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Systemeinstellungen in macOS Monterey – das ist neu

25.10.2021 | 15:30 Uhr | Thomas Armbrüster

Einige der Neuerungen von macOS Monterey findet man in den Systemeinstellungen. Dabei muss man manchmal genau hinschauen, um zu sehen, an welcher Stelle die Entwickler etwas geändert oder hinzugefügt haben.

In den Einstellungen für Dock & Menüleiste gibt es nun zwei Optionen für die Menüleiste: Die Einstellung „Menüleiste auf dem Schreibtisch automatisch ein- und ausblenden“ bewirkt wie bisher, dass sowohl im Finder als auch in den Programmen die Menüs nur dann zu sehen sind, wenn man den Mauszeiger in den Bereich der Menüleiste bewegt. Die zweite Option „Menüleiste im Vollbildmodus automatisch ein- und ausblenden“ sorgt dafür, dass wie bisher die Menüleiste im Vollbildmodus nicht zu sehen ist. Lässt man diese Einstellung jedoch deaktiviert, ist die Menüleiste im Vollbildmodus zu sehen, was bisher nicht möglich war. Hinzugekommen sind zudem einige Hintergrundbilder für den Schreibtisch und weitere Motive für den Bildschirmschoner. Und in der Systemeinstellung „Bildschirmzeit“ lassen sich die Auszeit und eine geplante Auszeit unabhängig voneinander aktivieren.

Fokus

Für verschiedene Situationen lässt sich mit der Fokus-Funktion festlegen, welche Personen und Apps Mitteilungen schicken dürfen.
Vergrößern Für verschiedene Situationen lässt sich mit der Fokus-Funktion festlegen, welche Personen und Apps Mitteilungen schicken dürfen.

In den Einstellungen für das Kontrollzentrum wurde „Nicht stören“ durch „Fokus“ ersetzt. Man kann beliebig viele Situationen erstellen, in denen man nicht gestört werden möchte und jeweils festlegen, ob diese für einen bestimmten Zeitraum oder für einen bestimmten Ort gelten sollen oder ob der Fokus dann aktiviert wird, wenn man ein bestimmtes Programm verwendet. Die Vorgaben für den Fokus nimmt man in der Systemeinstellung „Mitteilungen & Fokus“ in der Abteilung „Fokus“ vor. Hier legt man fest, welche Personen über welche Anwendungen Kontakt aufnehmen dürfen, wenn „Nicht stören“ für eine Situation aktiviert ist. Außerdem kann man eine automatische Statusmeldung an Personen versenden lassen, die Nachrichten schicken, wenn „Nicht stören“ aktiviert ist. Unter „Optionen“ lässt sich zudem generell festlegen, ob trotz aktiviertem Fokus bestimmte Gruppen aus den Kontakten anrufen dürfen und ob Anrufe angenommen werden, wenn diese kurz hintereinander eingehen. Die Einstellungen für den Fokus lassen mit allen Geräten synchronisieren, die mit derselben Apple-ID angemeldet sind. Nicht geändert haben sich die Einstellungen für die Mitteilungen der Anwendungen.

Strom sparen und Übersetzungen

Die Systemeinstellung „Batterie“ hat auf einem mobilen Mac sowohl für die Batterie als auch für das Netzteil die Option „Stromsparmodus“ hinzubekommen. Ist sie aktiviert, wird der Stromverbrauch dadurch reduziert, dass die Leistung des Prozessors genauer als bisher an die jeweiligen Anforderungen angepasst wird.

In macOS Monterey lassen sich Texte auch offline übersetzen, wenn man die Sprachdateien auf den Mac geladen hat.
Vergrößern In macOS Monterey lassen sich Texte auch offline übersetzen, wenn man die Sprachdateien auf den Mac geladen hat.

