2195098

So holen Sie mehr aus Touch ID für iPhone und Mac

27.12.2019 | 08:00 Uhr |

Mit Apples Touch ID sind Einkäufe, Apps und iTunes-Inhalte nur einen Fingerabdruck entfernt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mehr aus der Technologie holen.

Apples biometrisches Touch-ID-System ist verdammt nützlich: Mit Ihrem Fingerabdruck können Sie in Läden mit Apple Pay einkaufen; Apps im App Store shoppen; Inhalte aus iTunes herunterladen; und dank bestimmter Dritthersteller-Apps können Sie sich damit sogar in Ihr Gerät einloggen. Allerdings funktioniert Touch ID oder Face ID nicht immer absolut zuverlässig. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Tipps Sie kleine Hürden umgehen und mehr aus der Funktion herausholen.

Touch ID erklärt: So funktioniert die Fingerabdruckerkennung

1) Fingerabdrücke benennen

Die meisten Nutzer von Touch ID wissen bereits, dass man mehrere Fingerabdrücke im System speichern kann. Von Haus aus werden diese mit „Abdruck 1“, „Abdruck 2“ und so weiter gekennzeichnet. Hilfreicher ist es allerdings, wenn Sie die Fingerabdrücke namentlich gleich einer bestimmten Person zuordnen. Und das geht so:

•    Öffnen Sie "Einstellungen > Touch ID & Code"

•    Sie werden aufgefordert, Ihr Passwort manuell einzugeben

•    Tippen Sie auf einen Fingerabdruck, um ihn umzubenennen. Alternativ wischen Sie über den Fingerabdruck und wählen Sie auf der nächsten Seite den Button „Löschen“

2) Welcher Abdruck gehört zu welchem Finger?

Wenn Sie bereits einige Fingerabdrücke in Touch ID gespeichert haben und diese klassischerweise nur durchnummeriert sind, fragen Sie sich vielleicht, welcher Abdruck eigentlich zu welchem Finger gehört. Es gibt eine einfache Möglichkeit, das herauszufinden: Öffnen Sie "Einstellungen > Touch ID & Code" und geben Sie Ihr Passwort ein. Während Sie nun die Liste Ihrer Abdrücke betrachten, tippen Sie leicht auf den Home-Button. Der Abdruck, der dem gerade aufgelegten Fingermuster entspricht, wird nun aufleuchten. Jetzt können Sie ihn adäquat benennen.

3) Trainingsstunde

Kommen wir nochmal auf den Leuchteffekt von oben zu sprechen: Jedes Mal, wenn Sie Ihren (oder einen anderen) Fingerabdruck scannen und von Touch ID identifizieren und zuordnen lassen, lernt das System ein wenig mehr darüber. Je öfter Sie die Prozedur durchführen (rund ein dutzend Mal genügt), desto schneller und akkurater wird Touch ID seine Dienste verrichten.

4) Doppelt hält besser

Eine weitere Möglichkeit, Touch ID zu verbessern, ist den Fingerabdruck in doppelter Form zu archivieren. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie beispielsweise sehr oft Ihren rechten Daumen für das Programm benutzen. Gehen Sie dazu in "Einstellungen > Touch ID & Code" und wählen Sie „Fingerabdruck hinzufügen“. Scannen Sie dann erneut Ihren rechten Daumen und weisen Sie dem erneuten Scan die gleiche Nummer zu, wie schon Ihr erster Daumen-Scan hat. Das optimiert die Identifikation.

Warum? Viele Nutzer machen den Fehler, beim ersten Scan mit Touch ID den Finger auf besonders unnatürliche Weise scannen zu lassen, nämlich meist flach und breit auf den Scanner gedrückt. In dieser Position nutzt allerdings kaum jemand sein iPhone. Daher ist es sinnvoll, den zweiten Scan des Fingers in einer möglichst natürlichen Position durchzuführen. Meistens entspricht diese einem Winkel von etwa 45-90 Grad.

5) Nasse Finger?

Wir empfehlen an dieser Stelle natürlich nicht, dass Sie Ihr iPhone oder iPad künftig in der Badewanne benutzen sollen. Aber wenn Sie das doch hin und wieder mal tun, ab und zu im Regen den Schirm vergessen oder oft mit schwitzigen Händen und Fingern kämpfen, wissen Sie, dass Touch ID große Probleme mit feuchten Fingerabdrücken hat und diese meist ablehnt.

Wenn Sie ein iPhone von 2015 oder später benutzen, das mit der neuesten Version von Touch ID ausgestattet ist, erzielen Sie die größten Verbesserungen, wenn Sie einfach einen neuen Abdruck von einem feuchten Finger scannen und archivieren.

6) Multiple Choice

Apple hat das Limit für gespeicherte Fingerabdrücke auf fünf gesetzt. Wie praktisch, dass das genau der Anzahl der Finger an einer Hand entspricht… Wenn Sie also nicht immer nur einen bestimmten Finger benutzen wollen (könnte ja mal sein, dass der durch einen Unfall ausfällt…), legen Sie einfach einen Scan von jedem Finger Ihrer Hand an. Damit haben Sie freie Auswahl.

7) Kaltes Händchen?

Kälte beeinflusst die Durchblutung Ihrer Finger – und damit auch die Erkennungsfähigkeit von Touch ID. Bevor der nächste Winter also über uns hereinbricht, legen Sie unbedingt einen Abdruck eines Ihrer Finger an, wenn dieser richtig kalt geworden ist.

8) Touch ID auf dem Mac nutzen

Die Macbooks Pro aus dem Jahr 2026 und neuer haben die sogenannte Touchbar, interaktiv konfigurierbare Leiste mit einem Fingerabdrucksensor. Bei der Vorstellung wurde die Neuerung als "unnötig" belächelt, doch vor allem im Arbeitsalltag kann man sie sehr schnell schätzen lernen. Schalten Sie in den Systemeinstellungen "Touch ID" ein und tragen dort zumindest einen Fingerabdruck von sich ein. Eine Funktion, die wir jeden Tag nutzen und die summiert immens viel Zeit spart, ist "Passwörter automatisch ausfüllen". Im Apple-Sprech bedeutet das, wenn auf dem Mac (und iPhone und iPad) iCloud-Schlüsselbund eingeschaltet ist, können Sie sich in Webangebote, in Programme, in Bankkonten (bis 14. September) nur mit einem Fingerabdruck einloggen. Echt praktisch!

Macwelt Marktplatz

2195098