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Texte im Layout testen

11.11.2011 | 12:41 Uhr |

Texte im Layout testen

Die Änderungen im letzten Schritt haben keine Auswirkungen im Indesign-Layout, da sie nur den Export betreffen. Um zu prüfen, ob alles wie gewünscht im Format E-Pub aussieht, lohnt sich zwischendurch ein Test. Hier hilft wieder der Export ins HTML-Format wie im vorletzten Schritt beschrieben. In Safari sehen Sie zum Beispiel, ob Überschriften wie gewünscht hervorgehoben sind.

Wer einen Blick in den Quellcode werfen möchte, kann in Safari "Darstellung > Quelltext anzeigen" aufrufen und exakt nachvollziehen wie Indesign die Seite in HTML- und CSS-Code übersetzt. Mit "Befehlstaste-F" können Sie im Quellcode nach bestimmten Stellen wie der im letzten Schritt festgelegten Klasse "my_head1" suchen. Das Arbeiten und Editieren von Quellcode ist in der Regel nicht nötig, aber eine gute Methode, um Problemen auf den Grund zu gehen.

Objekte im Textfluss verankern

Die fließenden Layouts in E-Books funktionieren zwar prima auf verschiedenen Bildschirmgrößen, beinhalten jedoch die Gefahr, dass Objekte, die nebeneinander stehen sollen, auseinander gerissen werden. Dagegen hilft die Verankerungsfunktion in Indesign. Soll eine Grafik unbedingt neben einem Textblock stehen, können Sie die Objekte verankern. Damit bleiben sie etwa horizontal nebeneinander fixiert, während der Rest der Seite auf dem verfügbaren Platz fließt. Das Verankern ist nicht schwer: Jeder Objektrahmen in Indesign CS5.5 trägt ein kleines blaues Kästchen. Markieren Sie ein Objekt und klicken Sie auf die kleine blaue Box.

Mit gedrückter Maustaste ziehen Sie sie an die Stelle, zu der das Objekt fixiert werden soll, etwa eine Stelle im Text. Hat alles geklappt, erscheint in der zuvor blauen Box ein kleines Ankersymbol.

Inhalte für das E-Book organisieren

Ein E-Book besteht meistens nicht nur aus einem Indesign-Dokument: Ein Cover, ein Inhaltsverzeichnis, ein Mittelteil mit Bildern, ein Anhang mit Index und mehr. Mit der Palette "Artikel" können Sie in Indesign die Reihenfolge der Dokumente vor dem Export festlegen. Öffnen Sie über "Fenster > Artikel" die Palette, die zunächst noch leer ist.

Markieren Sie zum Beispiel alle Elemente einer Seite und erstellen Sie daraus einen Artikel, indem Sie in der Palette "Artikel" auf "Neuen Artikel erstellen" klicken. Das gelingt auch mit einzelnen Seitenelementen, die Sie auf einer Seite, oder mit ganzen Seiten, die Sie in der Seitenpalette markieren. Nach dem Einfügen können Sie den Artikeln Namen wie "Inhaltverzeichnis" oder "Titel" geben. Die Reihenfolge können Sie durch Ziehen und Verschieben der Artikel in der Palette ändern. Alle mit einem Haken markierten Artikel werden später exportiert.

E-Pub-Datei exportieren

Jetzt geht es daran, das finale Ergebnis zu überprüfen. Der Export unterscheidet sich nicht wesentlich von den Zwischentests im HTML-Format. Nach "Datei > Exportieren ..." wählen Sie diesmal jedoch bei Format "EPUB". Mit "Sichern" öffnen sich die E-Pub-Exportoptionen. In "Allgemein" legen Sie fest, wie das Deckblatt aussehen soll. Klicken Sie auf "Vorhandene Bilddatei verwenden" und legen Sie nach "Auswählen" fest, wo sich die Grafik befindet. Alternativ können Sie auch einfach die erste Seite des Dokuments in ein Pixelbild wandeln. "Sortieren" bestimmt die Reihenfolge der Seiten. Mit "Wie Artikelbedienfeld" übernehmen Sie die zuvor definierte Abfolge aus der Palette "Artikel". Deaktivieren Sie "E-PUB nach Export anzeigen". Jetzt können Sie das Ergebnis direkt auf iPad oder iPhone testen.

Unter " Bild " prüfen Sie ob als Bildgröße "Relativ zur Seite" und allgemein "Aussehen aus Layout beibehalten" ausgewählt ist. Unter "Inhalt" kann zuletzt bestimmt werden, dass Seitenumbrüche beim Absatzformat "Header" erstellt werden und unter anderem per CSS die Schriftarten - soweit möglich - eingebettet werden. Mit "OK" startet Indesign den Export mit allen gewählten Voreinstellungen.

Tipp

Bei E-Books, die nur wenige hochwertige Abbildungen enthalten (zum Beispiel für eine Bilderstrecke in der Mitte), können Sie 300 ppi Auflösung wählen. Für Layouts mit hunderten Bildern empfehlen sich 72 ppi, damit die finale Datei nicht zu groß wird. Optimal ist das Format PNG. Es komprimiert sehr gut und stellt auch Bilder mit Transparenzen dar.

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