1049118

Navigation mit dem iPhone

24.05.2011 | 11:15 Uhr |

Navigation mit dem iPhone

Die "großen" Navi-Apps wie hier Navigon Europe lassen sich dank integrierten Karten im Ausland vollkommen unabhängig nutzen.
Vergrößern Die "großen" Navi-Apps wie hier Navigon Europe lassen sich dank integrierten Karten im Ausland vollkommen unabhängig nutzen.

Viele denken beim Thema GPS als Erstes an Navigationslösungen, die es auch in großer Auswahl im App Store gibt. Die Bandbreite der Navi-Apps fürs iPhone ist enorm groß und reicht von extrem kostengünstigen Lösungen bis hin zu luxuriösen Apps mit diversen Zusatzoptionen, die es in Sachen Komfort mit jedem "Saugnapf-Navi" fürs Auto aufnehmen können.

Die Apps wie Skobbler oder Telmap Navigator müssen Ihre Karten während der Fahrt laden.
Vergrößern Die Apps wie Skobbler oder Telmap Navigator müssen Ihre Karten während der Fahrt laden.

Das zunächst wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist neben dem Preis das Kartenmaterial. Apps wie das recht beliebte und mit 1,59 Euro sehr günstige Skobbler , das für Vodafone-Kunden kostenlose Find & Go oder das Gegenstück für O2-Kunden, der Telmap Navigator , enthalten kein Kartenmaterial, sondern laden dies bei Bedarf aus dem Internet nach, was unter Umständen Kosten verursacht. Skobbler steht sogar das aus dem Open-Streetmap-Projekt stammende Kartenmaterial für ganz Europa zur Verfügung, doch im Ausland kann die Nutzung natürlich teuer werden. Dafür bleiben die Apps selbst angenehm schlank und haben immer aktuelle Karten zur Verfügung.

Im Gegensatz dazu bringen die Apps der großen Navi-Hersteller wie Navigon, Falk oder Tomtom ihr Kartenmaterial gleich mit, und das je nach Ausgabe nicht nur für Deutschland, sondern auch gleich fürs Ausland. Die Größe der Apps kann dabei durchaus auf rund zwei Gigabyte anschwellen, doch dafür navigieren die Apps auch ohne Datenverbindung, was speziell im Ausland Kosten sparen kann. Die "großen" Anbieter nutzen professionell erfasstes Kartenmaterial und verlangen dafür auch entsprechende Preise. Bei Navigon beispielsweise kostet die populäre und recht umfassende Europe-Version 90 Euro, Tomtoms etwas umfangreichere Europa-Version auch 90 Euro und der Falk Navigator Europe 50 Euro. Alle Anbieter versuchen darüber hinaus, ihr Salär durch In-App-Verkäufe aufzubessern, und bieten dafür beispielsweise Verkehrsmeldungen, Reiseführer oder 3D-Darstellungen. Telekom-Kunden bekommen mit Navigon Select sogar eine Gratis-App mit Kartenmaterial für die DACH-Region. Um diese App allerdings auf das Ausstattungsniveau der größeren Versionen mit perspektivischer Darstellung, Fahrspurassistent oder Geschwindigkeitswarnungen zu bringen oder zusätzliches Kartenmaterial zu erhalten, muss man Zusatzpakete erwerben. Tut man das, darf man die App übrigens auch nach Ablauf eines Telekom-Vertrags weiter nutzen.

Mit Navfree GPS Live Germany gibt es sogar eine kostenlose Navi-App inklusive Kartenmaterial, das hier von Open Street Map stammt. Andere Apps mögen flotter und präziser sein sowie mit mehr Features glänzen, doch für Gelegenheitsnutzer ist die App einen Versuch wert.

Navionics Europe erlaubt Freizeit-Skippern die Routenplanung und Navigation.
Vergrößern Navionics Europe erlaubt Freizeit-Skippern die Routenplanung und Navigation.

Und es soll niemand glauben, Routenplaner blieben auf Autofahrer beschränkt, denn auch für Radfahrer sowie Flug- und Schiffskapitäne gibt es maßgeschneiderte Lösungen. Navionics Europe beispielsweise bietet für 10 Euro recht detaillierte Seekarten für Europas Gewässer zum Download, zeigt Häfen und Sonderziele oder lädt die Windvorhersage. Ob man bei Sturm und Wellen mit dem iPhone auf dem Achterdeck stehen möchte, sei zwar dahingestellt, doch um den Trip für den nächsten Tag zu planen, reicht es allemal.

Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
1049118