2417145

Neue iMacs 2019: Was sie können, welche Specs sich lohnen

21.03.2019 | 09:52 Uhr | Thomas Armbrüster

Eher eine Produktpflege als eine Erneuerung kann man die Aktualisierung der iMac-Reihe im Mac-Portfolio nennen.

Sehr viel hat Apple bei den neuen iMacs mit Retina Display gar nicht geändert. Äußerlich sind zu den Vorgängermodellen keine Änderungen zu finden, das Display und die Anzahl und Art der Anschlüsse sind gleich geblieben. Im Inneren sind neue Prozessor und Grafikchip verbaut, einen T2-Chip findet man dagegen nicht. Als Datenspeicher sieht Apple in den Standardkonfigurationen wie bisher ein Fusion-Drive vor, dem Basismodell des iMac 21,5 Zoll spendiert Apple sogar weiterhin nur eine Festplatte.

iMac 21,5 Zoll

Die beiden Standardkonfigurationen des iMac 21,5“ haben die gleichen Prozessoren, die auch im neuen Mac Mini zu finden sind. Der i3-Prozessor mit vier Kernen im günstigeren Modell hat zwar einen höheren Basistakt als der i5 mit sechs Kernen in der teureren Variante, muss aber auf Turbo Boost und Hyper Threading verzichten. Turbo Boost gibt es im iMac mit 3,0 GHz Taktrate (bis 4,10 GHz), Hyper Threading aber ebenfalls nicht. Dafür muss man gegen Aufpreis zum i7-Chip mit 3,2 GHz, sechs Kernen und Turbo Boost bis 4,60 GHz greifen. Den verwendet Apple ebenfalls im Mac Mini. Bei den Grafikchips hat sich nichts Wesentliches geändert. Die Modellbezeichnungen unterscheiden sich gegenüber den Vorgängermodellen nun durch ein angehängtes „X“. Sie takten etwas schneller als die Vorgänger, der Aufbau hat sich aber nicht geändert. Apple verbaut sie auch im 15-Zoll Macbook Pro. Dem Radeon Pro 555X im kleineren iMac spendiert Apple aber nur 2 GB Videospeicher, der Radeon Pro 560X im teureren Modell darf dagegen auf 4 GB Videospeicher zugreifen. Neu hinzugekommen ist die Option, das teurere Modell gegen einen Aufpreis von 420 Euro mit einem Radeon Pro Vega 20 Grafikchip auszustatten.

iMac 21,5 Zoll mit 3,0 GHz Prozessor ab 1599 Euro kaufen

Wie bisher lässt sich der 21,5-Zoll iMac nur mit einem Fusion Drive mit 1 TB ausstatten, Varianten mit 2 TB und 3 TB bleiben dem iMac 27“ vorbehalten. Ein Nachteil der Version mit 1 TB gegenüber den größeren Fusion Drives ist die nur 32 GB große SSD, während die großen Fusion Drives im iMac 27“ 128 GB haben. Gegen einen wie bei Apple leider üblich sehr hohen Aufpreis lassen sich auch SSDs mit 256 GB, 512 GB oder 1 TB ordern.

Der Preisunterschied zwischen den beiden Standardversionen beträgt 200 Euro. Angesichts dessen, dass man beim günstigeren Modell 120 Euro für das Fusion Drive ausgeben muss, das wir für das absolute Minimum gegenüber der Festplatte halten, bleibt eine Differenz von nur noch 80 Euro. Dafür bekommt man einen leistungsfähigeren Prozessor mit 6 Kernen sowie einen leistungsfähigeren Grafikchip mit doppelt so viel Videospeicher. In unseren Augen gut angelegtes Geld. Von daher würden wir vom Kauf des Basismodells abraten, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist deutlich schlechter.

Noch besser fährt man natürlich mit einer SSD. Für 512 GB muss man beim günstigeren iMac aber happige 480 Euro bezahlen, beim teureren immer noch 360 Euro. Weniger würden wir bei einem Desktop-Rechner nicht nehmen, da man ja später nicht aufstocken kann. Was man sich beim kleinen iMac ebenfalls schon beim Kauf überlegen muss, ist die Größe des Arbeitsspeichers, da man diesen nicht wie beim 27-Zoll-Modell selbst aufrüsten kann. 16 GB RAM lässt sich Apple mit 240 Euro bezahlen. Für den iMac 21“ mit 3,0 GHz, 512 GB SSD und 16 GB RAM kommt man dann auf einen Preis von 2299 Euro, mit 8 GB RAM sind 2059 Euro bei Apple abzuliefern.

