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Mit Skylum Luminar Bilder bearbeiten wie ein Profi

28.10.2020 | 16:16 Uhr | Markus Schelhorn

Skylum Luminar 4.3 bietet viele intelligente Werkzeuge. Der Fotograf behält dabei die Kontrolle darüber, wie der Bildlook aussehen soll. Ein Überblick, wie es geht.

Unter einem Dach vereint Skylum Luminar die meisten Funktionen, die ein anspruchsvoller Fotograf erwartet. Neben einer intuitiv bedienbaren Bildverwaltung bietet das Programm umfangreiche und hochwertige Funktionen für die Bildbearbeitung. Vor allem seine intelligenten Werkzeuge erleichtern es dem Anwender, seine Fotos zu bearbeiten. Man hat zudem jederzeit die Möglichkeit, den Effekt der intelligenten Werkzeuge selber einzustellen. Zudem bietet Luminar eine umfangreiche Sammlung von Bildlooks an, die man mit einem Klick auf das Bild anwenden kann. Doch der Bildeditor von Luminar bietet noch mehr: Neben professionellen Werkzeugen, mit der sich auch Raw-Aufnahmen entwickeln lassen, unterstützt das Programm Ebenen. All diese Funktionen lassen sich übrigens auch als Plug-In für Lightroom und Co verwenden. Mit diesen Möglichkeiten erhält man mit Luminar daher ein umfangreiches und flexibles Werkzeug zum Bearbeiten seiner Fotos.

Skylum Luminar 4.3 für 89 Euro kaufen

Praktisch: Mit Luminar Looks können Sie auf Knopfdruck aus vielen vorgegebenen Bildstilen wählen. Eigene Looks lassen sich zudem anlegen und im Internet weitere laden.
Vergrößern Praktisch: Mit Luminar Looks können Sie auf Knopfdruck aus vielen vorgegebenen Bildstilen wählen. Eigene Looks lassen sich zudem anlegen und im Internet weitere laden.
© Markus Schelhorn

Die Luminar-Werkzeuge, die mitdenken

Fotos bearbeiten geht mit Skylum Luminar denkbar einfach: Mit wenigen Schritten ist das Bild dank Werkzeugen mit künstlicher Intelligenz optimiert. Diese Werkzeuge erkennt man an den Zusatz „AI“, wobei auch weitere Werkzeuge wie „Sonnenstrahlen“ auf künstliche Intelligenz setzen. Ein paar Klicks reichen beispielsweise, um den Himmel auszutauschen. Selbst feinste Strukturen erkennt das Programm und stellt den Übergang vom Vordergrund zum Himmel sauber frei. Das ist eine Aufgabe, die selbst erfahrene Bildbearbeiter mit herkömmlichen Werkzeugen nur mit Aufwand erledigen. Auch die Porträt-Retusche gelingt ähnlich simpel. Möglich machen auch das Werkzeuge, die künstliche Intelligenz benutzen. Sie erkennen das Motiv und können das Bild optimal bearbeiten. Beispielsweise kann man per Schieberegler die Haut glätten, ohne umliegende Strukturen weich zu zeichnen. Auch eine glänzende Haut lässt sich per Schieberegler abmildern.

Selbst feinste Strukturen erkennt das intelligente Werkzeug „AI Sky Replacement“ und stellt diese sauber frei, wie in dieser Vergrößerung zu sehen ist. Man kann aus einer vorgegebenen Sammlung Himmelsbilder wählen und eigene zufügen.
Vergrößern Selbst feinste Strukturen erkennt das intelligente Werkzeug „AI Sky Replacement“ und stellt diese sauber frei, wie in dieser Vergrößerung zu sehen ist. Man kann aus einer vorgegebenen Sammlung Himmelsbilder wählen und eigene zufügen.
© Markus Schelhorn
Eine Porträtretusche gelingt mit Luminar dank den beiden Werkzeugen „AI Skin Enhancer“ und dem hier abgebildeten „AI Portrait Enhancer“ nach kurzer Zeit. Aufwändiges Maskieren der Bildbereiche kann man sich sparen. Die Werkzeuge erkennen das Gesicht, so können Sie per Schieberegler gezielt die Änderungen vornehmen. ©Andrea Piacquadio, Pexels
Vergrößern Eine Porträtretusche gelingt mit Luminar dank den beiden Werkzeugen „AI Skin Enhancer“ und dem hier abgebildeten „AI Portrait Enhancer“ nach kurzer Zeit. Aufwändiges Maskieren der Bildbereiche kann man sich sparen. Die Werkzeuge erkennen das Gesicht, so können Sie per Schieberegler gezielt die Änderungen vornehmen. ©Andrea Piacquadio, Pexels
© Markus Schelhorn

