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Safari 12: Schluss mit Extensions und Plug-ins

18.09.2018 | 16:09 Uhr |

Noch bevor macOS Mojave nächste Woche verfügbar sein wird, hat Apple Safari 12 für High Sierra und Sierra veröffentlicht

Safari 12 ist ab sofort im Mac App Store für macOS 10.13.6 und 10.12.6 verfügbar und wird außerdem standardmäßig mit macOS Mojave installiert. Es gibt einige Neuerungen und Verbesserungen und der Entwickler hat auch einige Sicherheitslücken geschlossen. Bei den Erweiterungen muss man aber zukünftig auf einiges Gewohnte verzichten.

Intelligent Tracking Prevention 2.0

Apple hat den automatischen Schutz vor der Verfolgung der Nutzeraktivitäten im Browser verbessert. So werden nun Cookies von Drittanbietern oder Social-Media-Anbietern sofort gelöscht, die nach Ansicht von Safari der Verfolgung über mehrere Webseiten hinweg dienen und nicht erst nach 24 Stunden wie bisher. Cookies, die von einer besuchten Webseite stammen, aber ebenfalls dazu dienen können, die Aktivitäten im Browser zu verfolgen, werden entfernt, wenn der Anwender seit 30 Tagen die betreffende Webseite nicht mehr aufgerufen und dort etwas angeklickt hat. Zeiten, in denen Safari gar nicht verwendet wurde, zählen dabei nicht mit.

Damit man aber auch auf Inhalte von Drittanbietern zugreifen kann, die in eine besuchte Seite eingebettet sind, wird in Safari 12 der Anwender nun gefragt, ob er das Cookie des Anbieters speichern möchte. Auch die von Apple mit „First Party Bounce Tracker“ bezeichneten Cookies finden keine Gnade mehr und werden automatisch entfernt. Dabei handelt sich um Webseiten, die nach dem Klick auf einen Link kurzzeitig aufgerufen werden, ohne jedoch Inhalte zu zeigen und nur dazu dienen, Informationen über den Anwender zu sammeln, bevor dieser dann auf der Zielseite landet. Eine weitere Maßnahme, um das Tracking zu erschweren, besteht darin, dass der Browser nur noch die Standardkonfiguration des Macs übermittelt, sodass Tracker nicht mehr zwischen verschiedenen Rechnern aufgrund der individuellen Konfiguration unterscheiden können.

Um das websiteübergreifende Tracking zu verhindern, setzt Safari 12 neue Methoden zur Überwachung der Cookies ein.
Vergrößern Um das websiteübergreifende Tracking zu verhindern, setzt Safari 12 neue Methoden zur Überwachung der Cookies ein.

Einstellungen und Passwörter

In den Einstellungen ist unter „Tabs“ der neue Eintrag „Webseitensymbole in Tabs anzeigen“ zu finden. Aktiviert man die Option, zeigt Safari 12 wie andere Browser auch die Symbole (Favicons) der jeweiligen Website im Tab an. Pop-ups lassen sich jetzt nicht mehr generell unterbinden, sondern spezifisch für einzelne Webseiten, da auf manchen Webseiten Popups für Anwendereingaben verwendet werden und ohne sie nicht richtig funktionieren. In den Einstellungen ist die Einstellung für Popups darum unter „Websites“ und nicht mehr unter „Sicherheit“ zu finden.

Bei der Einrichtung eines Accounts für eine Website schlägt Safari 12 automatisch besonders sichere Passwörter vor. Diese sind 20 Zeichen lang und umfassen Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen. Außerdem soll Safari erkennen können, ob eine Website bestimmte Vorgaben für Passwörter macht und passt das vorgeschlagene Passwort daran an. Außerdem warnt Safari 12, wenn man ein Passwort mehrfach verwendet.

Safari 12 zeigt nun Webseitensymbole in den Tabs an, wenn man dies in den Einstellungen aktiviert.
Vergrößern Safari 12 zeigt nun Webseitensymbole in den Tabs an, wenn man dies in den Einstellungen aktiviert.
Beim Anlegen eines neuen Accounts schlägt Safari 12 automatisch besonders starke Passwörter vor.
Vergrößern Beim Anlegen eines neuen Accounts schlägt Safari 12 automatisch besonders starke Passwörter vor.

Erweiterungen und Plug-Ins

Safari-Erweiterungen, die man bisher aus der Safari Extensions Gallery laden konnte, sollen sich zukünftig nur noch über den Mac App Store installieren lassen. Entwickler werden von Apple darum aufgefordert, für Erweiterungen nur noch das Format „Safari App Extensions“ zu verwenden. Klickt man in Safari 12 in den Einstellungen unter „Erweiterungen“ auf „Weitere Erweiterungen“ oder ruft „Safari Erweiterungen“ im Safari-Menü auf, öffnet sich nun automatisch der App Store und nicht mehr die Gallery. Diese ist aber noch über den Link „ https://safari-extensions.apple.com “ zugänglich. Installiert man von dort einen Werbeblocker, gibt es meist einen Warnhinweis, dass er Safari verlangsamen würde, und man wird auf den Mac App Store verwiesen, um von dort einen anderen Werbeblocker zu installieren. Die im Store verfügbaren Werbeblocker verwenden die Schnittstelle „WebKit Content Blockers“, die seit Safari 10 verfügbar ist. In Safari aktiviert und deaktiviert man sie unter „Websites > Inhaltsblocker“. Man kann die Erweiterungen aus der Extensions Gallery aber trotz des Warnhinweises installieren. Apple will die Gallery aber zum Jahresende einstellen und keine neuen Erweiterungen mehr aufnehmen. Erweiterungen mit der Dateiendung „safariextz“, die man von anderen Webseiten installiert hatte und nicht von Apple geprüft wurden, werden von Safari 12 gar nicht mehr geladen und lassen sich auch nicht mehr installieren. Außerdem macht Safari 12 Schluss mit sämtlichen Plug-Ins, nur der Flash-Player erhält noch eine Gnadenfrist.

Nicht von Apple geprüfte Erweiterungen werden von Safari 12 nicht mehr geladen und lassen sich auch nicht installieren.
Vergrößern Nicht von Apple geprüfte Erweiterungen werden von Safari 12 nicht mehr geladen und lassen sich auch nicht installieren.
Zukünftig sollen Erweiterungen für Safari nur noch über den Mac App Store erhältlich sein.
Vergrößern Zukünftig sollen Erweiterungen für Safari nur noch über den Mac App Store erhältlich sein.

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