iMac 27 Zoll

Die Standardkonfigurationen des großen iMacs sind alle mit einem Core i5-Prozessor mit jeweils sechs Kernen und Turbo Boost ausgestattet. Bei den beiden günstigeren Versionen stammen diese aus der 8. Generation, beim Top-Modell aus der 9. Generation. Hyper Threading beherrschen alle nicht. Hierfür muss man gegen deutlichen Aufpreis zum i9-Prozessor mit 8 Kernen greifen, der ebenfalls aus Intels 9. Generation stammt. Für das günstigste Modell ist er nicht verfügbar, beim mittleren Modell ist ein Aufpreis von 600 Euro zu bezahlen, beim Topmodell fallen 480 Euro an. Das Basismodell unterscheidet sich auch bei der RAM-Ausstattung von den anderen 27-Zöllern, denn Apple bietet maximal nur 32 GB an, bei den anderen geht es bis 64 GB. Ob dies eine technische Begrenzung ist, ist nicht klar, denn einen Mac Mini mit dem gleichen Prozessor bekommt man auch mit 64 GB. Da man den Arbeitsspeicher beim großen iMac aber selbst einfach aufrüsten kann , es stehen insgesamt vier Steckplätze zur Verfügung, sollte man sich zusätzlichen Arbeitsspeicher aber selbst besorgen und einbauen, da man damit deutlich günstiger fährt.

Wie bei den kleinen iMacs haben die Bezeichnungen der Grafikchips nun ein „X“ hinzugefügt bekommen. Auch hier handelt es sich um eine Takterhöhung, die Prozessorarchitektur hat sich nicht geändert. Die Top-Version mit dem Radeon Pro 580X kann auf 8 GB Grafikspeicher zugreifen, der Radeon Pro 570X und der 575X jeweils auf 4 GB. Wer mehr Grafikpower benötigt, kann beim Top-Modell ein Radeon Pro Vega 48 für 540 Euro ordern.

Das Top-Modell ist standardmäßig mit einem Fusion Drive mit 2 TB ausgestattet, die beiden anderen Varianten haben ein Fusion Drive mit 1 TB. Um diese auf 2 TB aufzurüsten, muss man Apple 240 Euro bezahlen. Dann kommt man auch in den Genuss einer SSD mit 128 GB. Für 360 Euro kann man alternativ eine SSD mit 512 GB einbauen lassen, beim Top-Modell zahlt man dafür 120 Euro. Eine SSD mit 1 TB lässt sich Apple mit üppigen 840 Euro bei den Basis-Modellen und mit 600 Euro beim Top-Modell bezahlen.

Der Preisunterschied zwischen den beiden günstigeren 27-Zöller liegt bei 200 Euro (2099 Euro und 2299 Euro). Für den Aufpreis bekommt man einen etwas schnelleren Prozessor und etwas mehr Grafik-Power. Wir würden das Geld aber eher in eine SSD mit 512 GB beim Basismodell investieren, wenn man knapp kalkulieren muss. Dann kommt man auf einen Preis von 2459 Euro. Wer wirklich viel Rechen- und Grafikpower benötigt, kann deutlich mehr ausgeben. Rüstet man das Top-Modell vergleichsweise wie den iMac Pro aus, also mit 32 GB RAM, 8-Kern-Prozessor, 1 TB SSD und Vega-Grafikkarte, kommt man dessen Preis von 5499 Euro mit 4939 Euro schon recht nahe. Lebt man etwas bescheidener und nimmt die Top-Version in der Basisausstattung, jedoch mit 1 TB SSD, und beschafft sich den Arbeitsspeicher selbst, sind 3199 Euro bei Apple abzuliefern. Das wäre unsere Empfehlung für Anwender mit größerem, aber nicht maximalem Leistungsbedarf.

iMac-Prozessoren

Bezeichnung

Kerne

Basistakt

Turboboost

Hyperthreading

Cache

iMac 21,5“ Retina

3,6 GHz

Core i3 8100

4

3,60 GHz

nein

nein

6 MB

3,0 GHz

Core i5 8500

6

3,00 GHz

4,10 GHz

nein

9 MB

3,2 GHz

Core i7 8700

6

3,20 GHz

4,60 GHz

Ja

12 MB

iMac 27“ Retina

3,0 GHz

Core i5 8500

6

3,00 GHz

4,10 GHz

nein

9 MB

3,1 GHz

Core i5 8600

6

3,10 GHz

4,30 GHz

nein

9 MB

3,7 GHz

Core i5 9500K

6

3,70 GHz

4,60 GHz

nein

9 MB

3,6 GHz

Core i9 9900K

8

3,60 GHz

5,00 GHz

ja

12 MB

Macwelt Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2417145