Bildbearbeitung mit Profi-Werkzeugen

Auch wenn Luminar den Fokus auf Bildbearbeitung mit künstlicher Intelligenz legt, können Sie ihre Fotos auf klassische Weise bearbeiten. Dazu bietet das Programm umfangreiche Einstellmöglichkeiten. Sie erfüllen auch die Ansprüche professioneller Fotografen wie etwa mit einem HSL-Regler und einer frei einstellbaren Gradationskurve. Die meisten Werkzeuge ermöglichen es zudem, den Effekt mit einer Maske nur auf gewünschte Bildbereiche anzuwenden. Das erlaubt eine größere gestalterische Freiheit als es beispielsweise mit Lightroom möglich ist, bei dem sich eine Maske mit weit weniger Werkzeugen nutzen lässt.

Viele Werkzeuge stellen zunächst nur ihre Grundeinstellungen dar und bieten mit einem Klick auf „Erweiterte Einstellungen“ alle Optionen. Bei diesem Beispiel erscheint so im Bereich „Wesentliches“ im Werkzeug „Helligkeit“ die frei einstellbare Gradationskurve uns Regler für Weiß- und Schwarztöne.
Vergrößern Viele Werkzeuge stellen zunächst nur ihre Grundeinstellungen dar und bieten mit einem Klick auf „Erweiterte Einstellungen“ alle Optionen. Bei diesem Beispiel erscheint so im Bereich „Wesentliches“ im Werkzeug „Helligkeit“ die frei einstellbare Gradationskurve uns Regler für Weiß- und Schwarztöne.
© Markus Schelhorn

Ebenen erlauben hohe gestalterische Freiheit

Mit der Ebenenfunktion erweitert Luminar seine Möglichkeiten enorm, Bilder gestalten zu können. Zwei Ebenen-Typen bietet das Programm an: Eine Bearbeitungsebene und eine Bildebene. Die Bearbeitungsebene erlaubt es beispielsweise, unterschiedliche Luminar-Looks auf ein Bild anzuwenden und über die Deckkraft miteinander zu kombinieren. Die Bildebene nutzt man beispielsweise, um ein eigenes Logo um Bild einzublenden. Unter „Mischen“ können Sie beispielsweise mit „Multiplizieren“ weiße Bildelemente ausblenden um so ein schwarzes Logo freigestellt darzustellen. Der Vorteil aller Ebenentypen besteht darin, dass man alle Bearbeitungswerkzeuge nur auf die ausgewählte Ebene anwenden kann.

Mit Ebenen lassen sich beispielsweise mehrere Bildlooks kombinieren oder ein eigenes Logo einblenden. In diesem Beispiel wurden zwei Looks miteinander kombiniert und eine Sonnenblume zugefügt.
Vergrößern Mit Ebenen lassen sich beispielsweise mehrere Bildlooks kombinieren oder ein eigenes Logo einblenden. In diesem Beispiel wurden zwei Looks miteinander kombiniert und eine Sonnenblume zugefügt.
© Markus Schelhorn

Fazit Bilder mit Skylum Luminar bearbeiten

Die Bearbeiten-Funktionen von Luminar lassen kaum Wünsche offen. Neben den Werkzeugen mit künstlicher Intelligenz und umfangreichen manuellen Einstellmöglichkeiten punktet das Programm vor allem mit seiner Ebenen-Funktion. Bietet Luminar im Vergleich zu Lightroom deutlich mehr Möglichkeiten, ein Bild zu bearbeiten, lassen sich mit dem Programm weder HDR-Bilder zusammenführen noch Panoramen erstellen. Allerdings: In der Creative-Pro-Variante gibt es Luminar zusammen mit dem HDR-Programm Aurora HDR aus gleichem Hause

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