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Macbook Air M2 vs. Macbook Air M1: Lohnt sich das Upgrade?

12.06.2022 | 09:30 Uhr |

Das neue Macbook Air mit M2-Chip sieht fantastisch aus und bietet einige Neuerungen, kostet aber auch 300 Euro mehr als der Vorgänger. Lohnt sich der Aufpreis?

Apple hat ein neues Macbook Air vorgestellt und dabei nicht nur das Innenleben, sondern auch das Design komplett überarbeitet. Bei einem Blick in den Apple Store werden Sie aber feststellen, dass auch der Vorgänger noch verfügbar ist, für einen deutlich niedrigeren Preis. Da stellt sich die Frage: Lohnt sich der Aufpreis? Und welchen Mehrwert bietet das neue, teurere Gerät? Wir fassen die wichtigsten Unterschiede für Sie zusammen.

Leistung: So viel schneller ist der M2-Chip

Der Verkauf des Macbook Air M2 startet erst im Juli, auch Testgeräte lassen noch auf sich warten. Dementsprechend können wir noch keine eigenen Tests bezüglich der Leistung vornehmen. Wir müssen uns daher auf die Angaben Apples und natürlich den gesunden Menschenverstand verlassen. Blicken wir erstmal auf die Spezifikationen.

Das Macbook Air M1 und das Macbook Air M2 sind beide mit acht CPU-Kernen ausgestattet. Apple verspricht dank diverser Optimierungen eine CPU-Mehrleistung von 18 Prozent bei gleichem Energieverbrauch.

Wieviel Mehrleistung die Grafikeinheit bietet, ist etwas komplizierter.

Im Macbook Air M1 arbeiten sieben GPU-Kerne, im Nachfolger je nach Konfiguration entweder acht oder zehn. Apple verspricht eine Mehrleistung von bis zu 35 Prozent, durchgeführt wurde dieser Vergleich (wie dem Kleingedruckten zu entnehmen ist) allerdings mit einem Macbook Pro M1 mit acht GPU-Kernen und einem Macbook Pro M2 mit zehn GPU-Kernen. Also ein Leistungsanstieg von 35 Prozent bei 25 Prozent mehr Kernen, woraus folgt, dass sich auch die Leistung pro Kern etwas erhöht hat.

Der M2 bietet neben mehr Rechenleistung auch eigene Engines speziell für die Videobearbeitung.
Vergrößern Der M2 bietet neben mehr Rechenleistung auch eigene Engines speziell für die Videobearbeitung.
© Apple

Sie werden also auch beim Base-Modell mit einem zusätzlichen GPU-Kern einen spürbaren Anstieg der Grafikleistung bemerken, deutlich stärker fällt der Sprung aber im Vergleich zum 10-Kern-Modell aus. Dieses Upgrade lässt sich Apple teuer bezahlen, doch dazu später mehr.

Der M2-Chip punktet außerdem mit Engines zum Codieren und Encodieren von Videos und einer höheren Speicherbandbreite, wovon vor allem kreative Workflows profitieren. Wenn Sie also regelmäßig mit Videodateien arbeiten, wird der Leistungsunterschied deutlich größer ausfallen. Für diese Anwendungszwecke kann sich auch die Erweiterung des Arbeitsspeichers lohnen, statt mit maximal 16 GB lässt sich der M2 mit bis zu 24 GB ausstatten.

Design: Das Macbook Air kommt im Premium-Look

Das Macbook Air M2 hat (im Gegensatz zum aktualisierten Macbook Pro) die modernste Designphilosophie Apples übernommen, die wir sonst nur beim 14" und 16" Macbook Pro finden. Die Bildschirmränder sind dünner geworden, die Kamera ist dafür in einer Notch verschwunden. Das Gesamtpaket ist etwas dünner und leichter geworden, das zusammengeklappte Macbook Air misst nur noch 1,13 cm in der Höhe und wiegt etwas weniger als der Vorgänger (1,24 kg statt 1,29 kg). Mitternacht (auch bekannt als schwarz mit einem leichten Blau-Stich) ist als Farboption zurückgekehrt und sieht fantastisch aus. Optisch ist das neue Macbook Air auf jeden Fall ein Hingucker und hebt sich deutlich vom Vorgänger ab.

