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Mobilversionen der Suchmaschinen

12.10.2010 | 08:52 Uhr |

Mobilversionen der Suchmaschinen

Leider ist Bing auch auf dem iPhone zumindest in Deutschland noch nicht in der finalen Version verfügbar. Das gilt nicht nur für die Suchergebnisse, sondern vor allem auch für deren Präsentation auf dem iPhone. Stellt man einfach in den Safari-Einstellungen auf Bing um, erhält man eine kaum ans iPhone angepasste, recht unübersichtliche Darstellung. Erst wenn man unten auf einer Ergebnisseite "bing in English" klickt und damit die US-Version einstellt, bekommt man eine sehr schick gestaltete Seite, bei der sich zwischen Web, Bildern, News, Videos und lokalen Suchergebnissen wählen lässt. Leider liefert die US-Version aber überwiegend amerikanische Suchergebnisse.

Da ist Google natürlich ein gutes Stück weiter. Auch Google zeigt zunächst die Liste der Webadressen zum Suchbegriff, gestattet mit Knöpfen am oberen Fensterrand aber auch das Suchen nach Bildern, lokalen Ergebnissen und über ein Aufklappmenü auch weiteren Dingen wie Blogs, Shopping-Adressen und vielem mehr. Google mogelt diese Unterkategorien, von vielen vielleicht unbemerkt, übrigens auch auf die Startseite: Sucht man beispielsweise nach "iPhone", bekommt man in der Ergebnisliste auch Einträge wie "Shopping-Ergebnisse für iPhone" oder "News-Ergebnisse".

Yahoo hingegen stellt seine verschiedenen Ergebniskategorien untereinander dar. So können je nach Suchbegriff zunächst einige Nachrichten, dann Bilder und erst dann Webseiten präsentiert werden. Um mehr Fundstellen zu sehen, ist ein zusätzlicher Knopfdruck nötig. Dadurch bekommt man deutlich mehr von der Vielfalt der möglichen Ergebnisse mit, was aber, wenn man nur eine einzelne Webseite sucht, nicht immer erwünscht sein muss. Über das Yahoo-Menü hat man komfortabel Zugriff auf die verschiedenen Dienste wie Nachrichten, Sport-News oder Börsenkurse.

Testsieger am iPhone

Im Test entpuppte sich Yahoo gerade wegen der Vielfalt der Möglichkeiten als heimlicher Star unter den Suchmaschinen fürs iPhone, weil es eben mehr bietet als nur die schnöde Stichwortsuche und auch zum Stöbern in anderen Bereichen einlädt. Bevor Microsoft Bing nicht wenigstens aus dem Beta-Stadium entlässt, ist es keine wirkliche Alternative zu Google oder Yahoo, doch die US-Version lässt erkennen, dass es das durchaus einmal werden könnte. Eine brauchbare Alternative zu Google wäre ganz gewiss nicht verkehrt.

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