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Wir alle nutzen SWIFT – doch was ist das überhaupt?

30.03.2022 | 11:01 Uhr |

Mit SWIFT werden nationale und internationale Bankgeschäfte abgewickelt. Aber was bedeutet die Abkürzung – und wie funktioniert dieses System?

Hinter SWIFT steckt nicht nur ein Verband, sondern auch eines der bedeutendsten Nachrichtenformate im globalen Finanz- und Bankwesen . Jeder von uns kennt und nutzt SWIFT in Form des BIC-Codes bei Überweisungen oder anderen Finanztransaktionen, doch nur wenige wissen, was sich eigentlich genau dahinter verbirgt. Dieser Artikel informiert Sie über alles, was Sie zum Thema SWIFT wissen müssen.

Wofür steht SWIFT?

Der Begriff SWIFT ist die Abkürzung für „Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication“, einer Genossenschaft mit Sitz im belgischen La Hulpe. Seit ihrer Gründung im Jahr 1973 ist die Organisation vollständig in Besitz ihrer Mitgliedsbanken und einiger anderer Finanzinstitutionen.

Ziel und Zweck der Gründung waren damals der Wunsch nach einem einheitlichen Zahlungsstandard für Auslandsüberweisungen , was über das SWIFTnet gelöst wurde. Dieses Nachrichtensystem sorgt bis heute für den reibungslosen Ablauf aller internationalen Finanzdienstleistungen und den Datenaustausch unter den Banken. Um das Ausmaß des Netzwerks in Zahlen zu verdeutlichen: SWIFT wird inzwischen von über 10.000 Geldinstituten in 200 Ländern verwendet.

Die hohe Beliebtheit des Netzwerks ist hauptsächlich auf seine Sicherheit und Stabilität zurückzuführen. Würde SWIFT von heute auf morgen ausfallen, hätte dies schwerwiegende wirtschaftliche Folgen , da im Grunde der gesamte Geldfluss zum Erliegen käme. Deswegen unterliegt SWIFT der kooperativen Überwachung durch die Zentralbanken der G10-Länder und der EZB – einschließlich Notfallplanungen für den Worst Case.

Was ist der SWIFT-Code?

Die konkrete Umsetzung des SWIFT-Nachrichtensystems erfolgt über den sogenannten SWIFT-Code oder BIC („Bank Identifier Code“). Bei diesem handelt es sich um eine 8- oder 11-stellige Zahl, die bestimmte überprüfbare Daten zur Bank, dem Herkunftsland und ggf. der Bankfiliale liefert (bei Onlinebanken ohne Filialen steht am Ende meistens XXX). Jedes beteiligte Kreditinstitut hat einen eigenen, weltweit gültigen SWIFT-Code, mit dem es eindeutig identifiziert werden kann.

Jeder SWIFT-Code oder BIC besteht aus acht oder elf alphanumerischen Zeichen.
Vergrößern Jeder SWIFT-Code oder BIC besteht aus acht oder elf alphanumerischen Zeichen.

An jedem Tag des Jahres kommt der BIC/SWIFT-Code millionenfach zum Einsatz. Egal ob beim internationalen Devisenhandel, für Avisen von Akkreditiveröffnungen, für Kontoauszüge oder Überweisungen – alle Zahlungen vom oder ins Ausland werden über den Code ermöglicht und abgewickelt.

Eine Ausnahme bilden Inlandsgeschäfte: Hier ist der SWIFT-Code nicht zwingend erforderlich, weil die betroffenen Banken mittels Kontonummer und Bankleitzahl (BLZ) identifizierbar sind. Auch die Angabe der IBAN („International Bank Account Number“) würde in einem solchen Fall ausreichen, da diese die Kontonummer und BLZ enthält. Wir halten fest:

BIC: international standardisierter Code zur weltweit eindeutigen Identifikation von Kreditinstituten; vergleichbar mit der Bankleitzahl in Deutschland.

IBAN: international standardisierte Kontonummer; in Deutschland immer 22-stellig.

Überweisung mit BIC und IBAN
Vergrößern Überweisung mit BIC und IBAN
© Lisa-S / Shutterstock.com

Zusammenfassung: SWIFT als globales Kommunikationsnetzwerk

Als Verband aus mehreren Banken und Geldinstituten hat SWIFT einen internationalen Industriestandard für Finanztransaktionen geschaffen. Mittlerweile ist SWIFT das größte Nachrichtennetzwerk der Welt und unterliegt daher auch der Aufsicht der G10-Staaten und der EZB. Beachten Sie, dass SWIFT kein eigenes Zahlungssystem ist, sondern lediglich das Format für die Übermittlung der Nachrichten zur Verfügung stellt. Bei diesem handelt es sich um einen 8- bis 11-stelligen Code, den wir als BIC kennen und zusammen mit der IBAN für Überweisungen nutzen.

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