Das Macbook Air M2 kommt in einem moderneren Look als der Vorgänger.
Vergrößern Das Macbook Air M2 kommt in einem moderneren Look als der Vorgänger.
© Apple

Display: Etwas heller, etwas größer, etwas schöner

Beim Display jongliert Apple mit den üblichen Marketingbegriffen, das neue Macbook Air kommt mit einem Liquid Retina Display, während der Vorgänger nur mit einem Retina Display ausgestattet ist. Um herauszufinden, was das genau heißt, müssen wir einen Blick auf die technischen Daten werfen. Das Display des Macbook Air M2 ist mit 13,6 Zoll unwesentlich größer als das des Vorgängers (13,3 Zoll). Das resultiert aus den geschrumpten Bildschirmrändern. Auch ist es etwas heller (500 Nits statt 400 Nits) und kann bis zu einer Milliarde Farben darstellen. Beim Vorgänger war "nur" von Millionen Farben die Rede.

Das neue Display des Macbook Air M2 kann eine Milliarde Farben darstellen.
Vergrößern Das neue Display des Macbook Air M2 kann eine Milliarde Farben darstellen.
© Apple

Sie können also davon ausgehen, dass das Display des Macbook Air M2 etwas besser ist als das des Vorgängers und sogar das des 13" Macbook Pro, in dem auch "nur" ein Retina Display verbaut ist. Im Alltag werden sich diese Unterschiede wohl eher selten bemerkbar machen, wobei vor allem die gestiegene Helligkeit ein Pluspunkt ist. Die bessere Farbdarstellung ist dagegen hauptsächlich für professionelles Arbeiten interessant.

Das ist sonst noch neu

Neben den genannten, größeren Neuerungen gibt es auch noch eine ganze Reihe kleinerer. Die Webcam wurde endlich (wir schreiben immerhin das Jahr 2022) verbessert und unterstützt eine Auflösung von 1080p. Die Lautsprecher wurden aktualisiert, statt auf ein Stereo-System setzt das neue Macbook Air auf vier Lautsprecher mit Unterstützung für 3D-Audio. Mit einem neuen (für 65 Euro seperat erhältlichen) Netzteil können Sie das Macbook Air M2 in 30 Minuten auf 50 Prozent Ladung schnellladen. Das Laden funktioniert mit dem Macbook Air M2 über den magnetisch befestigten Magsafe-Anschluss, Sie müssen also keine Sorge mehr haben, über Ihr Kabel zu stolpern. Die Akkulaufzeit soll gegenüber dem Vorgänger gleich bleiben.

Macbook Air M2: Lohnt sich der Kauf?

Wie Sie inzwischen festgestellt haben, ist das Macbook Air M2 in vielen Punkten eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Mehr Leistung, ein moderneres Design, ein verbessertes Display und einige kleine, aber feine Verbesserung. Allerdings lässt Apple sich das Upgrade auch gut bezahlen. Das Einsteiger-Modell kostet 1.499 Euro und somit 300 Euro mehr als der Vorgänger. Für den vollausgestatten Chip mit 10 GPU-Kernen und etwas mehr Speicher (512 GB statt 256 GB) zahlen Sie sogar 1.849 Euro. Für 20 Euro weniger bekommen Sie schon ein Macbook Pro 13" mit der gleichen Austattung und Touchbar, dafür aber im alten Design und mit schlechterem Display. Sie merken schon, das aktuelle Line-Up von Apple ist verwirrend und die Grenzen zwischen "Air" und "Pro" verschwimmen.

Wenn Sie zu den Nutzern gehören, die das Macbook vor allem für alltägliche Aufgaben nutzen, wie zum Beispiel Surfen, Mails oder auch das gelegentliche Gucken von Videos, sollten Sie sich überlegen, ob Ihnen das neue Design den Aufpreis von 300 Euro wert ist. Denn all diese Aufgaben wird ein Macbook Air mit M1-Chip ohne Probleme bewältigen können. Wenn Sie dagegen höhere Anforderungen haben und Ihr Macbook auch für professionelle Anwendungen wie Videoschnitt oder Fotobearbeitung verwenden, könnte das Macbook Air M2 den Aufpreis gegenüber dem Vorgänger wert sein. Dann sollten Sie allerdings zur M2-Vollausstattung greifen, womit wir preislich schon in der Region des Macbook Pro sind. Tatsächlich ist das Macbook Air M2 dank dem neueren Design und besseren Display sogar dem 13" Macbook Pro M2 vorzuziehen, wenn Sie auf eine Touchbar verzichten können.

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