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Radeln und Wandern mit Apple Watch und iPhone: Die besten Apps

09.08.2020 | 13:30 Uhr | Peter Müller

Europa darf man wieder bereisen. Urlaub daheim ist aber unter Umständen die bessere Idee. Mit diesen Apps gelingt die Erholung vor der Haustür.

Seit vielen Jahren ist das beliebteste Urlaubsland der Deutschen stets: Deutschland. Laut Statista zog es 2019 10,1 Prozent der hiesigen Urlauber an die Ostsee, 7,7 Prozent nach Bayern, 7,4 Prozent an die Nordsee und weitere 7,1 Prozent in andere Urlaubsregionen, hinzu kamen 4,4 Prozent Städtetouristen nach Berlin. In diesem Jahr wird die Statistik eine andere sein, gerade die Tourismusbranche leidet unter den Einschränkungen. Vermutlich wird sich der Trend nach Urlaub in oder nahe der Heimat kräftig verstärken, auch (mittelbar) benachbarte Urlaubsländer wie Österreich (2019: 8,1 Prozent), Italien (9,5 Prozent) und Frankreich (4,4 Prozent), die zwar  ihre eigenen schweren Probleme mit Covid-19 haben, dürften glimpflicher wegkommen, was den Rückgang des Tourismus betrifft.

Oh, ich habe solche Sehnsucht …
Vergrößern Oh, ich habe solche Sehnsucht …

Der Trend dürfte auch weg gehen von Massenunterkünften, dichten Stränden und (Open-Air-)Disco, mehr hin zu mehr Bewegung in der Natur, unter (meist) deutlich weniger Menschen. Selbst hinter den touristischen Hotspots warten atemberaubende Landschaften, Mikroabenteuer und vorsichtige Begegnungen mit Kultur und Gastronomie. Umso mehr lohnt es sich, aus der Not eine Tugend zu machen, und entweder die Gegend vor der eigenen Haustür zu entdecken, oder nicht weit zu verreisen und wenn es doch an die 1000 Kilometer ans Meer werden, den Strand einen guten Strand sein lassen, den Rucksack zu packen und sich auf den Weg machen, zu Fuß oder mit dem (Miet-)Fahrrad.

Statt Karten und Atlanten immer dabei: iPhone und Apple Watch. Und zur Sicherheit noch die ein oder andere Powerbank , für längere Touren. Denn verirren muss sich niemand mehr, solange das iPhone Empfang hat.

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Wir haben einige Apps und Lösungen für die Rad- oder Wandertour zusammen gestellt.

Apples Bordmittel: Karte, Kompass und Notruf

Schon ab Werk sind iPhone und Apple Watch mit reichlich Technologie ausgestattet, um abgelegene Ziele zu finden und von dort aus auch wieder sicher nach Hause zu kommen. Die Karten-App ist die erste Anlaufstelle, um die Frage "Wo bin ich?" zu beantworten oder die Route zu planen. Doch zeigen sich Apples Karten aus mehreren Gründen vor allem im Städte-Urlaub als hilfreich: Denn umfangreiche Karten muss man sich immer auf sein iPhone laden, in Gegenden weitab perfekten LTE-Abdeckung bekommt man nur allzu oft einen blauen Punkt auf einem Raster zu sehen, die Karte lädt dann lange nach. Was die Routenplanung in der Freizeit auch erschwert: Erst ab iOS 14 zeigt die Karten-App Routen für Fahrradfahrer und das zunächst nur in wenigen ausgewählten Städten. Auch mit dem öffentlichen Verkehr ist es außerhalb der USA schwierig, immerhin scheint es in Berlin recht akkurat zu funktionieren, während in München die Karten-App anscheinend keine U-Bahn kennt.

Mit der U-Bahn wäre es kürzer. Und vor iOS 17 haben wir kaum Hoffnung auf Fahrradnavi in Apple Maps
Vergrößern Mit der U-Bahn wäre es kürzer. Und vor iOS 17 haben wir kaum Hoffnung auf Fahrradnavi in Apple Maps

Hier helfen dann spezielle Apps weiter, zu einigen kommen wir später im Text. Was aber ab iOS 14 und damit den Herbsturlaub interessant wird: App Clips . Diese bieten alle wichtigen Funktionen von ausgewachsenen Apps an, aber eben nur für einen eingeschränkten Zweck. Wer also in einer fremden Stadt den ÖPNV nutzen will oder einen E-Scooter mieten, muss sich nicht die komplette Anwendung herunter laden, sondern nur einen Schnippsel, falls das Verkehrsunternehmen einen solchen anbietet. Nach Ende der Reise bleibt keine überflüssige App auf dem Telefon.

