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Spezialfall Video

12.05.2017 | 12:01 Uhr |

Spezialfall Video

Für die Weitergabe oder das Archivieren von Filmen ist die Film-DVD immer noch ein beliebtes Medium. Wer Filme an Freunde oder die Famile weitergeben will, liegt mit einer DVD auch in Zeiten von Facebook und WhatsApp nicht falsch.

Das Kopieren einer Film-DVD ist vergleichsweise einfach und bei DVDs ohne Kopierschutz sogar mit dem Festplatten-Dienstprogramm möglich. Mit Programmen wie DVD2One oder Toast kann man DVD-Videos, die über 4,4 GB groß sind, so verkleinern, dass sie auf eine herkömmliche DVD passen (technisch: DVD mit einer beschreibbaren Schicht und einer theoretischen Kapazität von 4,7 GB). In einer etwa halbstündigen Neuberechnung wird dabei der Hauptfilm oder die komplette DVD so umcodiert, dass sie auf einen DVD-Rohling passt. Man kann aber auch mehrere DVD-Filme damit kombinieren, etwa um mehrere TV-Episoden von verschiedenen DVDs auf eine DVD zu brennen.

DVDs mit Kopierschutz werden von den Programmen nicht unterstützt. Programme wie DVD Fab, die das Knacken dieses Kopierschutzes ermöglichen, sind in Deutschland verboten.

Will man dagegen ein selbst erstelltes Video auf DVD brennen, etwa ein Hochzeitsvideo, das man selber aufgenommen hat, benötigt man ein "Authoring"-Programm. Dieses konvertiert das vorliegende Material in das Format MPEG 2 und verbindet Bild und Ton zu einem Datenstrom ("Multiplexing") und brennt diese Daten in Abschnitten von 1 GB auf eine DVD (im Ordner "VIDEO_TS"). Damit die DVD von einem DVD-Player abgespielt werden kann, muss diese außerdem ein spezielles UDF-Dateiformat erhalten. Alle diese Aufgaben beherrscht etwa das teure Toast Titanium das es als funktionsreduziertes Toast Video für 20 Euro im App Store gibt. Auch mehrere Videos kann man damit auf eine DVD brennen. Für erfahrene Anwender kommt auch das Tool DVD Styler in Frage, das kostenlos aber kompliziert in der Bedienung ist.

Ein Sonderfall sind MPEG-Videodateien, die man etwa zum Beispiel mit der Software Eye TV von Elgato aufgenommen hat. Speziell für das Bearbeiten von Eye-TV-Aufnahmen empfehlen wir Toast von Roxio. Dieses brennt Eye-TV-Aufnahmen so bequem und zuverlässig auf DVD, dass man nur besonders sparsamen Anwendern eine andere Methode empfehlen kann. Die neuesten DVB-T2-HD Sendungen im Format H.265 sind allerdings ein Problemfall. Sie sind teilweise verschlüsselt und das Format wird nur mangelhaft unterstützt.

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