In der Systemeinstellung „Sprache & Region“ ist der Button „Sprachen zum Übersetzen“ neu. Nach dem Klick auf den Button lassen sich Sprachdateien auf den Mac herunterladen, um markierten Text offline zu übersetzen. Ohne geladene Sprachdateien benötigt der Mac zum Übersetzen eine Online-Verbindung. Siri und Safari übersetzen aber weiterhin nur, wenn der Mac online ist. Den Befehl, um einen markierten Text in einem Programm zu übersetzen, findet man jeweils im Kontextmenü. Die Übersetzung, die momentan zwölf Sprachen umfasst, steht momentan unter anderem in Mail, Notizen, Erinnerungen, Kontakte, Pages, Text Edit und im Finder zur Verfügung sowie in Anwendungen, die ebenfalls Apples Textfunktionen verwenden, wie beispielsweise Nisus Writer. Es gibt noch eine weitere Textfunktion: Aktiviert man in der Systemeinstellung „Text in Bildern auswählen“, lässt sich in einem Bild ein dort gezeigter Text markieren und dann in ein Textdokument einsetzen.

Passwörter verwalten

Die gespeicherten Passwörter lassen sich nun außer in Safari auch in der Systemeinstellung „Passwörter“ verwalten.
Vergrößern Die gespeicherten Passwörter lassen sich nun außer in Safari auch in der Systemeinstellung „Passwörter“ verwalten.
© IDG

Neu ist die Systemeinstellung „Passwörter“. Hier kann man Webadressen sowie die zugehörigen Nutzernamen und Passwörter verwalten. Diese Systemeinstellung ist identisch mit der Abteilung „Passwörter“ in den Einstellungen von Safari 15. Alle Details zu Safari 15 finden Sie hier . Ein besonderes Highlight ist die Möglichkeit, die sechsstelligen Bestätigungscodes für die Zwei-Faktor-Autorisierung zu generieren, für den man bisher meist ein separates OTPT-Programm auf dem iPhone verwendet. Die Systemeinstellung „Touch ID“ musste für die Passwörter seinen Platz hergeben und ist nun in der unteren Hälfte des Fensters zu finden.

Mac als Airplay-Empfänger

Die Systemeinstellung „Monitore“ heißt nun „Displays“. Hier sind sie Abteilungen „Farben“ und „Night Shift“ weggefallen. Das Farbprofil wählt man jetzt direkt in einem Aufklappmenü aus, für Night Shift gibt es einen Button, um zu den Einstellungen zu gelangen. Weggefallen sind das Aufklappmenü „Airplay-Monitor“ und die Sync-Optionen. Das neue Aufklappmenü „Displays hinzufügen“ ermöglicht es, einen Mac oder ein iPad als zusätzlichen Bildschirm zu nutzen, entweder als Erweiterung zum Hauptbildschirm oder zum Spiegeln des Bildschirminhalts.

Ein Mac mit macOS Monterey kann als Airplay-Ausgabegerät dienen, um beispielsweise Filme und Videos dort abzuspielen.
Vergrößern Ein Mac mit macOS Monterey kann als Airplay-Ausgabegerät dienen, um beispielsweise Filme und Videos dort abzuspielen.
© IDG

Da unter Monterey neuere Macs als Airplay-Ziel verwendet werden können, ist bei diesen in der Systemeinstellung „Freigaben“ die Option „Airplay-Empfänger“ hinzugekommen. Diese aktiviert man und gibt dann den Bildschirm für den aktuellen Benutzer, alle anderen Geräte im selben Netzwerk oder generell frei. Zusätzlich lässt sich der Zugriff über ein Passwort schützen. Tippt oder klickt man in einem zu Airplay kompatiblen Programm auf einem Mac, iPhone oder iPad auf das Airplay-Symbol, kann man den freigegebenen Mac als Ziel auswählen. Für den Zugriff auf den freigegebenen Bildschirm ist auf dem Airplay-Mac noch eine Bestätigung notwendig.