Apple bietet vor allem eine Infrastruktur mit Lösungen, diese schlau zu verwenden, liegt in der Verantwortung der Anbieter. Aber so wie Apples Karten-App die bei der Routenplanung ermittelten Richtungs- und selbst Fahrspurwechsel an die Apple Watch meldet, nutzen das auch andere Lösungen aus. Das iPhone kann in der Tasche bleiben und die Augen auf der Straße oder dem Weg, wenn nach einem Vibrationsalarm die Apple Watch spricht: "Nach 300 Metern rechts abbiegen".

Die Apple Watch bringt noch weitere nützliche Funktionen und Apps für den Einsatz im Freizeitgelände mit. So ist die Apple Watch Series 5 mit einem Kompass ausgestattet, der auch dann funktioniert, wenn keine Internetverbindung besteht und das GPS-Signal schwach ist. Ungefähre Ortskenntnis und Wissen über die Funktionsweise eines Kompass sollte man dafür aber mitbringen.

Völlig ohne Zutun der Nutzer ist aber seit der Apple Watch Series 4 eine unter Umständen lebensrettende Technik in die Uhr eingebaut: Eine Sturzerkennung samt automatischem Notruf . Wir hatten bisher zum Glück das nie ausprobieren müssen, im Falle des Falles erkennt aber die Apple Watch den Sturz vom Fahrrad und alarmiert unter Versand der Koordinaten des Unfallortes den Rettungsdienst und meldet das auf Wunsch auch den vorher definierten Notfallkontakten. Gegen Fehlalarme, wie wir sie etwa beim Wasserball schon mal ausgelöst haben, ist die Apple Watch gerüstet. Wird die Sturzerkennung aktiv, fragt die Uhr erst einmal nach, ob es einen überhaupt hingehauen hat. Erst wenn keine Aktion erfolgt oder keine weitere Bewegung mehr registriert wird, ruft die Apple Watch die Rettung. Das funktioniert auch ohne iPhone, sofern man einen Tarif für die LTE-Option der Uhr gelöst hat, sonst muss das Telefon natürlich in Reichweite sein. Aber auch, wenn das iPhone keinen einzigen Balken anzeigt, kann man mit ihm (auch via Apple Watch) den Notruf zu verständigen versuchen. Wählt man die 112, versucht das iPhone, den Notruf über ein anderes Netz abzusetzen, als das, an das die SIM gebunden ist. Komplette Funklöcher, in denen keines der Netze ein Signal hat, sind eher selten.

Seit Urzeiten der schlauen Uhr ist die Trainingsapp, die nicht nur Wandertouren, Joggingrunden oder Radrundfahrten mittrackt, wenn man diese bewusst startet. Die App hat zahlreiche weitere Trainings zu bieten, in watchOS 7 wird etwa noch "Tanz" dazu kommen. Einige erkennt sie auch automatisch, etwa Schwimmtraining oder Gehen/Laufen. Nur Radler dürfen weiterhin nicht vergessen, die Nachverfolgung einzuschalten, sonst schreibt die Uhr nicht alle Details mit - sie erkennt offenbar nur anhand des höheren Pulses einen Kalorienverbrauch.

Apps für spezielle Aktivitäten

Dazu gibt es ja den App Store: Für jeden Zweck eine App. Wanderer haben andere Anforderungen als Radler und beide Freizeitsportgruppen vor allem wesentlich anspruchsvollere als die, die ihre Freizeit im Liegestuhl am nahen Badesee verbringen oder auf einer Biergartenbank. Denn den nächsten See oder das Ausflugslokal findet man leicht – und von dort auch wieder heim, zur Not mit Hilfe einer Taxi-App. Und wenn man im Watt wandert, hat man andere Themen als in den Alpen, die Sache mit den Gezeiten …

Beginnen wir aber mit den Nöten der Radler:

Komoot: iPhone, Apple Watch und Fahrrad – eine perfekte Verbindung. Doch wie schon erwähnt, sind Apples eigene Lösungen für Radler bisher eher enttäuschend. Dabei ist ein iPhone mit nicht einmal so teuren Halterungen sicher am Lenker montiert und die Apple Watch noch leichter mit auf Touren genommen. Wir haben in den letzten Jahren einige Speziallösungen getestet, Fahrradcomputer von Garmin oder Wahoo etwa, oder Systeme wie Smarthalo oder Cobi.Bike . Meist bringen sie ihre eigene Software mit, oder sie binden die Lösungen Dritter ein. Dabei aufgefallen ist uns unter anderem die App Komoot und deren Nutzerschaft. Denn Komoot ist weit mehr als eine Navigationsapp für Radler, sondern eine Community, deren Mitglieder ihre Touren aufzeichnen und samt der Sehenswürdigkeiten auf dem Weg für alle anderen zur Verfügung stellen. Dort sind so viele unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, dass man kaum auf ausgeradelten Wegen strampelt, sondern viele interessante Routen entdecken kann. Komoot lässt sich aber auch genau so gut zum Wandern einsetzen, die Apple Watch erweist sich in jedem Fall als sinnvoll, da sie mit einer Vibration immer rechtzeitig vor Abzweigungen und Richtungswechseln per Vibrationsalarm warnt. Komoot lässt sich in der Basis gratis nutzen, wir bekommen etwa für unsere Region Offlinekarten ohne weitere Kosten. Wenn wir im Großraum der Stadt etwas unternehmen wollen, zahlen wir einmalig 9 Euro, für das Weltpaket deren 30 - klingt fair. Das gibt es auch im Abo, in Komoot Premium, für 4,99 Euro im Monat. Darin inklusive sind dann auch ein Mehrtagesplaner, sportspezifische Karten, eine Wettervorhersage für die Tour, die Pannenversicherung Premium-Schutz und die Möglichkeit, seine gesammelten Touren und Routen zu Highlights zu sammeln. Was uns besonders freut: Die GPS-Daten des nahe gelegenen Räuber-Kneißl-Radwegs lassen sich ohne Probleme in Komoot importieren, das dann auch gleich eine Route anlegt. Praktisch für die Schleifen weiter draußen in den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck, deren Gegend wir noch nicht so intensiv erkundigt haben.

Komoot macht uns Offline-Karten in der Heimatregion ganz kommod. Das Premium-Abo ist aber ein attraktives Angebot für diejenigen, die viel draußen sind.
Vergrößern Komoot macht uns Offline-Karten in der Heimatregion ganz kommod. Das Premium-Abo ist aber ein attraktives Angebot für diejenigen, die viel draußen sind.

Viewranger: Das war auch das große Plus von Viewranger in unserem letzten Test , der schon ein paar Jahre zurück liegt (eine Aktualisierung recherchiert die Kollegin derzeit auf Schusters Rappen): Kommt man vom geplanten Weg ab, meldet sich die Apple Watch mit einer Vibration und einer eindeutigen Botschaft. In den Bergen hat man sich leicht mal verirrt, nicht überall in den Alpen ist die Beschilderung perfekt, von anderen Gebirgen nicht zu reden. Mehr als 250.000 Routen kann man sich gratis oder gegen Credits in die App laden und ihnen folgen, ebenso topografische Karten offline nutzen - nur GPS ist erforderlich, um sich zu orientieren. Die App ist in ihrer Grundversion kostenlos und hat wie auch Komoot einen Social-Media-Aspekt. So kann man nicht nur anonymen Routen folgen, sondern sich auch auf Empfehlungen von konkreten Personen verlassen. Klar, wenn der "WIldeWanderer42" eine spannende Tour durch das Karwendel bereit gestellt hatte, auf der man sich nicht verirrte, will man vielleicht wissen, was er so in den Chiemgauer Alpen empfiehlt.  Die Premium-Version von Viewranger kostet 4,99 Euro im Jahr und bringt einige interessante Zusatzfunktionen. Mittels AR kann man sich die Namen der Gipfel rundherum anzeigen lassen, Tracks und Routen kann man sich in 3D anzeigen lassen, statt nur auf flachen Karten. Live-Tracking von Freunden ist möglich, ebenso findet die App eine Route mit gegebenem Anfangs- und Zielpunkt.

