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Stage Manager: Wir wussten gar nicht, was uns auf dem Mac fehlte

09.06.2022 | 16:30 Uhr |

Apples neuer Fenster-Organisation in macOS 13 Ventura kann bei aufwendigen Aufgaben sehr hilfreich sein.

Multitasking und das gleichzeitige Arbeiten mit mehreren Apps und Dateien ist auf dem Mac Routine, aber das bedeutet nicht, dass es keine M√∂glichkeiten der Verbesserungen gibt. Da Apple st√§ndig daran arbeitet, die Arbeit auf dem Mac effizienter zu gestalten, f√ľhrt macOS Ventura den Stage Manager ein, der die ge√∂ffneten Fenster auf dem Mac so organisiert, dass Sie das gew√ľnschte Fenster schneller finden.

Das ist vielleicht nicht unbedingt n√∂tig, aber nach ein paar Minuten mit dem Stage Manager bin ich √ľberzeugt, dass er dazu beitr√§gt, die Benutzerfreundlichkeit des Macs zu verbessern.

Mission Control ist gut ‚Äď bis zu einem gewissen Punkt

Apple hat bereits eine Anwendung namens Mission Control f√ľr die Jagd nach offenen Fenstern. Aber es ist kein Organizer im eigentlichen Sinne, sondern nur eine M√∂glichkeit, alle Fenster auf einmal zu sehen und das gew√ľnschte Fenster zu finden. Das ist manchmal ganz gut, aber w√§hrend einer intensiven Arbeitssitzung k√∂nnen Dutzende von Fenstern ge√∂ffnet sein, wodurch Mission Control zu einer macOS-Version des popul√§ren Wimmelbildes ‚ÄěWo ist Walter?‚Äú wird. Es gibt auch Spaces genannte Gliederungen innerhalb von Mission Control, die zus√§tzliche Arbeitsbereiche auf dem Schreibtisch schaffen, aber das reicht immer noch nicht.

Mission Control funktioniert gut, wenn es einfach ist, das gewünschte Fenster zu finden. Aber je mehr Fenster geöffnet sind, desto schwieriger ist es, das gewünschte zu finden.
Vergr√∂√üern Mission Control funktioniert gut, wenn es einfach ist, das gew√ľnschte Fenster zu finden. Aber je mehr Fenster ge√∂ffnet sind, desto schwieriger ist es, das gew√ľnschte zu finden.

Stage Manager ist die bessere Fensterverwaltung

Der Stage Manager bietet Organisationselemente, die Mission Control nicht hat. Fenster werden nach einzelnen Anwendungen als Miniaturansichten auf der linken Seite des Bildschirms sortiert, und ein Klick auf die Miniaturansicht √∂ffnet das Fenster auf dem Bildschirm. Wenn Sie mehrere Fenster einer Anwendung ge√∂ffnet haben, erscheinen sie als gestapelte Miniaturansichten, und Sie klicken so lange, bis das gew√ľnschte Fenster erscheint.

Noch besser: Sie k√∂nnen Gruppen von Fenstern erstellen, die f√ľr Ihren Arbeitsablauf zusammengeh√∂ren. Wenn Sie etwa eine wissenschaftliche Arbeit schreiben, k√∂nnen Sie Pages, Safari, das W√∂rterbuch und die Notizen-Apps √∂ffnen und diese gruppieren, indem Sie jede Miniaturansicht in die Mitte des Bildschirms ziehen. Wenn sich alle entsprechenden Fenster auf dem Bildschirm befinden, klicken Sie einfach auf eine der Miniaturansichten und Stage Manager erstellt automatisch die Gruppe. Wenn Sie dann auf die Miniaturansicht der Gruppe klicken, erscheinen diese Anwendungsfenster auf dem Bildschirm und alle anderen Fenster werden ausgeblendet.

Während Apples Demonstration des Stage Managers zeigte Apples Softwarechef Craig Federighi die Standardeinstellung "Letzte Apps anzeigen", die eine konstante Reihe von Miniaturansichten auf der linken Seite des Bildschirms platziert, ein visuelles Element, das manche als zusätzliche Unordnung auf dem Bildschirm betrachten könnten.

Stage Manager verf√ľgt auch √ľber die Option ‚ÄěLetzte Apps ausblenden", die Sie √ľber das Kontrollzentrum im Stage Manager einstellen k√∂nnen. Mit dieser Option werden die Stage-Manager-Symbole ausgeblendet, so wie auch das Dock ausgeblendet werden kann. Um den Stage Manager einzublenden, bewegen Sie den Mauszeiger an den linken Rand des Bildschirms. Wenn Sie das Dock so eingestellt haben, dass es auf der linken Seite angezeigt wird, wird der Stage Manager unterhalb des Docks angezeigt, mit Miniaturbildern, die gro√ü genug sind, um darauf zu klicken.