Privatsphäre und Wiederherstellung

In den Einstellungen für die Apple-ID sind unter „iCloud“ zwei neue Einträge hinzugekommen: „Private Relay“ und „E-Mail-Adresse verbergen“. Bei Private Relay werden beim Surfen mit Safari zwei Server zwischengeschaltet. Der erste Server, den Apple betreibt, erstellt anstatt der individuellen IP-Adresse eine generelle Adresse, die nur noch Rückschlüsse auf die Region des Nutzers möglich macht, nicht aber auf den individuellen Anwender. Diese Adresse schickt er dann zu einem anderen Server, der von einem bisher von Apple nicht bekannt gegebenen Dienstleister unterhalten wird. Erst dieser steuert dann das eigentliche Ziel an. So kann der erste Server nicht ermitteln, wohin der Nutzer im Web unterwegs ist, und der zweite Server keine Verknüpfung zwischen der Zieladresse und dem Nutzer herstellen. Und mit „E-Mail-Adresse verbergen“ lassen sich beliebig viele E-Mail-Adressen für das iCloud-Konto erstellen, die man dann beispielsweise in Web-Formularen anstatt der eigentlichen Adresse verwendet. E-Mails an diese Adressen werden jeweils an das eigentliche Konto bei iCloud weitergeleitet. Wenn man sie nicht mehr verwenden möchte, weil plötzlich viel Spam an diese Adresse gesendet wird, löscht man sie einfach. Um diese beiden Optionen zu nutzen, ist ein jedoch kostenpflichtiges Konto für iCloud+ notwendig, also mindestens eine Option mit 50 GB und 0,99 € pro Monat Gebühr. Private Relay befindet sich momentan noch im Betastadium.

Für die Optionen „Private Relay“ und zum Verbergen der E-Mail-Adresse benötigt man ein Konto bei iCloud+.
Vergrößern Für die Optionen „Private Relay“ und zum Verbergen der E-Mail-Adresse benötigt man ein Konto bei iCloud+.

Ebenfalls neu in Monterey ist die Möglichkeit, für das iCloud-Konto Personen zu benennen, die bei der Wiederherstellung des Kontos helfen können, wenn man sein Passwort vergessen hat. Dazu markiert man in der Systemeinstellung „Apple-ID“ den Bereich „Passwort & Sicherheit“ und klickt bei „Account-Wiederherstellung“ auf „Verwalten“. Anschließend ist noch ein Klick auf das Plussymbol bei „iCloud-Datenwiederherstellungsdienst“ erforderlich, um einen Wiederherstellungskontakt hinzuzufügen. Alle mit derselben Apple-ID angemeldeten Geräte müssen dazu die aktuelle Systemsoftware installiert haben, beispielsweise iOS 15 beim iPhone.

Man kann unter macOS Monterey eine Person angeben, die bei der Wiederherstellung eines iCloud-Kontos behilflich ist.
Vergrößern Man kann unter macOS Monterey eine Person angeben, die bei der Wiederherstellung eines iCloud-Kontos behilflich ist.

Anwenderdaten löschen

Eine weitere neue Funktion haben die Entwickler in den Systemeinstellungen gut versteckt: Öffnet man das Menü „Systemeinstellungen“, ist dort als neuer Eintrag „Einstellungen und Inhalte löschen“ zu finden. Man benötigt dazu aber einen Mac mit T2-Sicherheitschip oder einen Mac mit M1-Chip. Mit diesem Befehl lassen sich sämtliche Anwenderdaten, vom Anwender installierte Anwendungen sowie alle Einstellungen inklusive der gespeicherten Fingerabdrücke, der Apple-ID und der Aktivierungssperre „Wo ist?“ entfernen, ohne das System löschen zu müssen.

Der neue Eintrag im Menü der Systemeinstellungen
Vergrößern Der neue Eintrag im Menü der Systemeinstellungen

Nach der Eingabe des Benutzerpassworts startet der Löschassistent. Zuerst wird man dazu aufgefordert, noch ein aktuelles Backup mit Time Machine zu machen. Dann kommt der Hinweis, dass Apple-ID, "Wo ist?" und Touch-ID gelöscht werden. Anschließend muss man sich von seiner Apple-ID abmelden. So kann man dies nicht vergessen, was verhindern würde, dass später jemand anders den Mac in Betrieb nehmen kann, beispielsweise nach einem Verkauf. Dann kommt noch eine weitere Warnung, dass nun alles gelöscht wird. Man kann den Vorgang hier auch noch abbrechen. Nach dem Löschen verbleiben auf dem Rechner nur noch das System und die mit dem System installierten Anwendungen, und der Mac kann neu eingerichtet werden.

Der Löschassistent beseitigt auch die Apple-ID, alle Fingerabdruckdaten und die Aktivierungssperre von „Wo ist?“.
Vergrößern Der Löschassistent beseitigt auch die Apple-ID, alle Fingerabdruckdaten und die Aktivierungssperre von „Wo ist?“.

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