Maps 3D Pro – Outdoor GPS: Die Anwendung kostet 4,99 Euro und bringt die Karten sofort in 3D-Anmutung auf den Bildschirm. Dabei greift die App auch auf den Höhenmesser des iPhones zu und zeigt an, wie weit man über Normalnull oder auf der Tour schon gekommen ist. Die Karten lassen sich vorab laden, unterwegs benötigt man kein Internet. Auch Radfahrer können die App für ihre Bergtouren nutzen.

Bikemap : Bei der Recherche zu diesem Artikel haben wir uns noch an frühere Tests zum Thema Radeln mit der App erinnert, etwa an den hier, in dem es eigentlich nur um eine Fahrradhalterung für das iPhone 7 ging. Da die Testfahrt über Stock und Stein ging, also abseits von Straßen, die auch Apple Maps kennt, verwendeten wir Runtastic Mountain Bike Pro. War noch auf unserem iPhone 11, haben wir aber nun gelöscht. Der Grund: Adidas hat in der Zwischenzeit Runtastic übernommen und nur andere Fitnessapps der Marke weiter geführt, Radsport hat in Herzogenaurach keinen hohen Stellenwert. Also mal kurz die App Bikemap geladen, die recht vielversprechend aussieht und auch in der kostenlosen Version schon einige Routen rund um unsere Basis zu bieten hat. Leider ist unterwegs Internet zum Nachladen der Karten erforderlich, Offline-Maps gibt es erst ab 30 Euro im Jahr (oder 5 Euro im Monat).

Alle Wetter

Es gibt kein schlechtes Wetter – nur unzureichende Kleidung. Doch gilt das nicht immer. Ein Regenguss mag erfrischend sein, ein Gewitter wird aber vor allem auf der Bergwanderung gefährlich, auch beim Radeln sind Blitz und Donner kein Vergnügen. Als Nutzer von Apple Watch und iPhone unterliegt man aber recht schnell einem Trugschluss: Was die Uhr in der Komplikation anzeigt oder Siri erzählt, wenn man sie nach dem Wetter fragt, gibt nur ein ungefähres Bild. Die Standard-Wetter-App auf iPhone und Apple Watch ist extrem ungenau, da ihre Daten auf einem Raster beruht, deren Wetterstationen 28 Kilometer auseinander liegen. Alles dazwischen ist berechnet, mit hohen Ungenauigkeiten. Recht viel mehr als ein "Heiter bis wolkig, mit gelegentlichen Regenschauern, örtlich Gewitter" darf man da als Prognose nicht erwarten. Niveau des Tagessschau-Wetters vor 25 Jahren, das gibt keine Frage auf die Antwort "Kann mich heute noch ein Gewitter auf der Tour erwischen?" Die Technologie hat sich glücklicher Weise seither bedeutend weiter entwickelt, die Wettervorhersagen können genauer sein.

Noch eine Stunde bis zum Gewitter. Aber vielleicht hatte der Wirt ja auch die richtige App und nicht nur den richtigen Riecher?
Vergrößern Noch eine Stunde bis zum Gewitter. Aber vielleicht hatte der Wirt ja auch die richtige App und nicht nur den richtigen Riecher?

Auf Erfahrung kann man natürlich auch setzen: Wenn der Wirt vom Eckbauer über Partenkirchen schon die Sonnenschirme einfährt, während man noch viel Sonne durch die Quellwolken blitzen sieht, sollte man sich schleunigst auf den Rückweg gen Parkplatz oder Bahnhof machen. Doch helfen auch Apps weiter. Apple hat nicht in jedem Segment die besten oder auch nur konkurrenzfähige Apps, aber eine Plattform für die besten Lösungen. Hier unsere Favoriten:

Pflotsch Storm: Die Vorhersagen der App, die auf Kachelmannwetter.de basiert, sind beinahe unschlagbar genau. Das liegt vor allem an wesentlich präziseren Daten aus engeren Rastern, sondern auch an deren Auswertung und Aufbereitung. Die App gaukelt auch nicht vor, das Wetter in drei oder vier Stunden schon präzise zu kennen, je weiter die Prognose reicht, desto ungenauer werden die Vorhersagen, der Unsicherheitsbereich größer und damit auch die Flächen, die rot von Gefahr künden oder grün nur ein paar Tropfen versprechen. Zoomt man aber ein wenig aus der Karte heraus, sieht man auch die Zugrichtung von Regengebieten besser und kann nun seinerseits Wetten mit sich selbst abschließen, wann es zu einem gegebenen Zeitpunkt vor Ort tatsächlich regnet. Wir haben bisher immer gute Erfahrungen gemacht, nur einmal war das Gewitter tatsächlich eine Stunde vor dem Plan am Ort, wir konnten uns aber unterstellen. Pflotsch Storm gibt es im Abo für 7 Euro im Jahr, die ersten 30 Tage sind frei. Die Apple Watch App zeigt die Daten einer bestimmten Wetterstation - und nicht die für den Ort berechneten Werte - in Echtzeit. Besser die App in die Komplikation nehmen als die Standard-Wetter-App. Pflotsch Super HD ergänzt das Angebot der Kachelmann GmbH. Schließlich will man auch ungefähr wissen, wann und wo die Sonne scheint.

