man es ernst meint. Souverän im Antritt und dem Umgang mit meiner Musikauswahl, überzeugt er auf ganzer Linie. Kräftig und voll die akustischen Instrumente, das macht Spaß. Doch auch der Teac muss sich dem Dragonfly geschlagen geben.

 

Die USB-DACs machen auch am Mac einen hervorragenden Job. Damit das aber optimal klappt, sollte man in den Midi-Einstellungen die zum USB-DAC passende Samplingrate einstellen.
Vergrößern Die USB-DACs machen auch am Mac einen hervorragenden Job. Damit das aber optimal klappt, sollte man in den Midi-Einstellungen die zum USB-DAC passende Samplingrate einstellen.

 

Fazit

Der deutliche Preisunterschied der Kopfhörerverstärker ließ eine breite Streuung der Klangqualität erwarten. Insofern hat uns das Ergebnis nicht erstaunt.

Nach vielen Hörsessions im Bereich Jazz, Elektropop, Dance und Disco zeigte sich ein klares Bild. Der Ugreen ist ein einfacher Audio-Adapter ohne besondere Klangqualitäten. Die Verarbeitung, ganz speziell das Kabel mit der Textilummantelung gefällt aber.

Sehr viel mehr Power und Spritzigkeit zeigt der Moshi. Hier beginnt es Spaß zu machen, da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er auch einen Audio-Eingang mitbringt.

Der iBasso DC02 kann sich beim ersten Hinhören nicht so deutlich absetzen. Er zeigt zwar mehr Klangfarben, doch die Bühne ist gedrungener, nicht so offen und weit, wie beim Moshi. Hört man bei komplexer Musik genauer hin, fällt aber das deutlich differenziertere Klangbild auf. Dass er die geringste Verstärkerleistung hat, fällt gerade bei dynamischer Musik auf. Sein Plus spielt er am Computer als USB-DAC aus, der mit 32 Bit / 384 kHz und DSD256 allem gewachsen ist. In der Handhabung gefällt auch wegen dem geflochtenen und sehr flexiblen Kabel.

Ähnlich technische Daten bringt der Ikko Zerda mit. Trotzdem zeigt er sich deutlich spritziger und lauter als der iBasso. Sein Extra ist der digitale optische Audioausgang, für den man nur ein spezielles Kabel benötigt. Die breite Bühne gepaart mit der guten Auflösung machen ihn zum Geheimtipp.

Richtig krachen lassen es dann die US-Amerikaner von Audioquest. Leistung satt zeichnen die beiden Dragonflys aus. Pop und Dance machen mit dem Black mächtig Spaß, da macht es nicht so viel, dass er nicht die Auflösung des Zerda bieten kann.

Aber Audioquest hat ja noch ein Eisen im Feuer, den Dragonfly Red. Hier stimmt alles, Power, schöne Raumaufteilung und Klangfarben. Interessant an beiden Audioquest ist die Möglichkeit, sie am Mac auch als reine Digital-Analog-Wandler einzusetzen. Der Kopfhörerverstärker wird dann deaktiviert.

 

 

Beyerdynamic: Unser Kopfhörer für Highres Audio

Möchte man entspannt Musik hören, ist absolute Ruhe ein Muss. Aus diesem Grund bieten sich geschlossene Kopfhörer an. Sie verfügen konstruktionsbedingt über eine gute passive Geräuschreduzierung und tragen sich etwas angenehmer als andere Konstruktionen, was vor allem Brillenträger zugutekommt.

Wir haben uns für unseren Vergleichstest daher für den Beyerdynamic DT-770 PRO entschieden.

Beyerdynamic DT-770 PRO bei Thomann

Mit einem Durchmesser von 105 mm sind die Ohrhörer schön groß und die austauschbaren Ohrpolster aus Velours angenehm weich. Auch bei längerem Tragen bleibt der Komfort hoch, das Material neigt erfreulicherweise auch nicht zum Schwitzen. Der Bügel ist robust und gut gepolstert, was bei dem Gewicht von 364 g auch gut ist. Schwer fühlt er sich aber nicht an.

Das Kabel wird einseitig geführt, sodass es kaum stören dürfte. Mit drei Metern ist es erfreulich lang und der Anschluss mit 3,5-mm-Klinke kann mit einem mitgelieferten Adapter auf 6,3 mm vergrößert werden.

Je nach Einsatzzweck gibt es den DT-770 PRO mit den Impedanzen 32 Ohm, 80 Ohm und 250 Ohm. Letztere sind eher für Studio und Kopfhörerverstärker Einsatz, die 32 Ohm für mobile Player und Smartphones. Für unseren Test der Kopfhörerverstärker hatten wir die 80-Ohm-Version eingesetzt.