Diese Organisation ist eine enorme Verbesserung gegen√ľber der Mission Control, da man keine Zeit und Energie mehr mit der Suche nach einem Fenster verschwendet. Mission Control ist nicht √ľberfl√ľssig geworden ‚Äď es ist immer noch praktisch, wenn nur eine kleine Anzahl von Fenstern ge√∂ffnet ist. Aber Stage Manager ist besser, wenn man an gro√üen Projekten arbeitet oder wenn einem Fensterverwaltung egal ist.

Stage Manager in Aktion.
Vergrößern Stage Manager in Aktion.
© Apple

Die Macken und Einschränkungen des Stage Manager

Wenn der Stage Manager aktiviert ist, wird alles ausgeblendet, was sich auf dem Schreibtisch befindet, aber Sie k√∂nnen immer noch auf Ihre Dateien zugreifen, indem Sie auf eine beliebige Stelle des Bildschirms klicken. Die ge√∂ffnete Anwendung wird in die Stage-Manager-Miniaturansicht verschoben, der Finder √ľbernimmt und alles, was sich auf dem Schreibtisch befand, wird wieder angezeigt.

Es tritt jedoch eine Besonderheit auf, falls Sie keine Anwendungen ge√∂ffnet haben und Stage Manager aktiviert ist: Auf dem Schreibtisch ist immer noch nichts zu sehen. Um Ihre Desktop-Elemente zu sehen, m√ľssen Sie auf den Desktop klicken. (Wenn Sie ein zweites Mal klicken, werden die Symbole auf dem Desktop wieder ausgeblendet.) Wenn Sie ein Desktop-Element √∂ffnen (ein Symbol f√ľr ein Speicherger√§t, eine Datei usw.), wird es in der Mitte des Bildschirms ge√∂ffnet und die anderen Desktop-Elemente werden ausgeblendet.

Um dies zu vermeiden, k√∂nnen Sie den Stage Manager ausschalten. Sie k√∂nnen ihn auch ausschalten, wenn Sie nur einige wenige Anwendungen gleichzeitig verwenden. Das bedeutet jedoch, dass Sie sich angew√∂hnen m√ľssen, den Stage Manager bei Bedarf ein- und auszuschalten, was einige als zu st√∂rend empfinden k√∂nnten.

Einige der Einschränkungen von Stage Manager sind:

  • Es sind maximal f√ľnf Miniaturansichten zu sehen, wobei die zuletzt genutzte als erstes angezeigt wird.

  • Die Miniaturbilder k√∂nnen nicht neu angeordnet oder in der Gr√∂√üe ver√§ndert werden.

  • Es sind keine Optionen verf√ľgbar, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf eine Miniaturansicht klicken. Das kann praktisch sein, wenn z. B. in Safari mehrere Fenster ge√∂ffnet sind und Sie das oberste Fenster schlie√üen m√∂chten.

  • Apps k√∂nnen nicht √ľber eine Stage-Manager-Miniaturansicht beendet werden.

Diese Einschr√§nkungen sind jedoch eher eine Frage der Bequemlichkeit als Hindernisse, den Stage Manager als n√ľtzlich zu betrachten.

Fenster können gruppiert werden, so dass Sie ein Set erstellen können, an dem Sie gerade arbeiten.
Vergrößern Fenster können gruppiert werden, so dass Sie ein Set erstellen können, an dem Sie gerade arbeiten.
© Apple

Stage Manager ist kein Muss

Der Stage Manager ist eine Option in der Systemsteuerung. Wenn er Ihnen nicht gef√§llt oder Sie ihn nicht verwenden m√∂chten, k√∂nnen Sie ihn schnell deaktivieren. Niemand ist gezwungen, ihn zu verwenden. Wenn Sie also Ihre Arbeitsweise nicht √§ndern m√∂chten, m√ľssen Sie das auch nicht. Sie sollten es aber auf jeden Fall ausprobieren. Und da es sich um eine Beta-Version handelt, k√∂nnte sie mit einigen Optimierungen und √Ąnderungen noch n√ľtzlicher werden.

Ich mag Stage Manager bereits, und obwohl ich mich noch an die Handhabung des Desktops gew√∂hnen muss, kann ich schon jetzt sagen, dass er mir bei der Verwendung meines Macs eine Menge √Ąrger ersparen wird.

Dieser Artikel ist zunächst bei Macworld.com erschienen

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