DWD WarnWetter: Mindestens genau so gut und in Einzellfällen auch mal besser, ist die Warn-App des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In der kostenlosen Grundversion bekommt man alle Warnmeldungen des Dienstes auf einen Blick und Push-Nachrichten über Warnungen am Standort auf Wunsch. Keine Technologie kann das Gewitter auf die Minute und den Hektar genau vorhersagen, die Warnungen sind aber rechtzeitig und präzise genug, um sich in Sicherheit zu bringen. Wichtig vor allem, dass diese Pushes auch auf der Apple Watch angezeigt werden, wenn nur das iPhone im Rucksack oder Trikottasche vibriert, kann man das übersehen und wertvolle Zeit verlieren.

Weather Pro: Über viele Jahre hinweg die erste Wahl, wenn man mehr wissen wollte, als das, was die Standard-App des iPhone so sagte. Die Meteomedia, die für die App zuständig war, ist vor sieben Jahren in den Besitz der weltweit operierenden MeteoGroup übergegangen. Weather Pro ist aber eine Empfehlung für den schnellen Blick wert, 99 Cent sind gut angelegtes Geld. Doch kostet der genauere Blick auf Radar- und Satellitendaten, anhand derer man sich ein besseres Bild machen kann, ab 9,99 Euro – pro Jahr. Die App wiegt auch ein wenig in falsche Sicherheit, zeigt sie doch für den Ort eine Prognose für sieben Tage an, bei der sie keine Unsicherheit zeigt. Wer aber meint, am Montag seine Wandertour für den kommenden Sonntag so planen zu können, dass man um 17 Uhr wieder im Tal ist, weil am Sonntag erst ab 17 bis 20 Uhr ein Wolkensymbol mit Tropfen in der App zu sehen ist, der könnte aus alle Wolken fallen, wenn es dann am Sonntag schon beim Aufstieg heftige Gewitter gibt. Um ein erstes Gefühl für das kommende Wettergeschehen zu bekommen, ist Weather Pro aber wie viele ähnliche Apps recht anständig. Man darf aber nicht zu viel davon erwarten.

Noch mehr Wetter

Über weitere Wetter-Apps, ihre Macher, Daten und deren Auswertung  haben wir hier ein wenig mehr Information zusammengetragen:

WetterOnline: Was Wetter-Apps leisten

Wetter.com: Wie die Wettervorhersage entsteht

Kachelmann im Interview: Unsere Wetter-Apps nutzen Petabytes von Daten

Wettermanufaktur: Spezialist für Glatteiswarnungen

Für die Erinnerungen

Gerade in Zeiten, in denen es mit dem Urlaub schwierig ist und mit Tagesausflügen auch nicht viel besser, schwelgt man gerne in Erinnerungen. Also, immer die Kamera mitnehmen und die schönsten Eindrücke festhalten. Mit dem iPhone hat man sie ja immer dabei, nicht nur eine einfache Knippse, sondern ein Kamerasystem, das mit System- oder gar DSLR-Kameras in manchen Bereichen durchaus mithalten kann. Vor allem seit der Generation 11 von 2019 werden Landschaftsaufnahmen dank der Ultraweitwinkeloptik noch spektakulärer, das Teleobjektiv mit zweifach optischem Zoom der iPhone 11 Pro lässt entfernte Objekte etwas näher heranholen. Und wer auf seiner Tour übernachten, in der Berghütte oder dem eigenen Zelt, freut sich dank des Nachtmodus auch über tolle Fotos bei Dunkelheit.  Mit Hilfe eines Stativs sind sogar Belichtungszeiten von bis zu 28 Sekunden möglich.

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