Speziell entwickelt wurde er als Referenzkopfhörer für Kontroll- und Monitorzwecke in Tonstudios. Das Klangbild gibt sich daher sehr dynamisch mit einer schönen räumlichen Abbildung. Der Tiefgang ist nicht übertrieben, gerade so, dass es noch natürlich ist. Perfekt für lange stressfreie Hörsessions.

Das macht ihn nicht nur zum perfekten Partner zum Musikhören oder der Audiobearbeitung, sondern auch für Videokonferenzen. Zur Professionalität sprechen die austauschbaren Ohrpolster, nur leider ist das Anschlusskabel nicht austauschbar.

Der Preis von 122,- Euro ist erfreulich günstig für einen so hochwertigen Kopfhörer.

Ein guter Kopfhörerverstärker macht nur Sinn, mit dem richtigen Kopfhörer. Wir haben uns für den beyerdynamic DT-770 PRO mit seiner natürlichen und räumlichen Abbildung entschieden.
Vergrößern Ein guter Kopfhörerverstärker macht nur Sinn, mit dem richtigen Kopfhörer. Wir haben uns für den beyerdynamic DT-770 PRO mit seiner natürlichen und räumlichen Abbildung entschieden.
© Thomas Bergbold

 

Kabel und Adapter als Zubehör

Es gibt nichts, was man noch verbessern könnte, dachte sich wohl Audioquest und überarbeitet die gesamte Kette vom USB-Anschluss am Abspieler bis zum Dragonfly oder sogar Verstärker.

Da ist es zuerst der klangoptimierte USB-Adapter Dragon Tail, der ein verbesserter USB-C-Adapter ist. Den Dragon Tail gibt mit USB-C, USB-A und Micro-USB für je rund 30,- Euro.

Das nächste Extra kann ein Segen bei Störungen in der Elektronik sein, der Jitter Bug. Ob Störungen über die Stromleitung oder dem Netzwerk, der Jitter Bug sorgt dafür, dass Jitter und Paketfehler im Datenstrom der Musik verringert werden. Das Ergebnis kann eine klarere Audioqualität sein. Der Jitter Bug ist für 69,- Euro erhältlich.

Dass ein einfacher Kabeltausch einen deutlichen Unterschied machen kann, konnten wir am Audioquest Tower Kabel für den Anschluss an einem Verstärker machen. Schon der Anblick des relativ dicken Kabels macht klar, das hier Störungen keine Chance haben.

Und so war es auch bei uns im Test, bei der Verbindung von einem Mac Mini mit Dragonfly mit dem Verstärker Onkyo TX-8250. Wir hatten zwei unterschiedliche 5-Euro-Kabel zum Vergleich. Das eine verursachte Störungen und disqualifizierte sich sofort. Das andere hatte im Vergleich zum Tower eine viel engere Bühne und einen nicht so entspannten Klang.

Das Tower kostet rund 29,- Euro im Fachhandel.

Ein gutes Audiokabel wie das Audioquest Tower kann sich deutlich in einer Verbesserung der Klangqualität bemerkbar machen.
Vergrößern Ein gutes Audiokabel wie das Audioquest Tower kann sich deutlich in einer Verbesserung der Klangqualität bemerkbar machen.
© Thomas Bergbold

 

Weitere Geräte ohne Test

Cambridge Audio DacMagic XS  - Tragbarer Digital-Analog-Wandler mit USB-Anschluss; in fünf Farben verfügbar (EUR 99,-)

 

Oehlbach USB Bridge - USB DAC Wandler & Kopfhörerverstärker im USB-Stick Format,Vorverstärker - schwarz-grau (EUR 50,-)

 

FiiO Q1 Mark II - Digital-Analog-Wandler und Kopfhörerverstärker  für Mac und PC - 32 Bit/384 kHz und DSD 256 nativ (EUR 119,-)

 

FX Audio DAC-X6 HiFi Optical/Coaxial/USB Digital Audio Amplifier DAC Decoder Black von Shenzhen Audio (EUR 64,-)

 

Topping OPA2134 HiFi-Decoder Verstärker für D10 Mini USB DAC CSS XMOS XU208 ES9018K2M von Shenzhen Audio (EUR 88,-)

Hersteller

Typ

Schnittstelle

Audiosignal

Besonderheit

Audioquest

DragonFly Black

USB-A

24Bit/96kHz

USB-DAC, MQA

Audioquest

DragonFly Red

USB-A

24Bit/96kHz

USB-DAC, MQA

iBasso

DC02

USB-C

32Bit/384kHz

USB-DAC, DSD256

Ikko

Zerda

USB-C

32Bit/384kHz

USB-DAC, Optischer Digitalausgang

Moshi

USB-C zu Digital-Audio-Adapter

USB-C

24Bit/192kHz

USB-DAC, Audioeingang

Ugreen

80154

USB-C

24Bit/96kHz

keine

 

 

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